Druck auf junge Mannschaft steigt

Druck auf junge Mannschaft steigt

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 12. Oktober 2018

Weinheim. Nicht schönreden, aber auch nicht zu sehr dramatisieren: Christian Schmitt, Trainer des Fußball-Verbandsligisten TSG 62/09 Weinheim, sieht die jüngste Vorstellung gegen den FV Lauda inzwischen differenzierter. „Die Leistung war schlecht, aber mit ein paar Tagen Abstand können wir das auch einordnen. Natürlich müssen wir anders Fußball spielen und gegen Lauda gewinnen, aber wir wissen auch, wer wir sind. Und wir sind auf jeden Fall nicht als Oberliga-Absteiger einzuordnen“, widerspricht Schmitt der Darstellung von Abteilungsleiter Reiner Werner nach dem Lauda-Spiel. „Wir haben eine ganz junge Mannschaft mit vielen Spielern aus dem Jahrgang 1999 und die unterliegt eben auch Leistungsschwankungen“, sagt Schmitt.

Klar ist für den Trainer indes, dass sein Team nach der Enttäuschung gegen Lauda nun wieder „schnell in die Spur“ kommen muss. „Ergebnistechnisch war das der erste richtige Aussetzer in dieser Saison und die Bonuspunkte, die wir uns gegen den VfB Gartenstadt geholt haben, sind jetzt verspielt.“

Mittlerweile beträgt der Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz nur noch vier Punkte. „Aber es ist immer noch alles im Rahmen“, sagt Schmitt. „Wir wussten von Anfang an, dass es eine harte Runde gibt, wenn der Fünftletzte noch in die Relegation muss.“ Um ein weiteres Abrutschen zu vermeiden, braucht die TSG nach zwei Niederlagen rasch ein Erfolgserlebnis, weiß auch der Trainer. „Wir haben sicher das Potenzial, am Sonntag zu gewinnen.“ In einer erneut richtungsweisenden Partie gastiert Weinheim um 16 Uhr beim Aufsteiger und aktuellen Tabellensechzehnten FC 07 Heidelsheim. „Wenn wir wieder unsere Leistung abrufen, sind drei Punkte drin. Wenn nicht, wird es bei den heimstarken Heidelsheimern schwer, die ihre drei Saisonsiege allesamt zu Hause holten“, sagt Schmitt. Im überaus wichtigen Auswärtsspiel müssen die Weinheimer nach wie vor auf Lorik Bunjaku und Abdullah Köse verzichten, der sich laut Diagnose einen „leichten Bänderanriss“ im Sprunggelenk zugezogen hat. Für Dennis Meis und Kristijan Vidakovic komme ein Einsatz wohl noch zu früh.