Drei neue Bereiche für den Nachwuchs

Drei neue Bereiche für den Nachwuchs

TSG 62/09 Weinheim strukturiert ihre Jugend-Abteilung organisatorisch um und installiert Koordinatoren als Eckpfeiler
Yannick Marx(Bild) ist das aktuelle Paradebeispiel: In der laufenden Runde schaffte der 19-Jährigen bei der TSG 62/09 Weinheim den Sprung aus der eigenen Jugend in den Kader der ersten Mannschaft. Damit das in den kommenden Jahren möglichst vielen Nachwuchsspielern gelingen kann, hat sich die TSG-Jugendabteilung nun neu organisiert.

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 08.01.2022

Weinheim. Die Fußball-Abteilung der TSG 62/09 Weinheim treibt ihre Neuausrichtung weiter voran. In einem Arbeitsgremium unter Führung der kommissarischen Abteilungsleiter Tobias Apfel, Thomas Elsasser, Thomas Felber und Patrick Marx wurden ein Organigramm und eine Strategie erarbeitet, wesentlich unterstützt vom Sportlichen Leiter Peter Laudenklos sowie Sascha Gölz und Lars Beckenbach. Auch erste Funktionen seien jetzt besetzt worden, erklärte der für den sportlichen Bereich zuständige TSG-Abteilungsleiter Thomas Felber.

Wesentlicher Aspekt ist die Neustrukturierung der Jugendarbeit in die drei Bereiche Leistungsgruppe (U 19 bis U 15), Aufbaugruppe und Grundlagen- beziehungsweise Breitensportgruppe. Für jeden Bereich gibt es nun einen bestimmten Koordinator. „Im Leistungsbereich setzen wir uns schon sehr ambitionierte, hohe Ziele“, sagte Felber auf Nachfrage. „Hier streben wir mindestens die Oberliga an.“ Generell sei den Verantwortlichen der Blick auf die Jugend und deren Weiterentwicklung sehr wichtig. Für den sportlichen Teil unter Peter Laudenklos sind drei Jugendkoordinatoren eingesetzt worden, die altersspezifisch die zuständigen Trainer unterstützen und Vorgaben erarbeiten.

Mit Jonas Maurer (Leistungsbereich), Stefan Haubelt (Aufbaubereich) und Jonathan Weisser (Grundlagenbereich) seien drei „absolute Fachleute“ gefunden worden, so Felber. Jonas Maurer (28 Jahre) ist bereits seit 2016 Inhaber der B-Lizenz und wohnt in Fürth. Beruflich ist er als Ingenieur bei den Stadtwerken in Weinheim in der Gas- und Wasserversorgung tätig. Maurer ist seit vielen Jahren in verschiedenen Trainer- und Koordinationstätigkeiten aktiv, auch als Co-Trainer der badischen U15-Landesauswahl. „Ich sehe meinen Erfolg darin, dass ich anderen helfe, erfolgreich zu werden“, so Jonas Maurer, dem es große Freude bereite, „mit jungen Menschen zu arbeiten“.

Der 44-jährige Stefan Haubelt ist diplomierter Sportwissenschaftler und wohnt in Gorxheimertal. Er ist selbstständig und hat als aktiver Spieler im Jugendbereich der Stuttgarter Kickers gespielt, im Aktivenbereich in verschiedenen Oberliga- und Verbandsliga-Mannschaften. Auch Haubelt verfügt über die B-Lizenz und war unter anderem sieben Jahre am DFB-Stützpunkt in Heidelberg tätig.

Jonathan Weisser (23) studiert an der Universität Heidelberg Sportwissenschaft und Mathematik mit Lehramtsoption. Seit sechs Jahren arbeitet er als Trainer und bringt zudem durch seine Tätigkeit als Teamleiter bei Fußball-Ferien-Freizeiten der DFB-Stiftung Egidius Braun reichlich Erfahrung mit. Zudem ist er noch aktiver Fußballer.

„Wir sehen uns als Bindeglied zwischen den Trainern und Mannschaften sowie der sportlichen Leitung und Abteilungsleitung“, erklären die drei Jugendkoordinatoren. „Unser Ziel ist es, durch die neue Organisation das Potenzial jedes Einzelnen, sowohl der Trainer als auch der Spielerinnen und Spieler, optimal zu fördern und dadurch erfolgreich zu sein.“

Im Rahmen der neuen Strukturen seien viele Verantwortlichkeiten auf mehrere Schultern verteilt worden, in der Hoffnung, auf diese Weise auch zusätzliche Personen in die TSG-Familie mit einbinden zu können. „Wir wissen alle, dass es immer schwerer wird, Leute neben den alltäglichen Verpflichtungen für ein Engagement im Verein begeistern zu können“, sagte Abteilungsleiter Thomas Felber. Durch die kleineren Aufgabenpakete im neuen TSG-Organigramm verspricht sich die Fußball-Abteilung einen Schub, der unter dem Strich vor allem der Förderung der Kinder und Jugendlichen zugutekommen soll. „Um dies zu verwirklichen und bestmögliche Voraussetzungen zu schaffen, werden auch den Übungsleitern Möglichkeiten zur Weiterbildung angeboten“, so Felber. „Perspektivisch soll der sportliche Erfolg der Jugendmannschaften weiter ausgebaut werden. Das Ziel ist klar definiert: Verstärkt Nachwuchsspieler aus der eigenen Jugend in die erste Mannschaft zu integrieren.“ Aber auch dem Breitensport soll Rechnung getragen werden. „Die TSG möchte jedem Kind beziehungsweise Jugendlichen in Weinheim und Umgebung eine fußballerische Heimat geben. Der Grundstein ist gelegt, jetzt beginnt die Arbeit“, betonte Thomas Felber. red/tsg