Spielbericht 1. Mannschaft: Verbandsliga-Uhr tickt weiter  

Verbandsliga (25. Spieltag 25.04.2026) TSG 1862/09 Weinheim verliert auch in Heidelberg-Kirchheim und verharrt auf dem Relegationsplatz. Jetzt kommt das Derby. 


SG Heidelberg-Kirchheim – TSG 1862/09 Weinheim 2:0 (1:0)

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 27.04.2026
von Anja Treiber

Heidelberg. Lennox Schmitt und Ismet Kartal saßen ausgepowert auf der Bank, schauten geknickt auf die Jubeltraube, die die Spieler der SG Heidelberg-Kirchheim bildeten. Der Rest der Mannschaft versammelte sich schon ums Trainerteam und auch die beiden Youngster schlossen sich nach einem Schluck aus der Wasserflasche schnell der Besprechung an. Marcel Hofbauer, Trainer der auf dem Relegationsplatz der Fußball-Verbandsliga stehenden TSG 1862/09 Weinheim, fasste das Geschehen im Sportzentrum Süd kurz zusammen: „Wir haben 20 Minuten geschlagen, waren dann vorne offensiv zu harmlos. Jetzt haben wir noch fünf Spiele, in denen wir es besser machen können. Wir müssen klarer in den Aktionen werden.“ Da mit entließ er sein Team ins Wo-
chenende.

Lange aufhalten können sich die Weinheimer in der Tat nicht mit Vergangenem, am Samstag wartet bereits das Derby im eigenen Stadion gegen den FV Fortuna Heddesheim. Der hatte jüngst bekannt gegeben, dass man die Aufstiegsspiele nicht bestreiten könne, weil durch den Rückzug von Manfred Jordan als
Vereinsvorsitzendem die Voraussetzungen für die Oberliga nicht gegeben seien. Probleme, die Weinheim in den vergangenen Jahren auch hatte.

Doch jetzt steht die TSG 62/09 voranderen Herausforderungen, will mit ihrem jungen Team versuchen, in der Verbandsliga zu bleiben. Und da gilt es in den nächsten fünf Spielen dringend Punkte zu sammeln, um den Relegationsplatz vielleicht doch noch verlassen zu können. „Und dazu müssen wir versuchen, die Jungs so schnell wie möglich wieder mit Mut auszustatten, damit sie am Wochenende wieder da sind“, sagt der neue Co-Trainer Dennis Sommer.

Da waren die Weinheimer in Kirchheim zu Beginn der Samstagspartie nicht, als sie die Gastgeber nach 16 Minuten bei einem Angriff mehr begleiteten, als körperlich in die Aktionen zu gehen. Einen daraus entstehenden Pass nutzte Fabian Heller in der 16. Minute zum 1:0. Viel Aussichtsreiches ergab sich bis zum
Pausenpfiff dann nicht mehr, Robert Langers Schuss nach Vorarbeit von Hussaini und Berger in der 42. Minute zwang SG-Schlussmann Nicholas Gaber zumindest einmal zu einer Parade. „Die Außen haben sich eigentlich immer wieder schön freigespielt, doch dann fehlte es meist am letzten klaren Pass und vielleicht auch dem Glück des Tüchtigen“, sagte Sommer.

Kurz nach Wiederanpfiff setzte Lennox Schmitt den Ball von der Strafraumgrenze knapp neben das Heidelberger Tor. Ansonsten versuchte sich Weinheim zu oft mit langen Bällen. Immer wenn Weinheim spielerische Lösungen suchte, wurde es durch die Schnelligkeit und Quirligkeit der Youngster zwar strukturierter, aber entweder rückte das Mittelfeld nicht nach oder der Abschluss war schlicht zu harmlos. Heidelberg hingegen zeigte sich effizient: Etienne Imsirovic verlor den Ball nach einem unsauberen Zuspiel an der Mittellinie im eigenen Spielaufbau und den Konter verwertete Sinisa Sprecakovic mit einem Distanzschuss nach 87 Minuten zum nicht ganz unhaltbar scheinenden 2:0. „Da war heute mehr drin. Aber wir werden auch in den restlichen fünf Spielen unsere Chance noch bekommen.“


TSG Weinheim: Kempa; Berger (77. Da Silva Arnold), Imsiroic, Roumeliotis, Gervalla, Hussaini, Hertel, Schmitt, Bergbauer, Langer, Czaker (46. Kartal).

Tore: 1:0 Heller (16.), 2:0 Sprecakovic (87.)

 


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