Das undankbarste Spiel der Saison

Das undankbarste Spiel der Saison

TSG 62/09 gastiert morgen beim punktlosen Schlusslicht SG Heidelberg-Kirchheim/Abdullah Köse ist zurück

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 23. November 2018

Weinheim. Es gibt Fußball-Spiele, in denen eine Mannschaft eigentlich nichts zu verlieren hat. Es gibt aber auch solche Spiele, in denen man im Grunde nur verlieren kann. Eine solche Partie wartet am Samstag zum Rückrundenauftakt in der Verbandsliga auf die TSG 62/09 Weinheim. Die Mannschaft von Trainer Christian Schmitt gastiert morgen um 14.15 Uhr beim abgeschlagenen Schlusslicht SG Heidelberg-Kirchheim.

Der Tabellenletzte hat bisher alle 17 Saisonspiele verloren. „Wer als erstes gegen die SGK Punkte abgibt, ist eben der Depp“, weiß Schmitt genau, welch gefährliche Herausforderung auf seine Mannschaft wartet. „Es gibt in jedem Spiel maximal drei Punkte zu vergeben und wenn wir die am Samstag holen, bin ich zufrieden, egal wie deutlich ein Sieg ausfallen sollte.“ Schließlich hat der Weinheimer Trainer auch „großen Respekt“ gegenüber den Kirchheimern. „Sie sind jetzt in einer ähnlichen Situation wie wir in der vergangenen Oberliga-Saison. Wir wissen, wie es ist, Woche für Woche unterlegen zu sein, aber dennoch alles zu probieren, damit es besser wird. Und genau das tut die SG auch.“

Neben einigen deftigen Pleiten bezog das Schlusslicht, das bis zur Winterpause wieder von Ex-Trainer Manuel Wengert gecoacht wird, auch eine Reihe knapper Niederlagen, darunter das 2:3 zum Saisonstart in Weinheim. „Da haben wir uns sehr schwergetan, auch weil wir eine sehr schlechte Sommer-Vorbereitung hatten“, sagt Schmitt. „Inzwischen haben wir uns weiterentwickelt. Allerdings haben wir gegen die Verbandsligisten aus der oberen Tabellenhälfte eine bessere Bilanz als gegen die Mannschaften aus dem unteren Bereich. Das müssen wir am Samstag verbessern.“

Auf ihren zuletzt herausragenden Abwehrchef Kristijan Vidakovic müssen die Weinheimer jedoch verzichten. Der „Kopf der Mannschaft“, so Schmitt, zog sich im Spiel in Zuzenhausen einen Muskelfaserriss zu und wird die beiden Spiele bis zur Winterpause verpassen. Zudem gibt es im Moment viele Fragezeichen. Ob die angeschlagenen oder erkrankten Patrick Morscheid, Yannick Schneider, Marvin Kaul und Fabrizio Romagnolo einsetzbar sind, ist offen. Mehmet Batur fällt krankheitsbedingt sicher aus.

Auf der anderen Seite gibt es die Hoffnung auf eine lang ersehnte Rückkehr: Spielmacher Abdullah Köse hat seine Verletzung auskuriert, ist wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen und könnte am Samstag in den Kader rücken. bk