Neuer Trainer zur neuen Saison

Neuer Trainer zur neuen Saison

Am 1. Juli löst Seydou Sy bei der TSG 62/09 Weinheim Christian Schmitt ab, der eine Pause einlegen will / Zwei weitere Zugänge

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 16.01.2020

Weinheim. Große Veränderungen kündigen sich bei den Fußballern der TSG 1862/09 Weinheim an. Der im Abstiegskampf steckende Verbandsligist stellt sich drei Monate nach dem Wechsel in der Abteilungsleitung nun auch sportlich neu auf. Abteilungsvorsitzender Darko Vucic gab in einer Presseerklärung bekannt, dass die TSG 1862/09 nach Ablauf dieser Saison nicht mehr von Christian Schmitt trainiert wird. Der Coach will nach drei Jahren in der Verantwortung eine Pause einlegen und habe den Verein gebeten,einen Nachfolger für ihn zu suchen. Die TSG-Fußball-Abteilung setzt dabei auf eine Lösung aus den eigenen Reihen. Ab dem 1. Juli 2020 wird Seydou Sy neuer Cheftrainer der ersten Mannschaft. Der 41-jährige Senegalese war schon einige Jahre im Jugendbereich als Trainer für die Weinheimer tätig.
Schneider und Karlidag kommen
Zugleich meldet die TSG 1862/09 weitere Zugänge in der Winterpause für die erste Mannschaft. Nach Mehmet Batur (wir berichteten) haben die Weinheimer nun zwei weitere Rückkehrer verpflichtet. Yannick Schneider kommt nach nur einem halben Jahr vom Verbandsliga-Konkurrenten VfR Mannheim zurück an seine alte Wirkungsstätte. Nach eineinhalb Jahren zieht es Tolga Karlidag wieder zur TSG 62/09, der zuletzt beim SV Unter-Flockenbach unter Vertrag stand. „ Wir haben in den vergangenen drei Jahren bei der TSG Weinheim sehr viel in den kompletten Neuaufbau investiert. Ich bin jetzt auch einfach platt“, räumte Christian Schmitt gestern ein. „In der Winterpause habe ich gemerkt, dass ich überhaupt nicht mehr abschalten konnte. Irgendwann ist auch privat der Punkt erreicht, wo man sagen muss, so geht es nicht weiter. “ Das Trainerteam in Weinheim habe sich praktisch um alles kümmern müssen. Nun sollte die Abteilung versuchen, sich neu zu strukturieren. Schmitt ließ keinen Zweifel daran, dass er auch die verbleiben-den 15 Punktspiele in diesem Jahr „ hoch motiviert“ angehen werde. „ Wir werden alles versuchen, die Saison zu einem guten Ende zu bringen. Sollten wir allerdings spüren, dass es nicht funktioniert, müssen wir sicher auch über Konsequenzen und einen Plan B nachdenken.“ Dass Schmitt von Vereinsseite aus weiterhin bis zum Rundenende das Vertrauen bekommt, rechnet er den Verantwortlichen hoch an. „ Diese Rückendeckung in einer sportlich schlechten Situation ist bemerkenswert und das Vertrauen ehrt mich“, sagte Schmitt. „Ich kann mir durchaus vorstellen, weiter bei der TSG zu bleiben und ab 2021 eventuell ein Teil der neuen Strukturen im Herrenbereich zu sein. Darüber müssen wir aber noch reden. “ Sein Aus als Trainer im Sommer verknüpft Schmitt auch mit einigen „ persönlichen Enttäuschungen“. Dazu zählt er, dass Kai Engel aus Studiengründen ab sofort nicht mehr als Spieler dem Verbandsliga-Kader zur Verfügung steht und Pascal Link sich wegen einer längeren Auslandsreise abgemeldet habe. „In der Summe war das alles zu viel.“
„ Ein logischer Nachfolger “
Dass die Trainerfrage auch schon für die kommende Runde geklärt ist, sieht der Sportliche Leiter Peter Laudenklos sehr positiv. „Während sich Christian Schmitt jetzt voll und ganz auf die Rückrunde konzentrieren kann, ist Seydou Sy parallel dazu schon in die Kaderplanungen für die nächste Saison eingebunden.“ Sy spielte als aktiver Fußballer unter anderem beim FK Pirmasens, FSV Oggersheim und Wormatia Worms. Dann übernahm er als Spielertrainer den TSV Stettfeld. Danach trainierte er die B-Junioren bei der TSG 1862/09 Weinheim, ehe er für ein Jahr als Individualtrainer im Jugendbereich zum SV Sandhausen ging. Zuletzt war er wieder für die A-Junioren der TSG 1862/09Weinheim in der Landesliga tätig, bevor Sy eine Trainerpause einlegte. Im Juni wird er die erste Mannschaft übernehmen, zugleich soll er aber auch als „Chef-Koordinator“ die erste und zweite Mannschaft sowie die A-Junioren enger zusammenrücken lassen. „ Seydou Sy ist für mich der logische Nachfolger von Christian Schmitt“, sagte Laudenklos. „Er hat auch bei uns gezeigt, dass er junge Spieler besser machen kann. Außerdem kennt er sich im System TSG Weinheim aus.“ Zugleich kündigte Laudenklos an, dass der Verbandsliga-Kader für den aktuellen Abstiegskampf während der Winterpause noch mit „zwei, drei weiteren Spielern“ verstärkt werden soll. bk