Der Spitzenreiter kommt am Sonntag

Der Spitzenreiter kommt am Sonntag

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 31. August 2018

Weinheim. Von der Papierform her ist es das Spitzenspiel am fünften Saisonspieltag in der Fußball-Verbandsliga. Die mit zwei Siegen und zwei Unentschieden gestartete TSG 62/09 Weinheim empfängt als Tabellenvierter den Spitzenreiter SV Sandhausen U 23, der bislang in vier Partien die optimale Ausbeute von zwölf Punkten einfuhr. Da am Samstag auf dem Hauptrasenplatz im Sepp-Herberger-Stadion das vom Fußballkreis Mannheim ausgerichtete Sepp-Herberger-Turnier für D-Junioren stattfindet, trägt der Verbandsligist aus Weinheim sein Heimspiel ausnahmsweise erst am Sonntag aus. Spielbeginn ist um 15.30 Uhr.

Der Begriff „Spitzenspiel“ löst bei TSG-Trainer Christian Schmitt indes ein Schmunzeln aus. „Auch wenn wir noch kein Spiel verloren und bisher acht Punkte geholt haben, muss man doch realistisch sehen, mit wem wir es in den ersten vier Partien zu tun hatten. Wir haben gegen die beiden punklosen Schlusslichter sowie Schwetzingen und Durlach-Aue gespielt, die auch nicht zu den Topmannschaften in der Verbandsliga gehören. Dagegen hatte Sandhausen schon richtig gute Gegner und holte trotzdem vier Siege.“ Für Schmitt sind daher die Rollen am Sonntag klar verteilt. „Die U 23 des SV Sandhausen hat den Anspruch, sofort wieder in die Oberliga zurückzukehren. Und das ist für den Unterbau eines Zweitbundesligisten auch richtig.“

In der zurückliegenden Saison spielten Weinheim und Sandhausen gemeinsam in der Oberliga, beide mussten aber den Abstieg hinnehmen. Während es für die TSG nun darum geht, sich in der Verbandsliga zu etablieren, strebt die U 23 des SVS den direkten Wiederaufstieg an. „Ich habe die Mannschaft von Sandhausen in dieser Saison schon zweimal gesehen und sie ist wesentlich besser und spielstärker als im vergangenen Jahr“, hat Schmitt großen Respekt vor dem Team, in dem immer wieder auch der eine oder andere aus dem Profi-Kader mitwirkt. „Damit ist Sandhausen auch in der Breite überragend besetzt“, so Schmitt.

Daher gibt der TSG-Trainer auch wenig darauf, dass seine Mannschaft in der Runde 2017/18 gegen Sandhausen zweimal gewinnen konnte und somit sechs der insgesamt nur 13 Saisonpunkte in der Oberliga holte. „Derzeit passt von der Spielweise her bei uns vieles noch nicht zusammen“, relativiert Schmitt die aktuelle Bilanz seiner Jungs. „Dass wir trotzdem mit acht Punkten noch ungeschlagen sind, gibt ein bisschen Selbstvertrauen, zumal wir bezüglich Charakter und Mentalität Vorteile gegenüber der letzten Saison haben. Dennoch: Wir müssen jetzt einfach möglichst schnell besser Fußball spielen.“

14. Zugang kommt aus Worms

Dabei soll auch der insgesamt 14. Zugang in dieser Runde behilflich sein. Kurz vor Transferende haben die Weinheimer noch Argirios Goulas aus der U 23 von Wormatia Worms verpflichtet. Er ist der Zwillingsbruder von Georgios Goulas, der zuvor schon bei der TSG angeheuert hatte. Beide stehen am Sonntag zur Verfügung, womit die Weinheimer wieder auf zwei weitere gute Alternativen zurückgreifen können.

Mit den verletzten oder angeschlagenen Lorik Bunjaku, Marvin Kaul, Nico Königsmann, Dennis Meis und Robert Endler fallen wiederum fünf Spieler aus. Fraglich ist zudem ein Einsatz des ersten Saisontorschützen Tahircan Acik, der zwar wieder ins Training eingestiegen ist, aber noch lange nicht bei hundert Prozent angelangt sei.