Hohe Hürde gegen Mannschaft der Stunde

Hohe Hürde gegen Mannschaft der Stunde

TSG 1862/09 vor Reifeprüfung gegen zwei Spitzenteams der Verbandsliga

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 29. März 2019

Weinheim. Zwei extrem hohe Hürden liegen jetzt vor der TSG 62/09 Weinheim. Zunächst wartet am Samstag um 15.30 Uhr das schwere Heimspiel gegen den ATSV Mutschelbach, die Mannschaft der Stunde in der Fußball-Verbandsliga. Eine Woche später muss die TSG im Derby beim Spitzenreiter VfB Gartenstadt antreten. „Mutschelbach und Gartenstadt sind für mich aktuell die zwei besten Mannschaften in der Verbandsliga“, hat TSG-Trainer Christian Schmitt großen Respekt vor den kommenden Gegnern. „Und Mutschelbach ist für mich auch der Favorit auf den zweiten Tabellenplatz.“
In der Tat wartete das Team aus Karlsbad zuletzt mit famosen Leistungen auf. Mutschelbach schlug in den ersten drei Partien nach der Winterpause die Topteams SV Sandhausen U 23, Astoria Walldorf II und zuletzt Fortuna Heddesheim und schob sich mit der optimalen Ausbeute von neun Punkten bereits auf den fünften Tabellenplatz vor. Dabei hat der ATSV sogar noch ein Nachholspiel in der Hinterhand. Sollte auch das Duell gegen Bilfingen gewonnen werden, wäre Mutschelbach schon Tabellendritter. In der vergangenen Saison dominierte die Mannschaft als Meister die Landesliga Mittelbaden und hat sich als Aufsteiger noch einmal hochkarätig verstärkt, um auch in der Verbandsliga ganz oben mithalten zu können.
„Der ATSV ist durchweg gut besetzt, auch in der Breite, und verfügt mit Dietmar Blicker über einen sehr guten Trainer“, lobt Christian Schmitt. „In Mutschelbach ist auch bezüglich des Sportgeländes und der Infrastruktur enorm professionell gearbeitet worden und die Zusammenstellung der Mannschaft hat Hand und Fuß.“ Aus einem geschlossen starken Team ragen aus Sicht des TSG-Trainers im Angriff Toptorjäger Tobias Stoll und der ebenfalls oberligaerfahrene Ex-Weinheimer Erich Strobel sowie im Mittelfeld „Ideengeber“ Simon Markovic und Sebastian Weizel in der Sechserrolle heraus. „Aber auch auf den Außenbahnen ist Mutschelbach hervorragend besetzt. Wir müssen uns auf einen Gegner mit hoher Dynamik und sehr viel Tempo im Spiel einstellen“, sagt Schmitt.
Der TSG-Trainer sieht seine Mannschaft morgen als „krasser Außenseiter“, ist aber dennoch weit davon entfernt, die Flinte bereits ins Korn zu werfen. Schließlich haben die Weinheimer in dieser Saison gerade zu Hause schon dem einen oder anderen hohen Favoriten ein Bein gestellt. Zuversicht gibt ferner die Rückkehr des zuletzt schmerzlich vermissten Abdullah Köse. Während Patrick Morscheid weiterhin verletzt ausfällt, besteht bei Marvin Kaul zumindest etwas Hoffnung. Das Stürmertalent ist am Dienstag wieder ins Training eingestiegen. Ob es bereits gegen Mutschelbach zu einem Einsatz reicht, bleibt indes abzuwarten. bk