TSG 62/09 Weinheim siegt mit offenem Visier

TSG 62/09 Weinheim siegt mit offenem Visier

Qualität des Fußball-Verbandsligisten setzt sich im Finale des Wintercups beim VfL Birkenau gegen Groß-Rohrheim erst nach Neunmeterschießen durch.

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 02. Januar 2019

Birkenau. Die TSG 62/09 Weinheim kann sich wieder für ein Jahr den Wintercup des VfL Birkenau in die Vitrine stellen. Der nordbadische Verbandsligist gewann das Fußballturnier in der Langenberghalle im Finale gegen Kreisoberligist FC Groß-Rohrheim mit 4:2 (2:2) nach Neunmeterschießen und holte sich auch das Preisgeld von 550 Euro ab.
Die Gastgeber verpassten als Titelverteidiger das Endspiel nur knapp, verloren im Halbfinale gegen Weinheim erst kurz vor Schluss mit 1:2. Für eine Überraschung sorgte vor 450 Zuschauern B-Liga-Tabellenführer ISC Fürth, der sich mit 2:0 gegen den VfL Birkenau den dritten Platz sicherte.
„Wir sind rundum zufrieden“, sagte Birkenaus Sportlicher Leiter Andreas Tschunt, der es auch verschmerzen konnte, dass seine Mannschaft Vierter wurde. „Im Spiel gegen den ISC Fürth war ein wenig die Luft raus. Aber die Jungs haben sich gut verkauft.“
Die Gastgeber hatten durch ein 4:0 gegen den FV Ladenburg II das Halbfinale erreicht. Nicolas Morr, Wichai Schäfer und zwei Kapucu erzielten die Tore. „Gegen Weinheim war es ein Spiel auf Augenhöhe. Durch zwei katastrophale Fehler haben wir uns h selbst geschlagen“, sagte Tschunt. Nico Königsmann hatte die TSG in Führung gebracht, die Erhan Abaza ausglich. Kurz vor Schluss traf Fabrizio Romanoglo zum 2:1 für die Weinheimer.

Köse und Müller ausgezeichnet

Die TSG 62/09 war bis auf zwei U23-Spieler mit ihrer ersten Mannschaft am Start und wurde ihrer Favoritenstellung gerecht. Nicht umsonst wurde auch Abdullah Köse zum besten Spieler des Turniers gewählt. Im Viertelfinale bezwang die TSG den B-Ligisten TSV Weiher, der ebenfalls positiv überraschte, mit 2:0. Der FC Groß-Rohrheim gewann gegen die TSG Lützelsachsen, die mit Philipp Müller den besten Torwart stellte, mit 4:2. Das Endspiel war ausgeglichen. Groß-Rohrheim bestritt das gesamte Turnier mit nur zwei Auswechselspielern, was sich dann kräftemäßig bemerkbar machte. Die Weinheimer Mehmet Batur und Fabrizio Romanoglo drehten die Führung der Alemannia durch Malik Farhan. Haris Hodzic brachte Groß-Rohrheim noch ins Neunmeterschießen, das aber dann verloren ging. „Die Qualität der TSG Weinheim hat sich durchgesetzt, auch wenn beide Mannschaften mit offenem Visier spielten“, sagte Tschunt.
Zur fairsten Mannschaft des Turniers bestimmten die Schiedsrichter Andreas Weichert (Bensheim), Kevin Steinmann (Gronau) und Christoffer Reimund (Zwingenberg) den FSV Zotzenbach. „Unser Turnier gibt es seit 26 Jahren und es wird es sicherlich auch das 27. Jahr geben“, sagte der Sportliche Leiter des VfL: „Wir haben mit 20 Mannschaften wieder unser Ziel erreicht. Vielleicht werden es das nächste Mal auch wieder 24.“ Tschunt hofft, dass künftig wieder mehr Odenwälder Vereine melden, um die badische Präsenz etwas zurückzudrängen. „Aber es ist nicht so einfach, die Spieler zu bekommen. Das haben wir auch selbst erfahren müssen, als nach der Vorrunde welche in Urlaub gingen“, sagte Tschunt. Im Gegensatz zum Jubiläumsturnier, als es im Viertelfinale des VfL Birkenau gegen Türspor Beerfelden zu einem Tumult kam, blieb diesmal alles ruhig. Es gab keine Rote Karte und keine schwerwiegenden Verletzungen. „Das ist doch auch ein Erfolg“, meinte Tschunt. beg