Liebe Freunde der TSG, liebe Fußballfreunde!
Herzlich Willkommen zum letzten Heimspiel des Jahres unserer TSG 1862/09 Weinheim gegen den FC Zuzenhausen.
Herzlich Willkommen auch an die Spieler, Trainer, Betreuer und Fans aus Zuzenhausen.
An dieser Stelle hätte heute mein Jahresrückblick mit dem Titel „Danke für 2026!“ stehen sollen. Eine Tradition die eigentlich auch zu „10 Jahre Abseits“ gehört. Doch das Leben schreibt manchmal andere Geschichten und es passieren unerwartete Dinge. So geschehen Ende Oktober als Willi Beutel leider für immer von uns ging. Willi starb im Alter von 93 Jahren. Ich hatte vor drei Jahren das große Glück ihn anlässlich seines 90.Geburtstages zu treffen und mit ihm zu sprechen. Aus diesem Gespräch entstand ein Bericht, den ich heute zum Gedenken an Willi noch einmal veröffentliche.
𝐃𝐞𝐫 𝐓𝐢𝐭𝐞𝐥 𝐝𝐚𝐦𝐚𝐥𝐬 „𝐖𝐢𝐥𝐥𝐢 𝐁𝐞𝐮𝐭𝐞𝐥: 𝐌𝐢𝐭 𝟗𝟎 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞𝐧 𝐟𝐢𝐭 𝐰𝐢𝐞 𝐞𝐢𝐧 𝐓𝐮𝐫𝐧𝐬𝐜𝐡𝐮𝐡“:
Nein liebe Fußballfreunde, diese Überschrift ist nicht übertrieben sondern wahr. Wenn man Willi Beutel sieht, kann man nicht glauben dass er gerade 90 wurde. Zudem trug er bei unserem Treffen Turnschuhe. Doch wer ist Willi Beutel eigentlich? Willi ist Gründungsmitglied unserer Jugend und seit den 70ern Ehrenmitglied der TSG Weinheim. Heute stelle ich euch den Fan des 1.FC Nürnberg genauer vor. Geschichten von damals zu hören macht Spaß und Willi hatte einige solcher Geschichten zu erzählen. Er fing 1951 beim FV 09 Weinheim mit dem Fußball spielen an. Zuvor spielte er für ein Jahr Handball in der B-Jugend, da es zu dieser Zeit noch keine Fußballschuhe gab. Er trug immer die Schuhe seiner Schwester und sein Vater schraubte Stollen an diese Schuhe. Seine ersten Fußballschuhe bekam er, als er beim FV 09 Weinheim begann. Beutel spielte in der 2.Amateurliga, die – in der damaligen Zeit – vierthöchste Spielklasse. Beutel ist gelernter Bäcker und arbeitete bei Edeka. In seiner Freizeit war Willi früher immer mit Freunden unterwegs und auch dann wurde Fußball gespielt, mehr Möglichkeiten hatte man damals nicht. Oder er traf sich auf dem Marktplatz mit seinen Freunden um Fernsehen zu schauen, so viele Fernseher gab es damals nämlich noch nicht. Und wenn er mit seinen Freunden auf dem Marktplatz Fernsehen schaute, dann meistens – wie soll es auch anders sein – Fußball. Die schönsten Erlebnisse hatte er in der 2.Amateurliga. Besonders hervorheben muss man dabei übrigens den Turniersieg in Sulzbach, den er damals mit seiner Mannschaft geschafft hat. Ja damals waren es die kleinen Dinge, die glücklich machten. Glücklich machte mich auch dieses Treffen mit Willi Beutel, dem ich zum Schluss eines versprochen habe: Nach seinem 100.Geburtstag in Zehn Jahren, führen wir das nächste Interview. Auch hier noch einmal Alles Liebe und Gute nachträglich zum Geburtstag, vielen Dank für dieses Interview bleiben sie gesund und munter.
Zu diesem Interview wird es nun leider nicht mehr kommen, doch für dieses eine Interview bin ich Willi Beutel sehr dankbar. Im Namen der TSG 1862/09 Fußballabteilung natürlich auch an die Angehörigen unser Herzliches Beileid. Ich weiß dass Willi sich das heutige und auch die zukünftigen Spiele von Oben anschauen wird. Unsere Jungs werden in Zukunft auch für Willi spielen. Ruhe in Frieden Willi.
Zum Schluss wünsche ich uns allen Fro-HO-HO-HO-e Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2027. Jungs?
Holt uns noch einen Heimsieg in diesem Jahr, sonst kommt Knecht Ruprecht mit der Rute und das wollt ihr nicht.
𝐈𝐧 𝐝𝐢𝐞𝐬𝐞𝐦 𝐒𝐢𝐧𝐧𝐞 : 𝐀𝐔𝐅 𝐆𝐄𝐇𝐓’𝐒 𝐖𝐎𝐈𝐍𝐄𝐌ⵑⵑⵑ

Mit sportlichen Grüßen,Ihr/euerSascha Lohrer
Unser Kolumnist
Weitere Kolumnen
14. Oktober 2025
Kolumne Abseits: René Uhrig: Unser UHRIGinal
23. August 2025









