Gutperle Cup Lützelsachsen feiert den Titel-Hattrick

Gutperle Cup Lützelsachsen feiert den Titel-Hattrick

Hallenfußball: Schwache Resonanz bei der 15. Auflage des Gutperle-Cups der TSG 62/09 Weinheim mit nur acht Teilnehmern / Im Endspiel unterliegt der Gastgeber erneut dem benachbarten Kreisligisten

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 07.01.2020

Weinheim. Sehr überschaubar – so-wohl auf dem Spielfeld als auch auf den Zuschauertribünen – präsentierte sich am Dreikönigstag die 15.Auflage des Gutperle-Cups der TSG 1862/09 Weinheim. Lediglich acht Mannschaften, darunter gleich drei Teams des Gastgebers, nahmen am Aktiven-Wettbewerb in der Sporthalle der Dietrich-Bonhoeffer-Schule teil. Vom früher einmal regional bedeutenden Hallenfußballturnier ist nicht mehr viel übrig geblieben. So hatten TSG-Abteilungsleiter Darko Vucic und Dietmar Lohrer als Turnierleiter insgesamt nur 18 Spiele in einem Zeitraum von gerade einmal fünf Stunden über die Bühne zu bringen. Sportlich räumte einmal mehr die TSG 91/09 Lützelsachsen ab. Der Kreisligist feierte mit einem deutlichen 5:1-Sieg im Finale gegen die erste Mannschaft der TSG 1862/09Weinheim nicht nur seinen dritten Erfolg nacheinander beim Gutperle-Cup. Darüber hinaus stellte Lützelsachsen mit David Knapp (achtTreffer) den besten Torschützen sowie mit Fabian Gutfleisch auch den besten Torhüter des Turniers. Vor dem ersten Spiel gab es eine Gedenkminute für Ulf Wagner. Der langjährige AH-Fußballer der TSG 1862/09 war an Heiligabend im Alter von nur 54 Jahren verstorben.
Erst fair, dann richtig unfair
Zuerst für eine sportlich faire Geste und später für den unrühmlichen Aussetzer des Turniers sorgte der MFC Phönix Mannheim. Im zweiten Spiel des Tages beim Duell mit der SG Hemsbach wurde deren Torhüter Kurt Weithofer beim Stand von 4:4 von einem Schuss aus kurzer Distanz im Gesicht getroffen und sank zu Boden. Daraufhin nahm ein Hemsbacher Spieler den Ball in die Hand, um die Partie zu unterbrechen. Regelkonform musste der Schiedsrichter auf Neunmeter für Mannheim entscheiden. Doch der ausführende Phönix-Akteur spielte den Ball einfach locker in die Hände des Hemsbacher Torhüters zurück. Eine Fair-Play-Aktion, die von der Phönix-Mannschaft in ihrem letzten Vorrundenspiel jedoch ad absurdum geführt wurde. Ein Mannheimer Spieler ließ sich zu einer verbalen Entgleisung gegenüber dem Unparteiischen hinreißen und sah völlig zu Recht die Rote Karte. Daraufhin wurde das Spiel um Platzsieben mit Beteiligung von Phönix Mannheim nicht mehr ausgetragen. Im ersten Halbfinale gab es ein reines Weinheimer Duell zwischen erster und zweiter Mannschaft. Erst in der Schlussphase drehte die erste Mannschaft von Trainer Christian Schmitt einen 0:1-Rückstand noch in einen 3:1-Erfolg. Allerdings war das Verbandsliga-Team auch nur mit fünf Spielern aus dem Kader der ersten Mannschaft angetreten. Komplettiert wurde das Hallen-Team mit dem etatmäßigen Torhüter und Co-Trainer Deniz Yetkin als Feldspieler sowie den drei A-Jugendlichen Marian Veigel, Sebastian Werner und Cemil Aksahin, die auch die Wintervorbereitung mit dem
Verbandsliga-Kader absolvieren sollen. Eine klare Angelegenheit war das zweite Halbfinale, in dem die TSG Lützelsachsen den VfL Birkenau in 14 Minuten Spielzeit mit 9:0 deklassierte. Das hatte den Odenwäldern wohl gänzlich den Zahn gezogen. Im Spiel um Platz drei kassierte der VfL Birkenau noch einmal eine 2:9-Klatsche gegen die TSG 62/09 Weinheim II. Unerwartet deutlich verlief auch das Finale. David Knapp und Sebastian Weihrich brachten Lützelsachsen mit 2:0 in Front, ehe Marian Veigel auf 2:1 verkürzte. Nach dem 3:1 durch Tolga Abaza erhielt der als „fliegender Torwart“ agierende Weinheimer Deniz Yetkin wegen eines Handspiels außerhalb des Neunmeterkreises eine Zwei-Minu-ten-Zeitstrafe. Mit einem Mann mehr erhöhte Fernando Cabrera auf 4:1 für Lützelsachsen. Und praktisch mit der Schlusssirene traf Manuel Holz noch zum 5:1- Endstand. bk

Bilder zum Turnier:

https://www.tsg6209weinheim.de/bilder-2019/