Wiedersehen weckt viele Erinnerungen

Wiedersehen weckt viele Erinnerungen

TSG 1862/09 gastiert beim Spitzenreiter VFB Gartenstadt und trifft auf Ex-Trainer Dirk Jörns

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 05. April 2019

Weinheim. Ende Mai 2017 feierte die TSG 62/09 Weinheim unter Trainer Dirk Jörns die Meisterschaft in der Fußball-Verbandsliga. Anschließend trennten sich die Wege von Verein und Meistercoach. Ähnliches könnte sich zwei Jahre später wieder zutragen. Im Moment führt der VfB Gartenstadt mit sechs Punkten Vorsprung souverän die Tabelle in der Verbandsliga an. Gut möglich also, dass sich Jörns erneut mit dem Meistertitel verabschiedet. Der 42-jährige Trainer, der im Moment gerade seinen B-Lizenz-Schein an der Sportschule Schöneck macht, wird nach der Saison bekanntlich von Gartenstadt zum Liga-Konkurrenten Fortuna Heddesheim wechseln.
Bevor es so weit ist, gibt Jörns aktuell mit Gartenstadt die gleichen Ziele aus wie seinerzeit bei seinem schon zur Rückrunde feststehenden Abschied aus Weinheim. „Wir wollen mit dem VfB alles ausschöpfen und die Runde so erfolgreich wie möglich abschließen. Unser Ziel ist die Meisterschaft“, betont Jörns. Am Sonntag um 15 Uhr kommt es zum Wiedersehen mit Weinheim, wenn die TSG 62/09 in Gartenstadt antritt. „Die TSG von heute hat ja mit dem, was wir 2017 zurückgelassen haben, nichts mehr zu tun. Von daher gehe ich in dieses Spiel wie in jede andere Begegnung“, sagt Jörns. In Gartenstadt wird es für die Gäste indes nicht nur ein Wiedersehen mit dem Ex-Trainer, sondern auch mit vielen ehemaligen Spielern geben. Patrick Geissinger, Timo Gebhardt, Marcel Schwöbel, Andreas Adamek und Nils Makan gewannen 2017 mit der TSG den Meistertitel. Hinzu gesellt sich Tim Krohne, der mit Weinheim auch schon einige Jahre in der Oberliga gespielt hatte.
Klar ist inzwischen auch, dass Gartenstadt nach dieser Saison – unabhängig vom Meistertitel – ein großer Umbruch bevorsteht. „Fünf, sechs Spieler werden mit mir nach Heddesheim gehen“, erklärt Jörns, ohne bereits konkrete Namen zu nennen. Dem Duell mit Weinheim sieht er jedenfalls mit Respekt entgegen. „Die TSG hat Qualitäten und hat es immer wieder geschafft, gerade gegen vermeintlich stärker besetzte Mannschaften Punkte zu holen. Außerdem haben wir das Hinspiel in Weinheim mit 0:1 verloren.“
Das weiß auch TSG-Trainer Christian Schmitt. „Im Hinspiel haben wir es richtig gut gemacht und der VfB hatte nicht seinen besten Tag. Darauf müssen wir auch am Sonntag hoffen. Denn wenn Gartenstadt einen guten Tag erwischt, wird es für uns wohl nicht reichen.“ Angesichts der beeindruckenden Serie des VfB, der unter anderem alle fünf Spiele nach der Winterpause gewann, fährt Schmitt mit seiner Mannschaft „demütig“ nach Gartenstadt. „Die Spiele gegen Sandhausen und Mutschelbach haben es zuletzt gezeigt: Gegen Spitzen-Teams reicht es eben nicht, nur ordentlich mitzuspielen. Da müssen wir schon über uns hinauswachsen, um etwas holen zu können.“
Seine Mannschaft habe am Sonntag nichts zu verlieren, sagt Schmitt. „Die Jungs bekommen die Chance, sich gegen den zu Hause ungeschlagenen Tabellenführer zu beweisen.“ Bei der TSG ist der seit der Winterpause fehlende Patrick Morscheid wieder ins Training eingestiegen und eventuell eine Option. Am Saisonende wird Morscheid die Weinheimer nach einem Jahr allerdings verlassen. Er wechselt zusammen mit seinem Teamkollegen Abdullah Köse zum Ligakonkurrenten FC Olympia Kirrlach. bk