Abdullah Köse macht den Unterschied

Abdullah Köse macht den Unterschied

TSG 1862/09 verabschiedet sich mit 1:0(0:0)-Heimsieg gegen SpVgg Durlach-Aue in die Winterpause/Trainer Schmitt und Co-Trainer Yetkin verlängern

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 03. Dezember 2018

Weinheim. Erst drei Punkte eingefahren, nach dem Spiel zur internen Weihnachtsfeier getroffen und am Abend noch den langen Ausklang beim gemeinsamen Klubbesuch genossen: Feierlaune herrschte am Samstag bei den Fußballern der TSG 62/09 Weinheim. Die passende Einleitung dazu lieferte das Verbandsliga-Heimspiel gegen die SpVgg Durlach-Aue. Die Gastgeber behielten sicher etwas glücklich, aber auch nicht unverdient mit 1:0 die Oberhand und verabschiedeten sich mit dem erhofften Erfolgserlebnis in die dreimonatige Winterpause. Danach wird die TSG mit stolzen 31 Punkten als starker Tabellenachter in die restlichen 15 Partien im Jahr 2019 starten und kann damit schon jetzt nahezu sicher für eine weitere Saison in der Verbandsliga planen.
Die ersten wichtigen Weichen sind denn auch schon gestellt worden. Trainer Christian Schmitt und Co-Trainer Deniz Yetkin haben ihr Engagement in Weinheim um ein weiteres Jahr verlängert und werden 2019/20 in ihre dritte Runde mit der TSG 62/09 gehen. Eine Entscheidung, die angesichts der positiven Entwicklung der jungen Mannschaft in dieser Saison nur logisch ist. Und auch die Gespräche mit den Spielern bezüglich der kommenden Saison sind bereits angelaufen. „Mit erfreulich positiver Tendenz“, geht Schmitt davon aus, dass viele wichtige Spieler aus dem aktuellen Kader ihren Weg in Weinheim gemeinsam mit dem Trainerteam fortsetzen.
Zum Jahresausklang gegen Durlach-Aue zeigte sich auch einmal mehr, wer ein ganz wesentlicher Eckpfeiler dieser Mannschaft ist. Abdullah Köse bewies im erst zweiten Spiel nach seiner dreimonatigen Verletzungspause aufgrund eines Bänderrisses im Sprunggelenk und dem kurzen Comeback eine Woche zuvor gegen Heidelberg-Kirchheim, dass er der Mann ist, der den Unterschied machen kann.
In der 60. Minute suchten die Weinheimer endlich einmal schnörkellos und zielgenau den Weg in die Spitze, eingeleitet von Marvin Kaul. Der passte auf Köse, der wiederum drei gegnerische Spieler abschüttelte und den Ball aus 17 Metern mit dem linken Fuß unhaltbar zum Tor des Tages in den Winkel schlenzte – ein wunderschöner Treffer. „Da hat man gesehen, wie sehr uns Abu Köse in vielen Spielen gefehlt hat. Er kann eben praktisch aus dem Nichts noch für einen Erfolg sorgen“, lobte Christian Schmitt. Und auch der „Durlach-Schreck“ selbst freute sich riesig. Bereits im Hinspiel hatte Köse gegen die SpVgg zwei Treffer erzielt und damit maßgeblich für das damalige Remis der Weinheimer verantwortlich gezeichnet. „Auch wenn mir nach der langen Pause natürlich noch einiges fehlt, fühle ich mich wieder fit und gesund und bin richtig heiß zu spielen“, strahlte Köse. „Ich freue mich schon jetzt auf die Saisonfortsetzung im März.“
Köse, zu Spielbeginn noch auf der Bank, kam bereits in der 24. Minute für den TSG-Pechvogel in die Partie. Außenverteidiger Nico Königsmann musste verletzungsbedingt früh passen. Trainer Schmitt stellte daraufhin personell etwas um, beorderte Noureddin Goudar aus dem Mittelfeld zurück in die Viererkette und brachte Köse als belebendes Element für die Offensive.
Das tat in einem insgesamt doch recht sparsamen Duell vor der ebenfalls sparsamen Kulisse von rund 80 Zuschauern im Sepp-Herberger-Stadion auch not. Vor allem in der ersten Halbzeit waren die Weinheimer im Spiel nach vorne sehr harmlos. Den ersten TSG-Torschuss gab Köse in der 43. Minute ab und die einzige Möglichkeit vor der Pause datierte aus der Nachspielzeit, als ein Schuss von Kaul von einem SpVgg-Verteidiger geblockt wurde und Georgios Goulas mit dem Nachschuss den Durlacher Torwart Mathias Dörrich zur ersten Parade des Spiels zwang (45.+1). Bis dahin hatten die Gäste optische Vorteile, allerdings ließ auch die TSG-Defensive kaum etwas zu. Bei drei Torabschlüssen kam die SpVgg bis zum Seitenwechsel ebenfalls nur zu einer nennenswerten Chance durch Atef Attia nach einer Ecke von Yannick Rolf (32.). Den SpVgg-Kapitän ereilte kurz vor dem Halbzeitpfiff das gleiche Schicksal wie Königsmann – er musste den Platz verletzungsbedingt verlassen.
In der zweiten Halbzeit kam nach dem Tor durch Köse etwas mehr Leben ins Spiel. Durlach-Aue musste verstärkt den Weg nach vorne suchen. Der TSG eröffneten sich dadurch für das quirlige Offensiv-Trio mit Köse, Kaul und Aiman Kurt Konterchancen, die allerdings oft nicht gut ausgespielt wurden. Hinten ließ Weinheim aber auch nichts mehr anbrennen. Einzig ein 20-Meter-Freistoß von Fabian Gondorf kurz vor Ende sorgte für Gefahr (90.+4). Danach durfte der TSG-Feiermarathon beginnen. bk

TSG 62/09 Weinheim: Chira; Königsmann (24. Köse), Bunjaku, Kuhn (84. Binder), Romagnolo, Keller, Goudar, G. Goulas, A. Goulas (63. Schneider), Kurt (89. Link), Kaul.
Tore: 1:0 Köse (60.).
Zuschauer: 80.
Bilder zum Spiel:
http://www.tsg6209weinheim.de/leistungsmannschaften/1-mannschaft/bildergalerie-1-mannschaft/