Geduld ist keine Tugend der Jugend

Geduld ist keine Tugend der Jugend

TSG 62/09 erwartet morgen den direkten Tabellennachbarn FC Olympia Kirrlach zum Auftakt dreier richtungsweisender Spiele für den Klassenerhalt

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 12. April 2019

Weinheim. Die kommenden drei Spiele in der Fußball-Verbandsliga werden absolut richtungsweisend für die TSG 62/09 Weinheim. Am Samstag gegen den oberen Tabellennachbarn FC Olympia Kirrlach sowie anschließend gegen die aktuell auf direkten Abstiegsplätzen stehenden Mannschaften des FV Lauda und des FC 07 Heidelsheim könnten die Weinheimer die allerletzten Zweifel am Klassenerhalt beseitigen. Vorausgesetzt, sie holen dabei die nötigen Punkte. „Wir haben zwar immer noch ein Polster gegenüber den Abstiegsrängen und auch die zuletzt ordentliche Leistung gegen Tabellenführer Gartenstadt zeigte, dass wir ganz unten nichts zu suchen haben. Aber wir müssen in den nächsten drei Spielen dringend etwas holen“, fordert Christian Schmitt.
Dabei hat der TSG-Trainer auch die ernüchternde Vorrundenbilanz aus den drei Spielen gegen Kirrlach, Lauda und Heidelsheim noch klar vor Augen. „Im vergangenen Jahr haben wir aus diesen Partien nur einen einzigen Punkt geholt. Das darf uns nicht wieder passieren. Denn sollte die Ausbeute diesmal genauso ausfallen, wären wir plötzlich wieder richtig drin im Abstiegskampf“, warnt Schmitt.
Bevor es am Ostermontag nach Lauda geht und danach das Heimspiel gegen Heidelsheim wartet, gilt die ganze Konzentration erst einmal dem morgigen Heimspiel um 15.30 Uhr im Sepp-Herberger-Stadion gegen den FC Olympia Kirrlach. Momentan stehen beide Kontrahenten punktgleich auf den Tabellenplätzen elf und zwölf.
„Kirrlach ist ein Gegner, der uns gar nicht liegt – das wird für uns ein ganz harter Brocken“, sagt Schmitt auch angesichts der hohen Vorrundenniederlage, als die Weinheimer beim FCO mit 0:4 die Segel streichen mussten. „Da haben wir uns naiv angestellt und sind ausgekontert worden“, erinnert sich der TSG-Trainer. „Für das Rückspiel müssen wir uns etwas einfallen lassen und vor allem unsere Fehler und Ballverluste minimieren – und wir müssen geduldig spielen.“ Das falle gerade Mannschaften mit vielen jungen Spielern wie der TSG nicht immer leicht, weiß Schmitt und formuliert es poetisch: „Geduld ist nicht unbedingt die Tugend der Jugend.“
Auf jeden Fall dürften seine Jungs gegen Kirrlach nicht erneut „ins offene Messer laufen“, sagt Schmitt. Der FC Olympia agiere aus einer kompakten Defensive mit Fünferkette heraus und verfüge im Angriff mit dem torgefährlichen Andre Redekop und dem oberligaerfahrenen Alexander Zimmermann, der im Hinspiel alleine drei Treffer gegen Weinheim erzielte, über starke Stürmer, warnt der TSG-Trainer. Verzichten muss Weinheim morgen ausgerechnet auf Patrick Morscheid, der in der kommenden Saison genauso wie Abdullah Köse von der TSG nach Kirrlach wechseln wird. Leichte Fragezeichen stehen noch hinter den angeschlagenen Kristijan Vidakovic und Muhammed Çalhanoglu.
Vor einer Pflichtaufgabe steht am Samstag um 15.30 Uhr der Tabellendritte FV Fortuna Heddesheim in der Partie beim abgeschlagenen Schlusslicht SG Heidelberg-Kirchheim, das auch rechnerisch fast schon als erster Direktabsteiger in die Landesliga feststeht. bk