Jetzt warten Topteams aufs Schlusslicht

Jetzt warten Topteams aufs Schlusslicht

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 20. April 2018

Weinheim. „Es ist nicht mehr realistisch, dass wir acht Punkte aufholen können.“ Christian Schmitt, Trainer des Fußball-Oberligisten TSG 62/09 Weinheim, blickt den Tatsachen ins Auge. Der Rückstand des Schlusslichts auf den Tabellenvorletzten SV Sandhausen U 23 ist in dieser Woche auf acht Punkte angewachsen, nachdem die Zweitliga-Reserve ihr Nachholspiel beim FC Nöttingen überraschend mit 3:1 gewann. Somit ist der Abstieg in die Verbandsliga für die Weinheimer wieder ein Stück wahrscheinlicher geworden.

Zumal für die TSG in den beiden kommenden Partien nichts zu holen sein dürfte. Zunächst gastiert Weinheim morgen um 15.30 Uhr beim Tabellenvierten SGV Freiberg, der nach Punkten gleichauf mit dem Tabellenzweiten FC 08 Villingen liegt und somit noch alle Chancen im Aufstiegsrennen hat. Am darauffolgenden Samstag kommt dann kein Geringerer als der souveräne Spitzenreiter TSG Balingen ins Sepp-Herberger-Stadion.

17 Spieler stehen bereits fest

Unbeeinflusst von der momentanen sportlichen Situation basteln die Weinheimer weiterhin mit Hochdruck an ihrem Kader für die neue Saison 2018/19 voraussichtlich in der Verbandsliga. Mittlerweile stehen fünf Zugänge, darunter zwei aus der eigenen Jugend, fest. Und zwölf Spieler aus dem aktuellen Kader haben ihren Vertrag verlängert (siehe Übersicht in der Infobox). Dazu gehören allerdings noch nicht Torjäger Yigzaw „Gisi“ Tesfagaber und Leon Koppisch, die ursprünglich schon einmal als bleibende Spieler gemeldet waren. „Bei ,Gisi‘ Tesfagaber steht die Unterzeichnung des vorliegenden und auch mündlich zugesagten Vertrags noch aus“, erklärte Schmitt.

Anders ist der Fall bei Leon Koppisch. Der Spieler bat aus privaten Gründen darum, seinen laufenden Vertrag in diesem Monat aufzulösen. „Dieser Bitte von Leon haben wir zugestimmt, wenn auch schweren Herzens“, sagte Schmitt. „Wir hätten mit ihm gerne verlängert.“

Aktuell stellt sich der TSG-Trainer auf eine extrem hohe Hürde am Samstag ein. „Freiberg ist mit das beste Team in der Rückrunde und eine der spielstärksten Mannschaften in der Oberliga“, lobt Schmitt den kommenden Gegner. „Ich würde mich nicht wundern, wenn Freiberg am Ende Tabellenzweiter würde und über die Relegation beste Chancen auf den Aufstieg in die Regionalliga hätte.“

Dabei ist der SGV Freiberg genau wie Weinheim erst in dieser Saison in die Oberliga aufgestiegen. „Das sind aber ganz andere Dimensionen. In Freiberg läuft das schon relativ professionell “, hebt Schmitt den Unterschied zwischen den beiden letztjährigen Verbandsliga-Meistern hervor.

Für seine Mannschaft gehe es am Samstag erneut darum, von einem erstklassig besetzten Gegner mit Ausnahmespielern wie Marcel Sökler, Thomas Gentner oder Marco Pischorn etwas zu lernen, so Schmitt. „Das geht aber nur, wenn wir mutig sind und auch die Zweikämpfe richtig annehmen.“ Verzichten muss die TSG morgen auf Robert Endler (Außenbanddehnung), Mats Gärtner (Blinddarm-OP), Clement Glässer (Sportverbot nach Platzwunde) und den krankgeschriebenen Ylli Cermjani. Der zuletzt mehrere Wochen fehlende „Gisi“ Tesfagaber kann zwar wieder trainieren, ein Einsatz komme vielleicht aber zu früh. bk

TSG-Kaderplanung 2018/19 :

Bisherige Zugänge für die kommende Saison: Patrick Morscheid (FV Brühl), Matthias Kuhn (U 19 SV Waldhof), Mehmet Batur (Ludwigshafener SC), Johannes Halbig, Fabrizio Romagnolo (beide eigene A-Junioren).

Vertrag verlängert: Clement Glässer, Nico Königsmann, Dennis Meis, Lorik Bunjaku, David Keller, Yannick Schneider, Noureddin Goudar, Muhammed Çalhanoglu, Abdullah Köse, Tahircan Acik, Deniz Yetkin, Marc Burger.