TSG 1862/09 Weinheim verdient sich sein Glück

TSG 1862/09 Weinheim verdient sich sein Glück

TSG 62/09 Weinheim – VFB Gartenstadt 1:0(0:0)

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 24. September 2018

Leidenschaftlich kämpfende TSG 62/09 bezwingt den bisher ungeschlagenen Verbandsliga-Spitzenreiter VfB Gartenstadt mit 1:0 und feiert ausgelassen ihr Oktoberfest / Köse verletzt

WEINHEIM. 25 Minuten sah es im Sepp-Herberger-Stadion am Sams­tag nach dem erwarteten Spielver­lauf aus. Verbandsliga-Spitzenreiter VfB Gartenstadt hatte durch Ada­mek, Krohne, Muja und Fetzer nach der wohl schönsten Kombination über die linke Seite durch Makan und Schwöbel die Chance zur frü­hen Führung. Doch die Mannhei­mer nutzten sie nicht. Und die TSG 62/09 Weinheim blieb im Spiel. Und nicht nur das: Für ihren leiden­schaftlichen Kampf belohnten sich die Gastgeber vor 300 Besuchern. Noureddin Goudar traf nach schö­ner Vorarbeit von Marvin Kaul und Flanke von Mehmet Batur zum 1:0 (57.) Und dabei blieb es.
30 gute Minuten für VfB zu wenig
Während Weinheims Trainer Chris­tian Schmitt mit seinen Spielern ju­belnd um die Wette sprang, machte sich Dirk Jörns allein auf in Richtung Kabine. So hatte sich der Weinhei­mer Meistertrainer seine Rückkehr nicht vorgestellt. „Solche Geschich­ten schreibt eben der Fußball. Wir waren nicht so dominant, dass wir zwingend hätten gewinnen müssen und haben es nicht ausgespielt, wie wir es können. 30 Minuten gut spie­len reicht eben nicht“, sagte Jörns nach der ersten Saisonniederlage seiner „Gelben Bären.“
Die fanden den Honigtopf nicht, weil sich ihnen Weinheimer entge­genstellten, die nichts zu verlieren hatten, kämpferisch alles in die Waagschale warfen und auch die Verletzung von Abdullah Köse kurz vor der Pause wegsteckten.
»Gegen den ungeschlagenen Ta­bellenführer zu spielen ist natürlich besonders, da muss man nicht mo­tiviert werden“, sagte Matthias Kuhn, der überall auf dem Platz zu finden war und noch eine extra Por­tion Motivation mitbrachte. Schließlich spielte sein Bruder Christian in Gartenstadts Viererket­te. „Er hat mich im Vorfeld schon ziemlich aufgezogen. Da ging es nur um die Höhe unserer Niederlage. Mal sehen, was ihn das jetzt kostet“, sagte Kuhn, lachte und blickte Rich­tung Oktoberfest, das die Weinhei­mer Fußballabteilung im Herber­ger-Stadion veranstaltete.
„Wir haben nach der Pause Mut gefasst und es geschafft, den Gegner unter Druck zu setzen, weil wir selbst kombinieren konnten“, sagte der überglückliche Noureddin Gou­dar nach seinem ersten Saisontor. Bereits in der 51. Minute hatte der fleißige Aiman Kurt einen Freistoß herausgeholt, mit dem Patrick Mor­scheid VfB-Keeper Dennis Broll zu einer Parade zwang. „Es gab zwar auch auf unserer Seite noch ein paar brenzlige Situationen, aber das wa­ren mehr Zufallsproduktionen, nichts Herausgespieltes mehr“, sag­te TSG-Trainer Christian Schmitt.
Adamek setzte sich einmal gegen Romagnolo durch, sein Pass vors Weinheimer Tor zischte aber an gleich zwei VfBlem vorbei. Maximi­lan Albrecht traf den Ball nicht rich­tig (64.) und Nils Makan setzte einen Kopfball auf die Latte (69.). Das reichte den Gästen nicht, um dem Spiel noch einmal eine Wende zu geben.
„In den ersten 25 Minuten hatten wir Glück, da hat Gartenstadt ge­zeigt welche Qualität die Mann­schaft hat. Uns war klar, dass wir das nur mit Wille und Leidenschaft aus­gleichen können“, sagte Christian Schmitt, der sein Team auch dafür lobte, dass es nach der Verletzung von Abdullah Köse (43.) nicht zu­rücksteckte. Im Gegenteil. „Die Jungs haben noch eine Schippe drauf gelegt, das Herz in beide Hän­de genommen und letztlich auch für Apo Köse gesiegt. Am Ende haben wir uns das Glück auch verdient“.   AT

TSC 62/09 Weinheim: Chira, Köse (43. G. Goulas), Goudar, Batur (89. Königsmann), Kaul (79. A. Goulas), Vidakovic, Keller, Romagnolo, Kuhn, Morscheid, Kurt (86. Lucchese).
Schiedsrichten: Fabian Ebert (Edingen-Neckarhausen)
Tor: 1:0 Goudar (57.).
Zuschauen : 150 plus 150 beim Oktoberfest
Beste Spieler: Kraul, Kuhn, Mann­schaftsleistung – keine.
Schüsse aufs Tor:  6 : 6.
Besonderes Vorkommnis: Abdul­lah Köse muss mit Sprunggelenks­verletzung vom Platz (43.).
Gelbe Karten: Batur Kurt, Kaul, Kuhn – Schwöbel, Fetzer
Bilder zum Spiel:

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