Verbandsligasaison 2019/20 ist vorbei

Verbandsligasaison 2019/20 ist vorbei

TSG 1862/09 Weinheim befürwortet Rundenende

Originaltext von Carsten Obst in der Weinheimer Woche KW26

Seit fast vier Monaten rollte in der Verbandsliga kein Ball mehr. Die Corona-Pandemie führte zu einer abrupten Unterbrechung der Saison 2019/20. Seither war an Trainings- und Spielbetrieb nicht mehr zu denken. Auf dem außerordentlichen Verbandstag wurde jetzt die Saisonbeendigung zum 30. Juni beschlossen, dafür sprachen sich 94 Prozent der Delegierten aus.
“Alle Entscheidungen des Verbandes trage ich zu 100 Prozent mit und so habe ich das mit allen Verantwortlichen des Verbandes im Vorfeld auch besprochen. In der Winterpause haben wir alles dafür getan, um nicht abzusteigen. Und das ist uns jetzt offiziell auch gelungen“, ist TSG-Fußballabteilungsleiter Darko Vucic sehr zufrieden über den Saisonabbruch. Als Aufsteiger in die Oberliga Baden-Württemberg darf sich der FC-Astoria Walldorf II freuen. Absteiger gibt es in diesem Jahr keinen. Dadurch wird die nächste Verbandsligarunde weiterhin mit 18 Teams (darunter drei Aufsteiger der Landesligen) gespielt, da der TSV Wieblingen und der VIB Gartenstadt aus finanziellen Gründen aus der Liga freiwillig ausscheiden und in der Kreisliga den „Neuanfang“ wagen.
Bilanz
Die TSG 1862/09 beendet die Runde durch den Abbruch auf Platz 14 (punktgleich mit Zuzenhausen), der eigentlich die Abstiegsrelegation bedeutet hätte. Nach der Winterpause kamen die Bergsträßer mit viel Schwung zurück und stellten sich erfolgreich dem Abstiegskampf. Diesen Schwung mit zwei Siegen in den ersten „Schicksalsspielen“ über Durlach-Aue (4:0. höchster Saisonsieg) und Kirchfeld (3:2) wollten die Schmitt-Schützlinge eigentlich für den weiteren Saisonverlauf nutzen. Vor allem die Winterneuzugänge Nick Huller, Marius Schmid und Yannick Schneider belebten das TSG-Spiel sichtlich. Nach 21 Spieltagen standen letztlich 23 Punkte (sechs Siege. fünf Remis und zehn Niederlagen) zu Buche, bei einer Torbilanz von 25:39. Bester TSG-Torschütze war Muhammed Cal-hanoglu mit acht Treffern. Insgesamt setzte Coach Christian Schmitt 34 Spieler ein.
Ausblick
Nach drei Jahren beendet Schmitt sein Traineramt bei der TSG. Als neuer Coach wird Seydou Sy zusammen mit seinem neuen Co-Trainer Jochen Ingelmann die junge Truppe betreuen. Der 41-jährige Senegalese Sy spielte früher als Verteidigerbei FK Pirmasens, Wormatia Worms uns FSV Oggersheim in der Oberliga. In den letzten fünf Jahren trainierte er bereits erfolgreich Jugendmannschaften der TSG und agierte zuletzt als Spielleiter. Sy stellt gemeinsam mit den TSG-Verantwortlichen um Abteilungsleiter Vucic und dem Sportlichen Leiter Peter Laudenklos eine konkurrenzfähige Mannschaft für die neue Saison zusammen. Zuletzt führte Sy bereits Gespräche mit potenziellen Neuzugängen. Bisher steht ein weiterer Torhüter sowie ein Mittelfeldakteur und zwei Offensivkräfte fest. Dazu gaben mit Keeper Halbig, Kapitän Vidakovic, Karlidag, Smiljanic, Crisafulli, Knauer, Goudar, Can, Schneider, Huller und Schmid weitere Spieler ihre Zusage für die nächste Saison. Öztürk und Bunjaku der eigentlich nach Gartenstadt wechseln wollte, werden den Verein wohl verlassen. Künftig setzt die TSG auch verstärkt auf Eigengewächse, die ihre Chance im Verbandsligakader bekommen sollen. „Alle Neuzugänge werden dann veröffentlicht, wenn der komplette Kader steht“, so Vucic. Die Neuzusammensetzung ist kein einfaches Unterfangen, da durch die Corona-Krise noch nicht abzusehen ist, wie hoch der Etat sein wird. Fest steht. dass es erhebliche finanzielle Einbußen geben wird. Bisher erklärten sich Trainerteam und Spieler bereit, rückwirkend zum 1. April bis Ende August auf jegliche Zahlungen zu verzichten. Wann die neue Saison 2020/21 jedoch starten kann, ist zudem noch völlig offen.