Das Kellerduell um die „rote Laterne“

Das Kellerduell um die „rote Laterne“

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 04. April 2018

Weinheim. Es könnte eines der entscheidenden Spiele in dieser Saison werden: Heute Abend stehen sich die TSG 62/09 Weinheim und der FC Astoria Walldorf II in der Fußball-Oberliga gegenüber. Im Duell Letzter gegen Vorletzter geht es darum, wer die „rote Laterne“ behält, beziehungsweise übernimmt. Das ist deshalb von großer Bedeutung, weil am Saisonende unter Umständen sogar der 17. Tabellenplatz zum Klassenerhalt ausreichen könnte (wir berichteten mehrfach).

Das „Kellerderby“ wird heute unter Flutlicht im TSG-Waldstadion an der Gorxheimer Talstraße ausgetragen. Anpfiff ist um 19 Uhr. Die Weinheimer, die das Spiel gerne eine halbe Stunde später beginnen lassen wollten, bekamen dafür bis zum gestrigen Redaktionsschluss dieses Artikels kein grünes Licht.

Eine besondere Anspannung vor dem Kräftemessen mit der Walldorfer Regionalliga-Reserve gebe es bei seiner Mannschaft indes nicht, sagte gestern TSG-Trainer Christian Schmitt. „Wir lassen uns bestimmt keinen Druck einreden. Schließlich betrachten uns ja alle Seiten seit dem Saisonstart als ersten sicheren Absteiger. Unter anderem gab es sogar schon Wetten, ob wir überhaupt eine zweistellige Punktzahl erreichen können“, sagte Schmitt, nachdem sein Team bisher auf 11 Punkte kommt. „Unsere Anspannung vor dem Spiel gegen Walldorf ist die gleiche wie vor jeder anderen Oberliga-Partie. Wir versuchen in jedem Spiel zu punkten.“ Klar ist, dass die Weinheimer mit einem Heimsieg die „rote Laterne“ an den Gegner weiterreichen würden.

Das Hinspiel in Walldorf endete mit einem torlosen Remis, wobei beide Mannschaften die Chance auf drei Punkte hatten. Die Astoria verschoss einen Elfmeter, bei der TSG besaß Yigzaw Tesfagaber mehrere gute Möglichkeiten. Ob der zurzeit angeschlagene TSG-Torjäger heute Abend spielen kann, sei weiterhin offen. „Wahrscheinlich wird es nur für die Bank reichen“, sagte Schmitt, der mit seiner Mannschaft am Ostermontag noch eine Trainingseinheit im Waldstadion absolvierte. Neben dem noch einmal gesperrten Dennis Meis fallen auf jeden Fall Ylli Cermjani aus privaten Gründen sowie Noureddin Goudar aus, der sich am Samstag gegen Neckarsulm eine Bänderverletzung im Knie zuzog. Fraglich ist der Einsatz von Kapitän Kai Engel, der sein Praktikum in Frankfurt begonnen hat. bk