TSG 62/09 meldet den ersten Zugang

TSG 62/09 meldet den ersten Zugang

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 09. März 2018

Weinheim. Der erste Absteiger in der Fußball-Oberliga steht fest – und es ist nicht das Tabellenschlusslicht TSG 62/09 Weinheim. Der Karlsruher SC wird seine zweite Mannschaft am Saisonende aus dem Spielbetrieb abmelden. Der Drittligist will künftig stattdessen eine Kooperation mit dem SV Spielberg eingehen, vermeldete der SVS auf seiner Homepage. Spieler, die es beim KSC nicht in die erste Mannschaft packen, sollen an Spielberg ausgeliehen werden. Da die Karlsruher in der laufenden Saison noch den Sprung zurück in die 2. Bundesliga anvisieren, wäre es für den Traditionsclub auch eine gute Nachricht, wenn der neue Kooperationspartner SV Spielberg in der Oberliga verbleiben würde.

Momentan rangiert die Mannschaft aus der Gemeinde Karlsbad auf dem 15. Tabellenplatz und befindet sich damit noch in akuter Abstiegsgefahr. Daher kommt dem Heimspiel am Samstag eine große Bedeutung zu. Spielberg erwartet morgen um 15 Uhr im Bechtle-Stadion am Talberg (Karlsruher Straße 28) den Tabellenletzten TSG 62/09 Weinheim. Auch für die Gäste ist es nach dem am vergangenen Wochenende abgesagten Heimspiel gegen den FC Astoria Walldorf II – Nachholtermin am 4. April – eine der letzten Chance, ihrerseits noch einmal näher an die Konkurrenten am Tabellenende heranzurücken. Dass die Weinheimer gegen Spielberg nicht chancenlos sein sollten, zeigte bereits das Hinspiel im Sepp-Herberger-Stadion. Das verlor die TSG 62/09 in Unterzahl nach einer Roten Karte erst in der Schlussphase unglücklich mit 1:2.

„Spielberg hat sich in der Winterpause allerdings gut verstärkt. Unter anderem kamen Jimmy Marton aus Nöttingen und Nico Charrier aus Pforzheim“, sieht TSG-Trainer Christian Schmitt den SVS in diesem Jahr deutlich besser aufgestellt. Auch der Trainerwechsel habe sich in Spielberg positiv ausgewirkt, nachdem Tobias Winter im November Peter Hogen abgelöst hatte. Dennoch wollen die Weinheimer morgen unbedingt etwas Zählbares auf die Habenseite bringen. „Es wird Zeit, dass sich die gute Entwicklung unserer Mannschaft auch einmal im Ergebnis niederschlägt“, fordert Schmitt. Nach der einwöchigen Spielpause hofft der TSG-Trainer, personell aus dem Vollen schöpfen zu können und schnell wieder in den Spielrhythmus zu finden.

Gerade am Rhythmus mangelt es indes vor allem dem SV Spielberg. Seit Mitte November konnte der SVS lediglich ein einziges Punktspiel – zuletzt ausgerechnet gegen den Karlsruher SC II (1:1) – absolvieren. Inzwischen sind die Spielberger schon mit vier Nachholspielen in Rückstand. Vielleicht kann die fehlende Spielpraxis des Gegners ein kleiner Vorteil für Weinheim sein.

Derweil gibt es bei der TSG 62/09 zwei weitere neue Personalien für die kommende Saison 2018/19. Als erster Zugang im Sommer steht jetzt Patrick Morscheid fest, der vom Landesligisten FV Brühl nach Weinheim wechseln wird. Der 26-Jährige verfügt auch über Verbandsliga-Erfahrung und ist als Linksfüßer ein „Wunschspieler“ für TSG-Trainer Schmitt. Ferner hat Ole Gärtner(Bild) seinen Vertrag jetzt für ein weiteres Jahr verlängert – er ist damit der zehnte Spieler aus dem aktuellen Kader, der in Weinheim bleibt. bk