Kolumne Abseits: 10 JAHRE ABSEITS: 𝐑𝐮𝐡𝐞 𝐢𝐧 𝐅𝐫𝐢𝐞𝐝𝐞𝐧 𝐖𝐢𝐥𝐥𝐢 𝐁𝐞𝐮𝐭𝐞𝐥ⵑ
Liebe Freunde der TSG, liebe Fußballfreunde!

Mit sportlichen Grüßen,Ihr/euerSascha Lohrer
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Während Weinheim Hochkaräter liegen lässt, präsentiert sich Spitzenteam Bruchsal abgezockt – und fährt die volle Ausbeute ein.
1.FC Bruchsal – TSG 1862/09 Weinheim 3:1 (2:0)
Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 02.11.2026
von Nicolai Lehnort
BRUCHSAL. „Eine andere Hausnummer“ als in der Vorwoche nach dem ersten Heimsieg der Saison gegen den VfR Mannheim II hatte Ever Kassel beim 1. FC Bruchsal erwartet. Im Gegensatz zum Aufsteiger sind die Gastgeber ein gefestigtes Spitztenteam der Fußball-Verbandsliga, scheiterten im Vorjahr in der Aufstiegsrelegation. Trotz der 1:3 (0:2)- Niederlage seiner TSG 1862/09 Weinheim am Samstag musste der Trainer konstatieren: „Das waren sie eigentlich gar nicht.“ Denn die beim Tabellendritten im ersten Durchgang erneut in tiefem Block verteidigenden Gäste hatten früh die Chance, die Partie auf ihre Seite zu ziehen. Zweimal war es Donat Gervalla, der nach stark ausgespielten Umschaltsituationen im Eins-gegen-eins die Führung auf dem Fuß hatte. Weil der Offensivmann die nötige kaltschnäuzigkeit aber vermissen ließ, zeigte Bruchsals Torjäger, wie man es richtig macht: Nach einem Weinheimer Ballverlust im Zentrum spielten es die Hausherren gut aus und Jonas Malsam traf mit seinem achten Saisontor nach 31 Minuten zur Führung. Zuvor zeigte sich Bruchsal zwar ideenreicher als in der Vorwoche der VfR und brachte die Weinheimer Fünferkette mit vielen Spielverlagerungen ins Laufen, abgesehen von einem Lattentreffer sprang dabei aber wenig Torgefahr heraus. So schuf zum Pausenpfiff ein Standard Abhilfe: Dennis Klemm zirkelte einen Freistoß perfekt in den Knick (45.) – und warf den Weinheimer Matchplan endgültig über den Haufen. „Wir hatten das noch gar nicht einstudiert, aber was sollten wir bei dem Spielstand machen? Also sind wir all-in gegangen – und haben es super umgesetzt“, berichtete Kassel von der Kabinenansprache, die da lautete: weg vom tiefen Block hin zu hohem Pressing. Ein beliebtes Element aus Kassels Zeit in der U19, das die mit vielen seiner ehemaligen Schützlinge gespickte Mannschaft besser umsetzte als gedacht. Bruchsal zeigte sich überrascht, wurde phasenweise am eigenen Sechzehner eingeschnürt. Nur acht Minuten nach Wiederanpfiff belohnte sich die TSG für den Aufwand und traf durch Finn Hoffmann, dem die Kugel nach einer Ecke vor die Füße fiel, zum 1:2-Anschluss. Eine Viertelstunde später zeigte sich jedoch, was den Aufstiegskandidaten vom Kellerkind unterscheidet: Bruchsal spielte einen Konter blitzsauber aus und Paulino de Tullio sorgte mit seinem 3:1 für die Entscheidung (73.). Auch wenn mehr drin gewesen wäre, „total zufrieden“ ging Gästetrainer Kassel aus der Partie raus. Wermutstropfen bleibt zwar die Chancenverwertung, doch die starke Phase nach der Pause stimmt den neuen Trainer nach seinem vierten Spiel zuversichtlich: „Wenn wir es schaffen, Bruchsal derart zu stressen, können wir es gegen jeden Gegner.“
TSG Weinheim: Kempa – Berger (64. Awana), Schmitt, Schneider (68. Mucha), Kasango (73. Marchitto), Hoffmann, Gervalla (79. Weihbrecht), Hussaini, Langer, Sihlaroglu (80. Shala), Kartal.
