WNOZ-Fussballer der Woche: Max Stephan von der TSG 1862/09 Weinheim II

WNOZ-Fussballer der Woche: Max Stephan von der TSG 1862/09 Weinheim II

Max Stephan hat in seinen noch recht jungen Fussball-Jahren schon viele Positionen gesehen

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 14. März 2018

Im ersten Aktivenjahr gleich Stammkraft

Weinheim. Es war ein wichtiges Tor – so viel steht fest. Was aber die Entstehung angeht, ist sich Max Stephan nicht mehr so sicher: „Genau erinnere ich mich gar nicht mehr. Der Ball wurde etwa 25 Meter vor dem Tor zurückgelegt. Ich meine, unser Kapitän rief noch etwas wie: „Schließ ab!“ Dann schlug der Ball rechts oben ein“, versucht der 20-Jährige aus der Reserve der TSG 62/09 Weinheim, sein Tor zum 2:1 im Kreisligaspiel gegen Rheinau nachzuvollziehen. Nach 0:1-Rückstand sorgte er jedenfalls für die Wende im Spiel, das sein Team 4:1 gewann und somit nach zwei Remis erstmals in diesem Jahr die volle Ausbeute einstreichen konnte. „Das war ein wichtiger Sieg, mit dem wir uns jetzt von unten abgesetzt haben“, weiß unser Fußballer der Woche.

Denn nach einem verheißungsvollen Start und der Tabellenführung am fünften Spieltag fiel das Team von Spielertrainer Timo Endres in ein Loch, verlor fünf Mal in Folge. Aktuell steht es mit 25 Punkten aus 18 Partien auf Rang neun der Kreisliga – und damit jenseits von Gut und Böse: „Wir haben nach dem guten Start leider nachgelassen. Das ist schade, aber wir müssen die Situation einfach annehmen und uns auf die fußballerische Entwicklung konzentrieren. Wir sind ein relativ junges Team mit vielen Spielern, die gerade in den Aktivenbereich gewechselt sind“, sagt Stephan.

Letzteres gilt auch für ihn selbst. Dass seine Aussagen bereits denen eines erfahrenen Trainers ähneln, mag daran liegen, dass er nach dem Abitur vor zwei Jahren während seines FSJ bei der TSG Weinheim die C-Lizenz gemacht hat. Im Kreisliga-Team ist er im ersten Aktivenjahr von Beginn an Stammkraft, nachdem Stephan im Vorjahr als A-Jugendlicher sieben Mal als Einwechselspieler zum Zug kam – bevorzugt im offensiven Mittelfeld, doch festgefahren ist er da nicht: „Auf der Zehn fühle ich mich am wohlsten. Aber ich bin relativ vielseitig. Von Innenverteidiger bis Stürmer habe ich schon alles gespielt.“

Auch gegen Rheinau wechselte er im Spielverlauf von der offensiven Rolle auf die vor der Abwehr. Nur als Torwart habe er noch keine Erfahrung gesammelt, wenngleich seine fußballerischen Anfänge defensiver Natur sind: „In jungen Jahren habe ich lange Innenverteidiger gespielt. Das Toreschießen habe ich erst ab der B-Jugend so richtig für mich entdeckt“, erzählt der BWL-Student. Ausgangspunkt war sein früherer Jugendtrainer Armin Holz: „Er hat mich zum Ende der C-Jugend mal nach vorne beordert. Seitdem spiele bevorzugt im Offensivbereich“, erläutert Stephan, der damals mit dem Verbandsliga-Aufstieg auch den bislang größten Erfolg feierte.

Auskosten konnte er ihn nicht, denn es ging gleich in die nächste Altersstufe. Jetzt, bei den Aktiven, hat er auch schon in der Oberliga debütiert. Im Oktober durfte er beim 1:3 bei Spitzenreiter Balingen(Bild) zwölf Minuten ran. Weitere Einsätze in der Ersten seien ein Perspektivziel, sagt Stephan, doch erst möchte er sich primär dem anstehenden Bachelor-Abschluss widmen – und parallel in der Kreisliga glänzen. Gerne auch Sonntag, wenn das Derby bei der SG Hemsbach wartet. Gegen die erzielte er letzte Saison sein allererstes Aktiven-Tor. dbe

Zur Person

Seine fußballerischen Wurzeln hat Max Stephan beim FV Leutershausen. Seit der D-Jugend schnürt er für die TSG 62/09 die Fußballschuhe. Sein 16-jähriger Bruder spielt in Leutershausen Handball. „Irgendwann sehe ich ihn aber beim TVG, dem ich als Fan die Daumen drücke.“

Auf das Duell mit der SG Hemsbach freut sich Stephan: „Das Derby ist immer ein schönes Erlebnis. Jetzt spielt dort ja auch unser Ex-Torjäger Kajally Njie. Das macht es sicher noch interessanter und viele Tore fallen da sowieso immer.“

Stephan ist Schalke-Fan: „Seit mein Onkel Philip mir als Baby einen Schalke-Schnuller geschenkt hat, ist das einfach so.“