Die Jagd auf die Punkte wird eröffnet

Die Jagd auf die Punkte wird eröffnet

TSG 62/09 startet am Sonntag mit Heimspiel gegen TSV Wieblingen in die neue Saison

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 05. August 2019

Weinheim. Auf viele Neuerungen müssen sich die Fans der TSG 62/09 Weinheim in der am Wochenende beginnenden Saison in der Fußball-Verbandsliga einstellen. Das betrifft nicht nur die 14 Zugänge, die den Kader von Trainer Christian Schmitt ergänzen.
Die gravierendste Veränderung gibt es bei den Heimspielen. Die TSG hat sich dazu entschieden, ihre Begegnungen im Sepp-Herberger-Stadion in der Spielzeit 2019/20 generell sonntags auszutragen. Der angestammte Samstag-Termin als Alleinstellungsmerkmal an der Bergstraße wird aufgegeben. Nun finden die Heimspiele der ersten Mannschaft sonntags um 15 Uhr nach den Partien der zweiten Mannschaft in der Kreisklasse A statt, die wiederum bereits um 12.30 Uhr angepfiffen werden. Der Verein erhofft sich dadurch mehr Zuschauer im Sepp-Herberger-Stadion.
Ob diese Rechnung aufgeht, könnte sich zum ersten Mal am Kerwe-Sonntag zeigen, wenn die Weinheimer um 15 Uhr zu Hause gegen den TSV Wieblingen in die Saison starten. Zum Auftakt gibt es in der Verbandsliga gleich eine „englische Woche“. Der zweite Spieltag geht bereits am Mittwoch, 14. August, über die Bühne, der dritte am Wochenende 17./18. August. An diesen beiden Terminen muss die TSG jeweils auswärts antreten.
Auch deshalb misst Trainer Schmitt dem ersten Heimspiel übermorgen gegen Wieblingen eine besondere Bedeutung zu. „Vor den zwei schweren Auswärtsspielen müssen wir zu Hause unter allen Umständen gewinnen.“ Zumal Wieblingen als Tabellenzwölfter der zurückliegenden Saison eine Mannschaft ist, die die Weinheimer in dieser Runde erneut hinter sich lassen wollen.
„Allerdings ist das erste Punktspiel für jeden Verein immer wie ein Brief mit sieben Siegeln“, weiß Schmitt, dass sowohl das Leistungsvermögen des eigenen Teams als auch das des Gegners schwer einzuschätzen ist. „Der TSV hat zwar viele erfahrene Spieler verloren und befindet sich im Umbruch, verfügt mit Frank Schwabe nun aber über einen sehr guten Trainer und ist ein gefährlicher Gegner. Es wird extrem von der Tagesform abhängen“, sagt Schmitt. „Letztlich liegt es aber an uns, mit der richtigen Einstellung ins Spiel zu gehen.“
Personell bieten sich dem TSG-Trainer trotz des breiter aufgestellten Kaders zum Auftakt nicht allzu viele Alternativen. Nico Königsmann, Fabrizio Romagnolo, Pascal Link und Georgios Goulas sind verletzt oder können derzeit nur leichtes Lauftraining absolvieren. Marvin Kaul, Simon Wienecke und Torhüter Johannes Halbig befinden sich noch in Urlaub. Und Gianluca Lucchese und Shkelqim Korbi sind erst verspätet in die Vorbereitung eingestiegen und noch keine Option. Damit fallen zum Start neun Mann aus. „Wichtig ist, dass wir mit Steven Stattmüller kurzfristig noch einen Torwart hinzubekommen haben“, sagt Schmitt. „Zwischen ihm und Stefan Rapp habe ich jetzt sogar die Qual der Wahl. Beide haben bisher einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Es wird wohl eine Bauchentscheidung, wer am Sonntag in der Startelf stehen wird.“ bk