Tore: 1:0 Malsam (31.), 2:0 Klemm (45.), 2:1 Hoffmann (53.), 3:1 de Tullio (67.).
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Klare Sache im „Herberger-Derby“
SC United Weinheim – TSG 1862/09 Weinheim U23 0:2 (0:2)
Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 02.11.2026
Von Kevin Schollmaier
Weinheim. Klare Sache im „Herberger-Derby“: Die TSG Weinheim II hat sich mit einem kleinen Paukenschlag in der Fußball-A-Klasse zurückgemeldet und das Stadtderby bei United Weinheim mit 2:0 (2:0) für sich entschieden. Überraschend war dabei nicht nur das Ergebnis: Im gemeinsam genutzten Sepp-Herberger-Stadion gab die vermeintliche Auswärtsmannschaft über weite Strecken den Ton an und war dem favorisierten Sportclub spielerisch in allen Belangen überlegen. Dass die Derby-Pleite für United nicht höher ausfiel, lag einzig an der Chancenauswertung der nominellen Gäste. „Da gibt’s nichts schönzureden, das war heute eine Nullnummer von uns“, berichtete Uniteds enttäuschter Vize-Vorsitzender Sükrü Cansiz. Die Zweitvertretung der TSG lobte er für „super Fußball“. Dabei erwischte United sogar den besseren Start. Ali Yilmaz setzte das Leder früh knapp am Tor vorbei (2.), Yosef Mohamed war wenig später sogar schon am TSG-Keeper vorbei, doch ein Verteidiger kratze den Ball noch von der Linie. Auf der Gegenseite hatte Arib Harifi nach einem langen Ball hinter die Kette per Lupfer mehr Zielwasser an Bord: Mit der 1:0-Führung traf Harifi United ins Mark. Die Hausherren stellten in der Folge den Spielbetrieb praktisch ein, im Herberger-Stadion war nur noch die TSG II Herr im Haus. United-Schlussmann Maximilian Samstag rettete mehrfach, ehe Maiko Hertel vor der Halbzeit auf 2:0 stellte. Auch im zweiten Durchgang spielten nur die Blau-Weißen, ließen aber mehrere Hochkaräter liegen. Für die TSG II ist der Derbysieg ein verdienter Befreiungs-, für United dagegen ein herber Rückschlag.
TSG 1862/09 Weinheim II: Kempa; Hertel, Ince, Arifi, Lebsir (76. Rutic), Kasango, Mohammadi (52. Szot)Yücel, Planicka, Gören, Akbulut.
Tore: 0:1 Arifi (19.), 0:2 Hertel (44.).
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Gleich vier Stammkräfte meldeten sich kurzfristig krank
TSG 1862/09 Weinheim U23 – FV Ladenburg II 3:4 (1:0)
Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 26.10.2026
Von Kevin Schollmaier
Weinheim: Für die TSG 1862/09 Weinheim II kam es am Sonntagmorgen ganz dick: Gleich vier Stammkräfte meldeten sich kurzfristig krank, ein etatmäßiger Torhüter war nicht mehr da. Für die Partie gegen den FV Ladenburg II musste Trainer Max Müller in den Kasten. Die verbliebenen Kräfte kämpften gegen den direkten Konkurrent lange um den Sieg, mussten sich am Ende aber 3:4 (1:0) geschlagen geben. Trotz der großen Personalmisere hatten die Weinheimer mehr vom Spiel und führten gleich drei Mal. Enes Gören, Tom Weihbrecht und Habib Arifi brachten die Hausherren jeweils in Front. Das Genick brachen den Weinheimern aber die Standards. Gleich drei Mal glichen die Ladenburger mit ruhenden Bällen aus. Zu allem Überfluss kassierte die TSG-Zweitvertretung in der Nachspielzeit noch das 3:4. „Das Spiel stand unter keinem guten Stern, es lief vieles gegen uns, wir konnten dann auch nicht mehr reagieren“, berichtete der eingesprungene Torhüter Müller.
