FC Germania Friedrichstal - TSG 62/09 Weinheim 2:0

FC Germania Friedrichstal – TSG 62/09 Weinheim 2:0

Respekt vor einem Gegner, der besser ist

Weinheim, den 18. März 2017,

Originaltext aus dem Weinheimer Nachrichten vom 20. März 2017

Friedrichstal. Irgendwann musste es passieren. Am Samstag riss die stolze Serie der TSG 62/09 Weinheim, die zuvor in der Fußball-Verbandsliga 17 Spiele in Folge ungeschlagen geblieben war und dabei 16 Siege eingefahren hatte. Das 0:2 (0:2) beim Oberliga-Absteiger FC Germania Friedrichstal bedeutete die zweite Saisonniederlage für die Mannschaft von Trainer Dirk Jörns. Die TSG bleibt zwar weiterhin an der Tabellenspitze, doch der Vorsprung auf die Verfolger Fortuna Heddesheim und VfR Mannheim ist auf nur noch einen beziehungsweise sechs Punkte geschrumpft.„Jetzt dürfen wir uns in den kommenden Partien nichts mehr erlauben, auch wenn die Aufgaben etwa im nächsten Spiel auf dem schlechten Platz der SpVgg Durlach-Aue nicht leichter werden“, sagte Chris Hiller nach dem Schlusspfiff in Friedrichstal. „Die Gegner waren heute immer einen Schritt schneller als wir, die Niederlage geht in Ordnung“, räumte der TSG-Kapitän ein. Ähnlich wertete es auch Trainer Dirk Jörns. „Friedrichstal hat verdient gewonnen. Wir hatten diesmal keine Ballkontrolle und zu viele unsaubere Pässe, während der FC Germania seine Möglichkeiten optimal ausgenutzt hat.“Es war eines dieser seltenen Spiele, in denen die TSG wohl auch nach zwei Stunden Spielzeit kein Tor erzielt hätte, obwohl die Gäste durch einen 30-Meter-Freistoß von Andreas Adamek schon nach 50 Sekunden die erste Chance verzeichneten.Adamek ist übrigens der zwölfte Spieler aus dem aktuellen Verbandsligakader, der sich nun festgelegt hat, wohin er im Sommer wechseln wird. Der 25-jährige Offensivspieler geht zum derzeit noch in der Kreisoberliga angesiedelten SV Unter-Flockenbach. Mit allergrößter Wahrscheinlichkeit wird der SVU aber aufsteigen und in der kommenden Saison wieder in der Gruppenliga spielen.Nach ihrer Auftaktchance in Friedrichstal gaben die Weinheimer die Spielkontrolle aus der Hand. Das lag auch daran, dass die Gastgeber mit ihrem ersten zügigen Angriff gleich zum 1:0 kamen. Johannes Weiß, der in der Sechserrolle eine sehr starke, nahezu fehlerfreie Partie beim FCG ablieferte, setzte sich auf der rechten Angriffsseite gleich gegen mehrere TSG-Spieler durch. Seine Vorlage erreichte Abdelraman Mohamed, der mit seinem Schuss zwar noch an TSG-Torhüter Marcel Lentz scheiterte. Doch FCG-Torjäger Patrick Roedling war zur Stelle und verwertete den Abpraller mühelos zum Führungstreffer (8.). In der Folge fand die TSG kein Mittel gegen das aggressive Pressing der Gastgeber und deren schnelles Umschaltspiel. Während Weinheim zu keinem geordneten Spielaufbau fand und nie richtig zur Entfaltung kam, stieß Friedrichstal immer wieder in sich bietende Lücken.Im Zentrum sorgten der agile Weiß und FCG-Standardspezialist Timo Di Giorgio, seines Zeichens deutscher Futsal-Nationalspieler, für ein klares Übergewicht im Vergleich zu ihren Gegenübern Oliver Malchow und Andreas Lerchl. Torwart Lentz verhinderte mit einem Klassereflex gegen Roedling einen höheren Rückstand (16.). Und dann setzte der baumlange FCG-Innenverteidiger Bogdan Alexandru Cristescu, der nicht nur in der Defensive jedes Kopfballduell gewann, den Ball nach einem Freistoß knapp am TSG-Kasten vorbei (39.). Per direktem Freistoß fiel dann die verdiente 2:0-Pausenführung für Friedrichstal. Erneut Roedling, der wie im Hinspiel in Weinheim zweimal traf, zirkelte den Ball aus 23 Metern unhaltbar um die Fünf-Mann-Mauer der TSG herum in die Maschen (42.).Kurz vor der Pause musste Lentz noch zweimal gegen Claudio Ritter und Cristescu retten (44.). Die TSG kehrte zur zweiten Halbzeit zwar deutlich engagierter auf den Platz zurück. Doch bis auf eine Chance für Jonas Meier-Küster nach einer Flanke von Adamek (59.) und einer Möglichkeit für den eingewechselten Gregor Zimmermann (78.) sprang nichts Torgefährliches heraus. Auf der Gegenseite musste Marcel Schwöbel nach einem Kopfball von Cristescu in höchster Not auf der Linie klären (68.) – den Rest spielte Friedrichstal souverän runter und für die TSG war es nach langer Zeit ein gebrauchter Tag.

TSG 62/09 Weinheim: Lentz; Süß (73. Makan), Geissinger, Gebhardt, Schwöbel, Malchow, Lerchl (61. Zimmermann), Meier-Küster (70. Engel), Adamek, Hiller, Ilhan.