Gutperle Cup: Lützelsachsen ist erneut der Hallenkönig

Gutperle Cup: Lützelsachsen ist erneut der Hallenkönig

Sehr emotionsgeladenes Duell in der Zwischenrunde

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 07. Januar 2019

Weinheim. Schon wieder haben die Fußballer der TSG Lützelsachsen dem großen Nachbarn TSG 62/09 Weinheim ein Schnippchen geschlagen. Bei der 14. Auflage des Gutperle-Cups, den die Weinheimer am Dreikönigstag in der Sporthalle der Dietrich-Bonhoeffer-Schule ausrichtete, setzten sich die Lützelsachsener erneut die Krone auf. Der Kreisligist schlug gestern Abend im Finale den zwei Klassen höher angesiedelten Verbandsligisten mit 1:0. Bereits in der Zwischenrunde hatte Lützelsachsen in einem mit vielen Emotionen behafteten Duell gegen Weinheim mit 3:1 die Oberhand behalten. Das zweite Aufeinandertreffen blieb dann trotz seiner Tragweite im Endspiel zum Glück deutlich unaufgeregter.

Lützelsachsen hatte allerdings hart zu kämpfen, um überhaupt ins Finale einzuziehen. In der Vorschlussrunde setzte sich die TSG nach einem 3:3 nach zwölfminütiger Spielzeit erst im Neunmeterschießen mit 7:5 gegen den SV Anatolia Birkenau durch. Klarer verlief das zweite Halbfinale, in dem sich der Turnierfavorit TSG 62/09 Weinheim mit 5:2 gegen Phönix Mannheim behauptete.

Im „kleinen Finale“ einigten sich beide Vereine, die Partie gleich im Neunmeterschießen zu entscheiden. Dabei hatte Phönix Mannheim mit 4:2 die Nase vorn, für den SV Anatolia Birkenau blieb somit der undankbare vierte Platz.

Beim Endspiel kochte die Stimmung auf den Rängen noch einmal hoch. Lützelsachsen ging durch einen von Robert Spahn verwandelten Neunmeter mit 1:0 in Führung. Diesen Vorsprung brachte der Titelverteidiger von 2017 – im Vorjahr konnte der Cup nicht ausgetragen werden – über die Zeit, auch dank des überragenden Torhüters Fabian Gutfleisch. Die Weinheimer hatten 70 Sekunden vor Schluss noch einmal Pech mit einem Lattentreffer von Noureddin Goudar.

Schon in der Vorrunde zeigten sich die Mannschaften sehr torhungrig. Das war zu einem großen Teil auch der Vollbande rund ums Spielfeld zu verdanken, wodurch sich Tempo und Spielfluss deutlich erhöhen. Die Zuschauer freute es, alleine in den 18 Vorrundenbegegnungen durften insgesamt 82 Treffer bejubelt werden – im Schnitt gut 4,5 Tore pro Partie. In vier Begegnungen fielen jeweils sogar acht Treffer. Der höchste Tagessieg gelang dem FC Fürth beim 8:0 gegen den VfL Birkenau. Die Mannschaft mit dem lautstärksten Anhang, der SV Anatolia Birkenau, startete mit einem furiosen 6:2 gegen die TSG 62/09 Weinheim II in das Turnier. Und jeweils mit 5:3 schlugen die A-Junioren der TSG 62/09 Weinheim, die es bis in die Zwischenrunde schafften, den VfL Birkenau sowie die TSG 62/09 Weinheim I den TSV Amicitia Viernheim.

Für die drei klassentiefsten Mannschaften von der Bergstraße war erwartungsgemäß bereits nach der Vorrunde Schluss. Dabei zogen sich A-Ligist SG Hohensachsen und B-Ligist TSG Lützelsachsen II, der eingesprungen war, um das Teilnehmerfeld mit zwölf Teams zu komplettieren, durchaus achtbar aus der Affäre. Beide belegten in ihren Gruppen den dritten Platz.

Etwas mehr Lehrgeld musste der neu gegründete SC United Weinheim bei seiner Premiere im Rahmen des Gutperle-Cups zahlen. Der B-Ligist kassierte in seiner Gruppe gegen jeweils zwei Klassen höher angesiedelte Gegner drei Niederlagen – und auch ein eigener Treffer blieb dem Vorzeigeklub in Sachen Integration diesmal noch verwehrt.

Die Zwischenrunde wurde von einem emotionsgeladenen Derby zwischen der TSG 62/09 Weinheim und der TSG Lützelsachsen geprägt, wobei sich der gastgebende Verbandsligist dem Kreisligisten mit 1:3 geschlagen geben musste. Lützelsachsen sicherte sich somit den Gruppensieg, beide Teams zogen aber ins Halbfinale ein. Für die Weinheimer A-Junioren war hier ebenso Endstation wie in der anderen Zwischenrundengruppe etwas überraschend für den hessischen Gruppenligisten FC Fürth, der den Kreisligisten Phönix Mannheim und SV Anatolia Birkenau den Vortritt ins Halbfinale lassen musste.

Zum Abschluss des Turniers gab es auch noch zwei besondere Auszeichnungen für den besten Torschützen Anil Güner (Anatolia Birkenau/sechs Treffer) und den besten Torhüter Fabian Gutfleisch (TSG Lützelsachsen). bk

Bilder zum Turnier gibt es hier:

https://www.tsg6209weinheim.de/aktuelles/impressionen/

Vorrunde

Gruppe A
1. TSG Lützelsachsen I 7:2       9
2. Anatolia Birkenau 12:4       6
3. TSG 62/09 Weinheim II 7:9       3
4. SC United Weinheim 0:11     0

Gruppe B
1. FC Fürth 12:1       9
2. TSG 62/09 Weinheim U 19 7:6       6
3. TSG Lützelsachsen II 2:4       1
4. VfL Birkenau 5:15     1

Gruppe C
1. TSG 62/09 Weinheim I 14:5       9
2. Phönix Mannheim 6:5       6
3. SG Hohensachsen 3:9       3
4. TSV Amicitia Viernheim 7:11     0

Zwischenrunde

Gruppe 1
Lützelsachsen – TSG Weinheim U 19 4:1
TSG Weinh. U 19 – TSG Weinheim I 0:4
TSG Weinheim I – TSG Lützelsachsen 1:3
1. TSG Lützelsachsen 7:2       6
2. TSG 62/09 Weinheim I 5:3       3
3. TSG 62/09 Weinheim U 19 1:8       0

Gruppe 2
Anatolia Birkenau – FC Fürth 4:3
FC Fürth – Phönix Mannheim 0:3
Phönix Mannheim – Anat. Birkenau 2:1
1. Phönix Mannheim 5:1       6
2. Anatolia Birkenau 5:5       3
3. FC Fürth 3:7       0

Finalrunde

Halbfinale
Lützelsachsen – Anat. Birkenau 7:5 n.9m
Phönix Mannheim – TSG Weinheim I 2:5

Spiel um Platz 3
Anat. Birkenau – MFC Phönix 2:4 n.9m

Endspiel
TSG Lützelsachsen – TSG Weinheim I 1:0