Kader TSG 1862/09 Weinheim II: Müller; Strowitzki, Weihbrecht, Marin, Gorges (55. Ince), Lebsir (85. Henn), Kasango, Gögülü, Arifi, Gören (85. Rutic), Szot.
Tore: 1:0 Gören (19.), 1:1 Hesse (62.), 2:1 Weihbrecht (63.), 2:2 Hesse (69.), 3:2 Arifi (71.), 3:3 Hesse (82.), 3:4 Krusenbaum (90.+1).
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Gegen Aufsteiger VfR Mannheim II feiert die TSG 1862/09 unter dem neuen Trainer Ever Kassel den zweiten Sieg in Folge und meldet sich im Abstiegskampf zurück.
TSG 1862/09 Weinheim – VfR Mannheim II 3:2 (2:1)
Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 26.10.2026
Von Nicolai Lehnort
Weinheim. Als der erste Heimsieg der Saison in der Fußball-Verbandsliga am Samstagnachmittag unter Dach und Fach war, konnte sich Ever Kassel kaum vor Glückwünschen retten. Nach dem 3:2 (2:1)-Erfolg über Spitzenteam VfR Mannheim II wurde der neue Trainer der TSG 1862/09 Weinheim von einer Traube junger Spieler umringt, quatschte, feixte, trug ein Lächeln, das breiter kaum sein konnte. „Es waren etliche meiner früheren Spieler aus A-, B- und C-Jugend hier und das macht mich unheimlich stolz“, berichtete Kassel, dessen ehemalige Jungs auf der Tribüne fast die Hälfte der 81 Zuschauer im Sepp-Herberger-Stadion stellten. Sein erster Auftritt im Stadion als neuer Cheftrainer war wie ein großes Nachhausekommen für den langjährigen Jugendcoach. „Hier als Trainer der ersten Mannschaft zu stehen, davon habe ich immer geträumt.“ Zwei Siegen aus seinen ersten drei Spielen waren dem 36-jährigen Nachfolger von Marcel Hofbauer wohl ebenfalls in seinen Nächten begegnet. War beim ersten Saisonsieg beim SV Waldhof Mannheim II mit einem spät parierten Elfmeter noch ordentlich Glück dabei, ging Weinheim gegen den Tabellendritten diesmal als verdienter Sieger vom Platz. Gegen den mit Fünferkette tief verteidigenden Block der Hausherren fand der VfR, der mit drei Regionalliga-Spielern angetreten war, kaum Mittel. In der zu dünnen Restverteidigung dagegen überließen die Gäste den über Außen immer wieder schnell umschaltenden Weinheimern große Räume. „Wir wussten ganz genau, was auf uns zukommt und der Matchplan ist perfekt aufgegangen“, freute sich Kassel, dass sein Ansatz so schnell Früchte trägt und sparte nicht mit Lob. „Gegen den Ball war es brutal gut und unsere Umschaltmomente tun jedem Gegner weh. Das haben wir überragend gemacht.“ Die erste Unaufmerksamkeit in der TSG-Defensive nutzte der Aufsteiger nach feinem Steck- und folgendem Querpass zwar gleich aus und ging durch Ilias Soultani früh in Führung (19.), doch durch eine mit der Hand geblockte Hereingabe und den folgenden von Ismet Kartal verwandelten Strafstoß glich die TSG nur drei Minuten später aus. Der Führungstreffer der Blau-Weißen war dann die Blaupause für den Matchplan: Die starken Jeremy Kasango und Milad Hussaini schalteten über rechts schnell um, Letzterer fand nach einem Querpass durch den VfR-Strafraum Lias Kühne am langen Pfosten, der nach 37 Minuten nur noch einzuschieben brauchte. Spätestens da war die Kassel-Elf angezündet, feierte jeden gewonnenen Zweikampf wie einen Torerfolg.
