Erneuter Sieg in einem Schicksalsspiel

Erneuter Sieg in einem Schicksalsspiel

TSG 1862/09 Weinheim setzt sich mit 3:2-(1:0)-Erfolg beim FV Fortuna Kirchfeld erst einmal deutlicher von den direkten Abstiegsplätzen in der Verbandsliga ab

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 09.03.2020

Kirchfeld. Zwei Spiele, sechs Punkte – und das gegen unmittelbare Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt: Nervenstärke und Siegeswillen demonstrieren die Verbandsliga-Fußballer der TSG 62/09 Weinheim zum Start ins Punktspieljahr 2020. Nach dem Heimsieg gegen die SpVgg Durlach-Aue legte der Tabellenvierzehnte am Sonntag einen eminent wichtigen 3:2-(1:0)-Erfolg beim FV Fortuna Kirchfeld nach. Damit haben sich die Weinheimer gegenüber den vier Direktabstiegsplätzen erst einmal ein Polster von fünf Punkten erarbeitet. „Der Sieg war hochverdient, nur am Ende haben wir es noch einmal unnötig spannend gemacht“, sagte TSG-Trainer Christian Schmitt. Die Gäste lagen schon sicher mit 3:1 in Führung und hatten anschließend noch zwei weitere Riesenchancen zum 4:1, die aber nicht genutzt wurden. Als Kirchfeld schließlich in der 88. Minute zum 2:3-Anschlusstreffer kam, musste Weinheim plötzlich wieder um die drei Punkte zittern. Doch auch die fünfminütige Nachspielzeit brachte die TSG unbeschadet über die Zeit. Anschließend durften die Gäste ihre Freude über den Sieg zum Ausdruck bringen. „Die Jungs haben erneut über weite Phasen mit einer sehr konzentrierten Leistung aufgewartet und hatten über die gesamte Partie auch ein deutliches Chancenplus“, lobte Schmitt. „Der Wille und der Kampfgeist sind spürbar.“ Weinheim übernahm von Beginn an die Initiative. Der agile Angreifer und Winter-Zugang Marius Schmid, der sich als stetiger Unruheherd in der Kirchfelder Defensive hervortat, besaß die ersten beiden sehr guten TSG-Möglichkeiten (9. und 22.). Dann touchierte ein gefährlicher Eckball von Standardspezialist Muhammed Çalhanoglu die Querlatte des Fortuna-Gehäuses (28.).
Dem verdienten Führungstreffer durch Yannick Schneider ging ebenfalls eine Ecke von Nick Huller voraus (38.). Mit dem Vorsprung im Rücken starteten die Weinheimer auch zielstrebig in die zweite Halbzeit. Abermals nach einem Eckball von Huller erhöhte Çalhanoglu auf 0:2 (48.) „Man muss ,Mo‘ wirklich hervorheben“, sagte Schmitt mit Blick auf den fußballerisch wie kämpferisch überzeugenden Çalhanoglu. „Er zeigt, wie wertvoll er für unsere Mannschaft ist, und sorgt nicht nur für Torgefahr, sondern geht auch keinem Zweikampf aus dem Weg.“ Zwar kam Kirchfeld mit einem schnell ausgeführten Freistoß durch Michael Reith zum 1:2-Anschlusstreffer (53.). Aber fast postwendend stellte Çalhanoglu mit seinem zweiten Tor des Tages zum 1:3 den alten Abstand wieder her (56.). Zwei vergebene Großchancen von Huller (73.) und Schmid (76.) wären der TSG beinahe noch bitter aufgestoßen. Doch mehr als das 2:3 von Alexander Geier nach einem weiten Einwurf wollte Fortuna Kirchfeld nicht mehr gelingen. bk

TSG 1862/09 Weinheim: Halbig; Smiljanic, Bunjaku, Goulas (83.Öztürk), Goudar, Schmid (77. Smajlovic), Çalhanoglu (90.+2Markovic),Huller (89. Uchida), Schneider, Karlidag, Knauer.
Tore:0:1 Schneider (38.), 0:2 Çalhanoglu (48.), 1:2 Reith (53.), 1:3 Çalhanoglu (57.), 2:3 Geier (88.).