Dem bestem Spiel folgt erste Niederlage

Dem bestem Spiel folgt erste Niederlage

Spielerisch verbesserte TSG 62/09 Weinheim zeigt sich der U23 des SV Sandhausen beim 1:4 (0:1) lange ebenbürtig, belohnt sich aber nicht

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 03. September 2018

Weinheim. Kirstijan Vidakovic pfefferte seine Schuhe auf den hoppeligen Rasen des Sepp-Herberger-Stadions. Der Kapitän des Fußball-Verbandsligisten TSG 62/09 Weinheim war bedient. „So ein Fehler darf mir nie passieren. Wir haben alles gegeben und gezeigt, dass das ganze Gerede über uns als direkter Wiederabsteiger und so nichts taugt. Wir haben unser bestes Spiel gemacht“, sagte der Defensivmann geknickt. Zehn Minuten vor Schluss hatte Vidakovic den Ball beim Aufbauspiel in der eigenen Hälfte verloren. Das 1:3 durch Prince Jubin besiegelte die erste Saisonniederlage der bis dahin nicht nur tapfer kämpfenden, sondern auch spielerisch sehr gut mithaltenden Weinheimer. Das 1:4 nach Foulelfmeter in der 89. Minute, ebenfalls durch Jubin, ließ das Ergebnis letztlich deutlicher erscheinen, als es die über weite Strecken ausgeglichene Partie auf dem Rasen tatsächlich war.

„Am Ende hat sich bei uns die Fitness durchgesetzt, auch wenn ich bei Weinheim, bis auf den vergebenen Elfmeter keine wirklich klaren Chancen gesehen habe. Und dem Elfmeter ging ein Foul an Jubin voraus, sonst wäre es gar nicht dazu gekommen“, sagte Sandhausens Trainer Kristjan Glibo, der vom Wiederaufstieg nichts wissen will. „Wir denken von Spiel zu Spiel.“

Für Weinheims Trainer Christian Schmitt gehört der SVS ganz klar zu den Mannschaften, die „aufsteigen können und das eigentlich auch müssen.“ Dennoch war er mit dem Auftritt seiner Jungs erstmalig in dieser Runde zufrieden. „Wir wurden weit unter Wert geschlagen, gerade wenn man sieht, welch große Qualität Sandhausen hat. Das hat man insbesondere bei den Standards gesehen.“ Unter anderem bei dem, der zum 1:2 führte. Ioannis Nalbantis hatte in der 72. Minute einen Freistoß zentimetergenau auf den Kopf von Roman Hauk serviert, der mit dem Gegentor die Sturm-und Drangphase der Weinheimer jäh unterbrach. „Bis dahin hatten wir den Gegner ganz gut im Griff. Aber es war klar, dass der SVS durch Standards oder lange Bälle immer gefährlich bleiben würde.“

Das einzige herausgespielte Tor bekamen die 120 Zuschauer in der 31. Minute zu sehen. Nalbantis flankte von linken Seite in die Mitte, die Weinheimer liefen nur mit und Jan Dahlke staubte einen noch von Johannes Halbig parierten Schuss zum 0:1 ab. Weinheims ließ sich nicht entmutigen, auch wenn der erste Schuss aufs Sandhausener Tor ein Elfmeter war, den Schiedsrichter Deppisch nach Foul an Aiman Kurt erst nicht geben wollte, nach Rücksprache mit seinem Assistenten dann aber doch pfiff. Abdullah Köse scheiterte allerdings an Nicolas Kristof (52.). Nur vier Minuten später machte es Kurt dann selbst, als er sich nach Pass von Matthias Kuhn gegen zwei Gegenspieler zum 1:1 durchsetzte. Sandhausen hatte dann aber den längeren Atem. AT

TSG 62/09 Weinheim: Halbig, G.Goulas(78. Lucchese) Köse, Goudar (78.Yücel), Batur(68. Romagnolo), Schneider, Vidakovic, Keller, Kuhn,(84. A.Goulas), Morscheid,  Kurt

Tore: 0:1 Dahlke (31.), 1:1 Kurt (56), 1:2 Hauk (72), 1:3 Jubin (80), 1:4 Jubin (89. Foulelfmeter)

Zuschauer: 120

Bild oben: Schuss von Aiman Kurt zum 1:1

Bilder zum Spiel:

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