Spielbericht 1. Mannschaft: Weinheim fehlt die Durchschlagskraft  

Verbandsliga (17. Spieltag 08.03.2026) Die TSG drückt bei Walldorf II lange auf den Ausgleich, geht zum Rückrunden-Restart aber mit 1:3 als Verlierer vom Platz. 


FC Astoria Walldorf II – TSG 1862/09 Weinheim 3:1 (1:0)

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 09.03.2026
von Nicolai Lehnort

Walldorf. Das Positive überwiegt. Damit lässt sich der erste Auftritt der TSG 1862/09 Weinheim in der Fußball-Verbandsliga nach der Winterpause zusammenfassen. Zwar hat der Tabellenneunte seinen Pflichtspielauftakt am Sonntag mit 1:3 (0:1) beim FC Astoria Walldorf II verloren, Trainer Marcel Hofbauer zog nach Spielende aber dennoch viel Zuversicht aus dem Gastspiel. „Ich habe viel von dem gesehen, was wir einstudiert haben“, bezog sich der Weinheimer Coach auf die Vorbereitung, in der die Testspielgegner aber eben nicht auf Augenhöhe agierten. „Heute war es halt auf Verbandsliga-Niveau und da entscheiden eben Nuancen.“ Etwa die Kaltschnäuzigkeit der Walldorfer Regionalliga-Reserve vor dem gegnerischen Tor. Das hütete überraschend Lukas Kempa, der in der Winterpause aus der U19-Oberliga-Mannschaft zum Team gestoßen war und Marcus Retter verdrängte. Ihm attestierte Hofbauer einen guten Auftritt. „Bei den Gegentoren trifft ihn keine Schuld“, so der Trainer, der in einer ausgeglichenen ersten Hälfte aber mitansehen musste, wie seine Elf dort anknüpfte, wo sie in der Hinrunde aufgehört hatte im negativen Sinne. Denn nach einem unnötigen Ballverlust im Zentrum von Jermain Schranz brachen die Gäste durch und erzielten im Nachfassen durch Luis Baumert die Führung (21.).

Erstmals mit Dreierkette

„Wenn ich mehr Offensive einfordere, wird unser Spiel entsprechend auch etwas risikoreicher“, wollte Hofbauer den Fehler aber nicht an die große Glocke hängen. Denn gemäß dem Vorhaben größerer taktischer Flexibilität in der Rückrunde, präsentierte sich die TSG in Walldorf erstmals in einem 3-5-2-System, in dem Davis Bergbauer in der Dreierkette neben Finn Hoffmann und Kapitän Georgios Roumeliotis als zweiter ehemaliger A-Jugendlicher das Vertrauen erhielt. Vorne starteten Fabian Czaker als klassischer Stoßstürmer und der wuselige Schranz. Für ein Ausrufezeichen im ersten Durchgang sorgte jedoch einzig Robert Langer: Der Schienenspieler mit dem feinen linken Fuß war mit einem direkten Freistoß nach 35 Minuten aber an der Latte gescheiterte, ehe es mit einem 0:1-Rückstand aus Gästesicht in die Pause ging.

„Es gab wenig zu kritisieren, wir waren gut drin“, zeigte sich Hofbauer mit den ersten 45 Minuten zufrieden und schickte sein Team entsprechend unverändert aufs Feld. Nur der Spielstand änderte sich lediglich kurz nach Wiederanpfiff, als die Walldorfer Zweitvertretung über den linken Flügel kam und Bennet Jautz nur noch einschieben musste (52.). Was die Astoria kann, kann die TSG aber auch, war nur zwei Zeigerumdrehungen später die Devise: Diesmal war es Lias Kühne, der auf Außen durchbrach und Czaker mustergültig bediente, der aus dem Rückraum postwendend zum Anschlusstreffer vollstreckte.

Am Strafraum ist Schluss

Anschließend war die TSG zwar am Drücker, ließ Ball und Gegner gut laufen-nur Torchancen wollten keine herausspringen. Bis in die letzte
Zone lief es wirklich gut, aber vor dem Tor wurde es zu selten gefährlich“, bemängelte Hofbauer fehlende Durchschlagskraft bei seiner Elf. Auch die Einwechselungen von Mohammad Biazid und Rahman Jawadi sollten in Sachen Zielstrebigkeit und Genauigkeit nicht für den letzten Punch sorgen.

„Das Quäntchen Glück war diesmal einfach nicht auf unserer Seite“, befand Hofbauer, der einen Vergleich zum Hinspiel zog. Im August war sein Team zwar mit 3:2 als Sieger vom Platz gegangen, war trotz einstündiger Überzahl aber mit Fortuna im Bunde. „Das war damals vielleicht nicht ganz verdient“, gesteht er ein, da haben wir diesmal die weitaus bessere Leistung gezeigt, nur eben verloren“, so Hofbauer. War es im August Jawadi, der drei Minuten vor Schluss für den Lucky Punch gesorgt hatte, machte diesmal Jautz mit seinem 3:1 in der 87. Minute per Konter den Deckel drauf.


TSG Weinheim: Kempa – Imsirovic, Roumeliotis, Schneider, Schranz, Hoffmann, Schmitt, Bergbauer, Langer, Kühne, Czaker

Tore: 1:0 Baumert (21.), 2:0 Jautz (52.), 2:1 Czaker (54.), 3:1 Jautz (87.)

 


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