TSG 62/09 lässt sich Schneid abkaufen

TSG 62/09 lässt sich Schneid abkaufen

Weinheim kassiert mit dem 1:4(1:1) beim VfB Eppingen die erste Saisonniederlage in der Verbandsliga/Gaeste agieren zu Beginn beider Halbzeiten zu passiv

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 02. September 2019

Eppingen. Am fünften Spieltag hat es die Fußballer der TSG 62/09 Weinheim erwischt – und das gleich richtig. Erstmals in dieser Verbandsliga-Saison musste die Mannschaft von Trainer Christian Schmitt am Samstag den Platz als Verlierer verlassen. Letztlich gab es an der klaren 1:4-(1:1)-Niederlage beim VfB Eppingen nichts zu deuteln, räumte auch der Trainer ein. „Der VfB hat mehr in das Spiel investiert und mehr Willen gezeigt“, sagte Schmitt. „Wir hatten mit der aggressiven Spielweise der Eppinger Probleme und ließen uns den Schneid abkaufen. Wir haben einfach nicht gewusst, wie wir uns richtig zur Wehr setzen sollen.“

Nachdem die Weinheimer zuvor in vier Partien nur ein einziges Gegentor kassiert hatten, hielt diesmal auch die Defensive dem Druck der Gastgeber nicht immer stand. Und im Spiel nach vorne vermochten die Gäste nicht, der VfB-Offensive das Wasser zu reichen. Ein Beinbruch ist die Niederlage für die TSG sicher nicht. Die sehr gut in die Runde gestarteten Eppinger grüßen nach fünf Spieltagen immerhin von der Tabellenspitze. Im kommenden Heimspiel am Sonntag gegen den FC Olympia Kirrlach sollten die Weinheimer allerdings wieder auf den Erfolgsweg zurückkehren.

In Eppingen fand die TSG zu Beginn überhaupt nicht in die Partie. Folgerichtig gingen die Gastgeber schnell in Führung. Nach starker Vorarbeit von Sven Palinkasch traf Johannes Ebner zum 1:0 (9.). Nur zwei Minuten später musste TSG-Torhüter Steven Stattmüller in seinem „Abschiedsspiel“ für Weinheim vor seinem Studienbeginn im Ausland sein ganzes Können aufbieten, um einen Kopfball der Eppinger zu entschärfen.

Es dauerte eine halbe Stunde, bis die Gäste etwas besser ins Spiel fanden. Dennoch kam der Ausgleich „wie aus dem Nichts“, gab TSG-Trainer Schmitt zu. Standardspezialist Muhammed Çalhanoglu führte aus knapp 30 Metern Torentfernung einen Freistoß aus, der Ball sprang noch einmal seltsam auf und fand seinen Weg in die Maschen des VfB-Gehäuses (37.). Fünf Minuten darauf lag sogar der Weinheimer Führungstreffer in der Luft. Einen Schuss von Çalhanoglu ließ VfB-Torwart Murat Zeyrek abklatschen, den Abpraller köpfte Aiman Kurt aber genau in die Arme des Eppinger Schlussmanns.

In der zweiten Halbzeit übernahmen die Gastgeber wieder die Initiative. Das 2:1 durch einen von Torjäger Alexander Rudenko verwandelten Foulelfmeter stieß bei der TSG allerdings auf herbe Kritik. „Dieser Elfmeter war ein Geschenk“, ärgerte sich Schmitt. „Rudenko hat gesehen, dass er in unserem Strafraum nicht mehr an den Ball kommt und ist in unseren Abwehrspieler hineingelaufen. Dafür darf es eigentlich niemals einen Strafstoß geben.“

Die Eppinger interessierte es wenig, die rasch das 3:1 durch Sven Palinkasch nachlegten und damit schon für die Vorentscheidung sorgten (62.). In der Folge kam von der TSG nichts mehr Zwingendes, zumal die Gäste die mit muskulären Problemen kämpfenden Kristijan Vidakovic und Kai Engel notgedrungen auswechseln mussten. Die Weinheimer fügten sich in die erste Saisonniederlage, für den VfB erhöhte der eingewechselte Marinko Balikic noch auf 4:1 (89.). bk

TSG 62/09 Weinheim: Stattmüller; Königsmann (56. Can), Bunjaku, Öztürk, Goudar, Çalhanoglu, Kurt (63. Smajlovic), Vidakovic (73. Sahin), Knauer, Crisafulli, Engel (73. Smiljanic).

Tore: 1:0 Ebner (9.), 1:1 Çalhanoglu (37.), 2:1 Rudenko (55., Foulelfmeter), 3:1 Palinkasch (62.), 4:1 Balikic (89.).

Zuschauer: 150.