Der Abstiegskampf spitzt sich zu

Der Abstiegskampf spitzt sich zu

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 29. März 2018

Weinheim. Eine „englische Woche“ steht den Oberliga-Fußballern der TSG 62/09 Weinheim bevor. Zum Auftakt gibt es zwei Heimspiele in Folge. Am Samstag um 15 Uhr erwartet das Schlusslicht den Tabellensiebten Neckarsulmer Sport-Union im Sepp-Herberger-Stadion. Am Mittwoch, 4. April, 19 Uhr, kommt es im Nachholspiel zum richtungsweisenden „Kellerduell“ gegen den Tabellenvorletzten FC Astoria Walldorf II.

Im günstigsten Fall könnte in dieser Saison sogar der 17. Tabellenplatz zum Klassenerhalt reichen, da mit dem angekündigten Rückzug des Karlsruher SC II einer von vielleicht nur zwei Absteigern bereits feststeht. Derweil hat sich in dieser Woche der SV Sandhausen gegenüber unserer Zeitung zu Wort gemeldet, um die von der TSG Weinheim ins Gespräch gebrachten „ernsthaften Spekulationen“ zurückzuweisen, dass der Zweitligist eventuell seine U23-Mannschaft ebenfalls abmelden könnte (wir berichteten). „Diese Spekulationen haben nichts mit der Realität zu tun“, teilte SVS-Pressesprecher Markus Beer auf Anfrage unserer Lokalsportredaktion mit. „Die U 23 spielt in den Planungen des SV Sandhausen als qualitativ hochwertiger Unterbau weiterhin eine gewichtige Rolle. Aus diesem Grund werden wir auch mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, den Klassenerhalt in der Oberliga zu realisieren.“

Eine Diskussion, die TSG-Trainer Christian Schmitt ohnehin nicht zu hoch hängen will. „Es interessiert uns nicht so sehr, was in Sandhausen passiert. Fakt ist, dass wir nach unserem hochverdienten 3:1-Sieg am vergangenen Samstag bei der U 23 nur noch sechs Punkte hinter Sandhausen liegen und wir es noch aus eigener Kraft schaffen können, Sandhausen und Walldorf einzuholen.“ Das primäre Ziel bleibe weiterhin, den letzten Tabellenplatz zu verlassen. Was dies am Saisonende bedeuten könnte, bleibt nach wie vor offen. „Wir sagen ja schon die ganze Runde über, dass man eigentlich nicht auf die Tabelle schauen soll. Sogar nach dem letzten Spieltag wird noch nicht sicher feststehen, wer wirklich absteigen muss“, sagt Schmitt auch mit Blick auf die erst danach folgenden Aufstiegsspiele des Oberliga-Vizemeisters.

Bevor es am Mittwoch zum heißen Derby gegen Walldorf kommt, wartet am Samstag die schwere Aufgabe gegen Neckarsulm. „Das Hinspiel haben wir zwar mit 1:4 verloren, aber zwischenzeitlich stand es 1:1 und wir sind erst durch ein äußerst kurioses Eigentor auf die Verliererstraße gekommen“, sieht Schmitt seine Mannschaft nicht chancenlos. Eventuell könnte am Samstag die gleiche Mannschaft beginnen, die zuletzt in Sandhausen überzeugte, vielleicht werde aber auch angesichts der „englischen Woche“ schon der eine oder andere Spieler für die Mittwoch-Partie geschont, lässt sich der TSG-Trainer bewusst mehrere Optionen offen.

Zumal der angeschlagene Innenverteidiger Georgios Roumeliotis am Samstag eventuell eine Pause erhält. Dafür könnte der zuletzt eine Woche suspendierte und dann in der zweiten Mannschaft zum Einsatz gekommene Tolga Karlidag durchaus wieder ins Oberliga-Team zurückkehren. „Seine Denkpause ist beendet und Tolga steht wieder zur Disposition“, verkündete Trainer Schmitt gestern. bk