U23: Im Derby gibt es keine Geschenke

U23: Im Derby gibt es keine Geschenke

Zum Saisonausklang in der Kreisliga steht TSG 62/09 II zu Hause gegen TSG Lützelsachsen unter Druck

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 31.Mai 2019

Bergstraße. Geschenke werden mit Sicherheit nicht verteilt, wenn es am Samstag zum Saisonfinale in der Fußball-Kreisliga noch zu einem richtig prickelnden Derby kommt. Um 17 Uhr trifft die TSG 62/09 Weinheim II im Sepp-Herberger-Stadion auf die TSG 91/09 Lützelsachsen. Für die Gastgeber geht es dabei um alles: Nur mit einem Sieg kann der Tabellenzwölfte aus eigener Kraft den Klassenerhalt perfekt machen. Bei einem Unentschieden oder einer Niederlage droht dagegen der Abstieg, sollte der aktuelle Tabellendreizehnte SC 08 Reilingen im Parallelspiel beim bereits als Meister feststehenden FK Srbija Mannheim gewinnen.

Die Weinheimer müssen im Derby also alles in die Waagschale werfen, betont auch Trainer Volkan Koc. „Wir wollen uns nicht auf Schützenhilfe von Srbija Mannheim verlassen, sondern unser Spiel gegen Lützelsachsen auf jeden Fall gewinnen.“ Koc betrachtet das Derby als echtes Finale. „Wir haben unseren Jungs beim vorletzten Saisonspiel gegen Turanspor Mannheim gesagt, das ist ein Halbfinale. Wenn wir verlieren, scheiden wir aus. Da wir aber einen Sieg geholt haben, wartet auf uns jetzt das Finale.“

Das Derby an sich biete allein schon genug Motivation, nun geselle sich noch der besondere Charakter zum Saisonabschluss hinzu, meint Koc. „Bekanntlich ist die Rivalität zwischen Weinheim und Lützelsachsen sehr groß. Wir gehen deshalb fest davon aus, dass wir nichts geschenkt bekommen.“

Personell kann die TSG 62/09 diesmal höchstens auf ein oder zwei A-Jugend-Spieler zurückgreifen, da die A-Junioren ihrerseits am Samstag noch ihr abschließendes Saisonspiel zu absolvieren haben. „Notfalls werden wir uns auch selbst noch auf die Bank setzen“, sagt Koc über sich und seinen Trainerkollegen Volkan Erdinc.

Auf der anderen Seite hat die TSG Lützelsachsen bereits die Vizemeisterschaft sicher und wird in die Relegationsspiele zur Landesliga gehen. Erster Gegner wird dort am Pfingstmontag auf neutralem Platz der SV Rohrbach/S. sein, Vizemeister der Kreisliga Sinsheim.

Nur noch rein theoretisch kann der Tabellendritte TSV Amicitia Viernheim an der TSG vorbeiziehen. Dazu müsste Lützelsachsen morgen verlieren und die Viernheimer ihr Spiel gegen den Tabellenvierten SpVgg Wallstadt mit 20 Toren Differenz gewinnen. Ein Ding der Unmöglichkeit. Das sieht offenbar auch der Fußballkreis Mannheim so, der es den Viernheimern erlaubte, ihre Partie gegen Wallstadt im Gegensatz zu allen anderen Begegnungen des letzten Spieltags auf Sonntag, 18 Uhr, zu verlegen.

„Wir wollen mit einem guten Gefühl in die Relegation gehen und streben daher drei Punkte in Weinheim an“, sagt Lützelsachsens Trainer Rick Hutter. „Wir haben zuletzt bei unserer Niederlage gegen Hockenheim ganz sicher nicht gegen Weinheim gespielt. Aber wir werden am Samstag auch nicht für Weinheim spielen, sondern wollen unser Ding durchziehen. Schließlich ist es unser Ziel, so viele Spiele wie möglich zu gewinnen – das gilt natürlich insbesondere für Derbys.“

Lützelsachsen muss allerdings auf drei Spieler verzichten. Für Philipp Trautmann (Sehnenanriss) und Kevin Funder, der nach seiner langen Verletzung noch nicht wieder Tritt gefasst hat, ist die Saison bereits beendet. Stefan Schröder plagt sich mit einer Zerrung und wird gegen Weinheim nicht zum Einsatz kommen. Bei ihm hofft Hutter noch, dass es für die Relegation reicht.