Ein Spiel im Zeichen des Abschieds

Ein Spiel im Zeichen des Abschieds

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 18. Mai 2018

Weinheim. Abschied nehmen, lautet morgen das Motto für die Fußballer der TSG 62/09 Weinheim. Das bereits als Absteiger in die Verbandsliga feststehende Schlusslicht absolviert am Samstag um 15.30 Uhr sein letztes Oberliga-Heimspiel in dieser Saison. Dabei kommt mit dem ehemaligen Zweitbundesligisten SSV Reutlingen noch einmal ein großer Name ins Sepp-Herberger-Stadion.

Auch viele Spieler verabschieden sich nach nur einem Jahr wieder aus Weinheim, teilweise sind sie jetzt schon nicht mehr dabei. Das gilt für Yigzaw Tesfagaber, der zum VfR Mannheim wechselt, und Tolga Karlidag. Von beiden Spielern trennte sich die TSG vorzeitig und löste die Verträge im Mai auf. Zuvor hatte bereits Leon Koppisch aus privaten Gründen darum gebeten, seinen Vertrag zu beenden. Neben Torhüter Levent Cetin und Kai Engel, der im August ein Auslandsstudium beginnt, stehen nun fünf weitere Abgänge fest. Damit werden definitiv zehn Spieler die TSG 62/09 Weinheim verlassen.

Zu den Abgängen zählen Mats und Ole Gärtner sowie Ylli Cermjani. Ihre künftigen Vereine würden noch nicht feststehen, erklärte Christian Schmitt. Der TSG-Trainer geht aber davon aus, dass es das Trio wieder zurück in den Odenwald zieht. Darüber hinaus verlässt auch Ramzy Yahaya mit noch unbekanntem Ziel die TSG 62/09. Und Ralf Friedrich wird voraussichtlich in die USA gehen.

Außer den zehn Abgängen sind noch zwei Personalien offen. Abwehrchef Georgios Roumeliotis und Yunus Güder haben noch nicht entschieden, wie es für sie in der kommenden Saison weitergeht.

Güder fällt auch für das letzte Saisonheimspiel gegen Reutlingen aus. Dagegen hofft Trainer Schmitt noch auf einen Einsatz der zuletzt in Karlsruhe verletzungsbedingt fehlenden Roumeliotis und Lorik Bunjaku. Da der Kader generell stark geschrumpft ist, könnte morgen auch wieder der eine oder andere A-Junioren-Spieler ins Oberliga-Team rücken, da in den Jugendklassen über Pfingsten nicht gespielt wird. Beim 0:0 gegen die zweite Mannschaft des Karlsruher SC stand bereits A-Jugend-Torhüter Johannes Halbig zwischen den Pfosten, der in der neuen Runde ohnehin ins Aufgebot der ersten Mannschaft kommt. „Johannes hat das richtig gut gemacht und bei seinem Oberliga-Debüt viel Ruhe ausgestrahlt“, lobte Trainer Schmitt. „Auch Nils Weiler und Tahircan Acik, der erstmals von Beginn an spielte, haben gegen den KSC ordentliche Leistungen gebracht.“ Die drei Junioren könnten morgen wieder dabei sein.

„Gegen Reutlingen bekommen wir es noch einmal mit einem gefühlten Profiverein zu tun“, sagt Schmitt. „Wir freuen uns darauf und hoffen, dass die Gäste auch viele Zuschauer mitbringen. Das wäre für unsere Mannschaft dann noch ein schöner Rahmen.“ bk