Professionelle Einstellung als Vorbild

Professionelle Einstellung als Vorbild

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 16. März 2018

Weinheim. Die Außendarstellung bei den Oberliga-Fußballern der TSG 62/09 Weinheim wendet sich erst einmal nach innen. „Wir haben es intern aufgearbeitet und es soll auch intern bleiben“, sagte Trainer Christian Schmitt zum Vorfall von Spielberg. Beim jüngsten Auswärtsspiel waren TSG-Kapitän Tolga Karlidag und Verteidigerkollege Georgios Roumeliotis nach einer vergebenen Großchance der Weinheimer in der Schlussphase der Partie auf dem Platz heftig aneinandergeraten (wir berichteten). Welche Konsequenzen daraus gezogen wurden, dazu wollte Schmitt sich nicht öffentlich äußern. „Das war eine emotionale Geschichte. Beide Spieler haben in der Art und Weise über die Stränge geschlagen und ihr Verhalten hat uns nicht gefallen“, erklärte der Trainer. „Wir haben das jetzt für uns geklärt. Beide Spieler werden weiterhin bis zum Ende der Rückrunde Bestandteil im Kader unserer aktiven Herrenmannschaften bleiben.“

Ob Karlidag und Roumeliotis beim nächsten Heimspiel am Samstag um 15 Uhr gegen den Mitaufsteiger TSG Backnang gemeinsam als Innenverteidigerpaar zur Startelf gehören werden, ließ Schmitt offen. „Es kann sein, es kann aber auch nicht sein.“ Schließlich gebe es für die Innenverteidigerposition Alternativen wie etwa Clement Glässer. Ansonsten will der Trainer den Blick wieder nach vorne richten. Zwar sei nach der 0:1-Niederlage in Spielberg „eigentlich das letzte Fünkchen“ Hoffnung auf den Klassenerhalt erloschen, so Schmitt. „Aber so lange rechnerisch noch etwas möglich ist, werden wir uns nicht aufgeben.“

In diesem Zusammenhang verweist der TSG-Trainer auch auf das Beispiel Karlsruher SC. Obwohl klar ist, dass die zweite Mannschaft des Drittligisten am Saisonende abgemeldet wird und als erster Absteiger feststeht, würden sich die Spieler nicht aufgeben. „Trotz des bekannten Rückzugs hat der KSC zuletzt gegen die U 23 des SV Sandhausen gewonnen – das ist Professionalität.“ Eine Einstellung, die Schmitt auch von den Weinheimer Spielern in den ausstehenden 13 Oberliga-Partien erwartet. „Wir werden die Saison keinesfalls ausklingen lassen und weiterhin in jedem Spiel das Bestmögliche versuchen. Das muss auch sein, wenn wir uns als Mannschaft weiter entwickeln wollen.“

Gegen die auf Platz elf stehende TSG Backnang rechnen sich die Weinheimer durchaus etwas Zählbares aus. Dafür muss aber auch offensiv einmal der Knoten platzen. Gerne würden die Gastgeber das Spiel auf dem Hauptrasen austragen, die für Samstag gemeldete Rückkehr des Winters könnte aber eine Verlegung auf den Kunstrasenplatz erforderlich machen. bk