U23: Ein Duell mit besonderen Emotionen

U23: Ein Duell mit besonderen Emotionen

TSG 1862/09 II empfängt am Sonntag FV Leutershausen zum brisanten Derby

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 29. März 2019

Bergstraße. Wenn die TSG 62/09 Weinheim II und der FV Leutershausen am Sonntag in der Fußball-Kreisliga aufeinandertreffen, ist es für viele Beteiligte auf beiden Seiten „das“ Spiel der Saison. Schließlich schwingen beim Bergstraßen-Derby jede Menge Emotionen mit. In den Reihen des FV Leutershausen stehen aktuell gleich acht Mann, die früher das Trikot der TSG 62/09 trugen. Auf der anderen Seite werden die Weinheimer gegen ihre ehemaligen und langjährigen Mitstreiter ebenfalls besonders motiviert sein, wobei auch TSG-Spieler Louis Leistikow auf seinen Ex-Verein Leutershausen trifft. Spielbeginn im Sepp-Herberger-Stadion ist am Sonntag um 15 Uhr.
„Nach unserem Abschied im Juni 2017 kehren wir jetzt erstmals zu einem Punktspiel nach Weinheim zurück“, hebt FVL-Spielertrainer Stefan Matthes die besondere Bedeutung der Partie hervor. „Wenn es gegen die TSG geht, dann muss mich keiner extra motivieren“, gibt sich der 29-jährige Matthes, der selbst 13 Jahre lang für Weinheim Fußball spielte, gewohnt angriffslustig. „Ganz egal, was früher war, ich bin jetzt Spieler und Trainer des FV Leutershausen und will am Sonntag unbedingt gewinnen.“
Allerdings bangen die Gäste um den Einsatz mehrerer Leistungsträger. Dennis Kupfer fällt mit einem Muskelfaserriss definitiv aus. Fragezeichen stehen ferner hinter Frieder Pfefferle (Weisheitszahn-OP), Sabri Dalman, Nicolas Merkel (beide Leistenzerrungen) und Nico Manu (Kniebeschwerden). „Jeder ist aber heiß, gegen Weinheim zu spielen und wird daher alles versuchen“, hofft Matthes, dass sich die Ausfälle in Grenzen halten. Auf der anderen Seite rechnet der FVL erneut mit einer Weinheimer Mannschaft, die viel Unterstützung aus dem Verbandsliga-Kader erhalten wird. „Das war zuletzt ja schon Wahnsinn“, sagt Matthes zum Aufgebot der TSG 62/09 II beim 3:1-Sieg gegen Hockenheim. „Wenn man Torhüter Johannes Halbig noch dazuzählt, standen sieben Spieler aus der ersten Mannschaft auf dem Platz. Vielleicht stellt die TSG gegen uns ja sogar elf Mann aus dem Verbandsliga-Kader.“
Dass es erneut „Hilfe von oben“ geben könne, will der neue TSG-Trainer Volkan Koc, der seit zwei Wochen zusammen mit Volkan Erdinc das Kommando bei den Weinheimern übernommen hat, nicht von der Hand weisen. „Wir lehnen sicher keine Unterstützung ab. Allerdings müssen wir abwarten, wie das Spiel der ersten Mannschaft am Samstag läuft. Schließlich handelt es sich um lauter U23-Spieler, die bei uns aushelfen, und da müssen wir schon aufpassen, dass die Belastung nicht zu hoch wird“, sagt Koc, der auch die gute Zusammenarbeit mit Erstmannschaftstrainer Christian Schmitt lobt. Beide kennen sich gut durch ihre Zeit bei Starkenburgia Heppenheim.
„In der Situation, in der wir uns befinden, haben wir jedenfalls nicht viel Spielraum“, weiß Koc angesichts des weiterhin akut abstiegsgefährdeten 13. Tabellenplatzes seiner Mannschaft. „Wir müssen auch gegen Leutershausen punkten.“ Bis auf die aus Urlaubs- oder beruflichen Gründen fehlenden Mert Aydin und Maurice Kühnl sollten bei der TSG alle Mann an Bord sein. „Ich erwarte ein spannendes, von beiden Seiten sehr offensiv geführtes Spiel“, sagt Koc.bk