TSG 1862/09 will mit Erfolgserlebnis starten

TSG 1862/09 will mit Erfolgserlebnis starten

Trainer Ingelmann sieht Saisonauftakt positiv entgegen

Originaltext von Carsten Obst für die Weinheimer Woche am 18.08.2021

Es ist ein Start ins Ungewisse nach fast einjähriger Pflichtspiel-Pause. Für die TSG 1862/09 Weinheim beginnt die neue Verbandsliga-Saison 2021/22 am kommenden
Samstag, 21. August, 15 Uhr, mit einem Heimspiel gegen die SpVgg. Durlach-Aue. Wo die Mannschaft genau steht, kann niemand sagen. Dies trifft jedoch auch für alle
anderen Teams der Liga zu. Nach der langen Zwangspause sind alle heiß darauf‚ auf Punkte- und Torejagd zu gehen. Die Vorbereitung für die Bergsträßer verlief jedoch ergebnismäßig sehr ernüchternd. „Da waren die letzten Spiele sicherlich nicht optimal“, weiß auch TSG-Neu-Trainer Jochen Ingelmann. Er sagt: „Wir haben uns die letzten Partien für einen spielerisch hohen Aufwand nicht belohnt. Was am Ende vor allem daran liegt, dass wir zu wenig Tore schießen und defensiv den einen oder anderen individuellen Fehler im Spiel hatten.“ Nach einem Remis gegen Brühl (0:0) und einem Sieg gegen Lützelsachen (4:0) setzte es im Pokal-Wettbewerb in Eppingen (0:2)
sowie in drei Testspielen gegen SV Unter-Flockenbach (0:4), ASV Neuenheim (1:4) und VfL Kurfpfalz Neckarau (0:1) vier Niederlagen in Folge – zudem mit nur einem einzigen erzielten Treffer. Es besteht also noch viel Luft nach oben. Ingelmann, mit 27 Jahren der jüngste Coach der Liga, erklärt: „Bei zeitweise vier bis fünf Urlaubern und ein bis drei Angeschlagenen waren wir ab und zu doch ziemlich zum Basteln gezwungen, beziehungsweise mussten große Teile der Mannschaft oft durchspielen lassen. Trotzdem ist von Spiel zu Spiel eine Entwicklung in der Mannschaft zu sehen und wenn wir so weiterarbeiten, dann werden wir auch wieder Tore schießen und Spiele gewinnen.“ Angefangen werden soll damit gleich gegen Durlach-Aue. Die Bilanz gegen die Karlsruher Vorstädter liest sich aus TSG-Sicht mit acht Siegen, drei Remis und nur zwei Niederlagen sehr positiv. Im Vorjahr besiegten die TSGler die Spielvereinigung – auch dank zweier Treffer von Nick Huller – in Karlsruhe mit 3:0. Auch die Elf von Trainer Daniel Kreuzer steht quasi vor einem Neubeginn, verfügt mit dem 37-jährigen Abwehrchef Patrick Huckle sowie dem 33-jährigen Mittelfeldroutinier Steffen Haas über Kräfte, die auch schon in Ober-und Regionalliga viel Erfahrung sammelten. In den letzten Jahren steckte Durlach-Aue jedoch zumeist im Abstiegskampf fest. Zu den Favoriten der Liga zählt Ingelmann andere Teams: „In erster Linie Spielberg, Mutschelbach und der VfR Mannheim. Auch Heddesheim und Mühlhausen haben sicherlich die Qualität‚ oben mitzuspielen.“ Obwohl der TSG-Kader mit 18 Feldspielern und zwei Torhütern eher dünn besetzt ist, ist der Coach von der Mannschaft überzeugt: „Jeder Spieler ist wichtig. Aber sicher nehmen mein spielender Co-Trainer Kristijan Vidakovic sowie Tim Krohne und Patrick Geissinger aufgrund ihrer Erfahrung und fußballerischen Qualität eine wichtige Rolle ein. Auch Yannick Schneider, Gateano Giordano und der zurückkehrte David Keller haben trotz ihres jungen Altes schon gezeigt, dass sie Stützen sein können.“ So zeigt sich Ingelmann auch für den Auftakt gegen Durlach-Aue optimistisch: „Ich bin überzeugt davon, dass wir positiv in die Saison starten werden. Wenn meine Mannschaft weiter so fokussiert und intensiv arbeitet wie bisher, werden wir am Samstag im ersten Heimspiel auch wieder Tore schießen, die uns die letzten Wochen gefehlt haben. Dazu kommt, dass ich gegen Durlach-Aue zum ersten Mal seit Vorbereitungsbeginn auf den kompletten Kader zurückgreifen kann, ich somit die Möglichkeit haben werde, dem Spielverlauf entsprechend zu reagieren.“ Und die Mannschaft wird Jochen Ingelmann sicherlich einen Sieg zu seiner Verbandsliga-Premiere als Chefcoach schenken wollen. (cob/red)