„Weinheim wollte es mehr“
„Mit Ever kam mehr Feuer rein“, beschrieb Kapitän Niklas Schneider den Unterschied zu dessen Vorgänger, der auch das lautstarke und aktive Coaching an der Seitenlinie praktiziert und kaum auf der Bank Platz nimmt. Es war auch der Unterschied zu den Gästen, die die Partie bei einem Abstiegskandidaten wohl zu sehr auf die leichte Schulter nahmen, wie VfR-Trainer Serif Gürsoy zugeben musste. „Weinheim wollte es einfach mehr, kämpferisch und läuferisch haben wir nicht dagegengehalten.“ Finn Hoffmann, dessen Versuch im ersten Durchgang noch stark pariert worden war, traf zehn Minuten nach Wiederanpfiff per Kopf nach einem Freistoß zum 3:1 (55.), machte sich die Vorentscheidung aber selbst wieder zunichte: Nur neun Minuten später fällte er den Gegner im eigenen Strafraum nach einem Ballverlust – Soultani traf mit seinem zweiten Tor des Tages vom Punkt zum Anschluss. Davon ließen die sich weiter wacker verteidigenden Weinheimer aber genauso wenig aus der Ruhe bringen wie von der siebenminütigen Unterbrechung kurz vor Schluss, als Schiedsrichterin Franziska Vögele verletzungsbedingt durch ihren Assistenten ersetzt werden musste. Während Mannheim in Summe nie zwingend genug wurde, hätte die TSG das Ergebnis gar noch höher gestalten können, hätte sie ihre Konter konsequenter ausgespielt. Mit jetzt sieben Punkten sendet Weinheim damit das nächste Lebenszeichen im Abstiegskampf. Geht es so weiter, werden einige der Gratulanten von Samstag es Mittelfeldmann Mustafa Sihlaroglu wohl gleichtun – und ihrem ehemaligen Jugendtrainer künftig nicht mehr nur als Gratulanten im Sepp-Herberger-Stadion begegnen.
TSG 1862/09 Weinheim: Baumann – Berger, Schneider (72. Mucha), Kasango (72. Gervalla), Hoffmann, Hussaini (72. Shala), Hertel (56. Schmitt),
Langer, Kühne (90.+2 Marchitto), Sihlaroglu, Kartal.
Tore: 0:1 Soultani (19.), 1:1 Kartal (22., Handelfmeter), 2:1 Kühne (37.), 3:1 Hoffmann (56.), 3:2 Soultani (66., Foulelfmeter).
Zuschauer: 81
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TSG 1862/09 II seit vier Spielen ungeschlagen
SC Käfertal II – TSG 1862/09 Weinheim U23 3:3 (2:2)
Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 19.10.2026
Von Anja Treiber
Käfertal. „Wir sind jetzt seit vier Spielen ungeschlagen, waren auch heute wieder spielbestimmend. Etwas unglücklich, dass es am Ende nicht zum Sieg
gereicht hat.“ Trainer Max Müller hätten mit seiner TSG 1862/09 Weinheim II gerne den dritten Saisonsieg gefeiert. Am Ende stand beim SC Käfertal II ein 3:3, das die Gastgeber in Minute 94 per Elfmeter erzielten. „Das Ergebnis geht schon in Ordnung, weil Käfertal sehr viel investiert hat. Aber wenn wir unsere
Chancen machen, können wir das Spiel früher entscheiden.“ Nach einem hohen Ball ging ein Käfertaler im Strafraum zu Boden, der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter. Den konnte Torhüter Felix Schnabel auf Kosten eines ausgekugelten Fingers noch abwehren, der Nachschuss war drin. „Wir sind auf einem guten Weg und hoffen, dass wir uns zeitnah Richtung obere Hälfte bewegen können“, sagt Müller, der nach dem frühen Rückstand eine starke Teamleistung sah. AT
Kader TSG 1862/09 Weinheim II: Schnabel (90+7 Spahic); Strowitzki, Marin, Arifi (84. Kasango), Lebsir, Mohammadi (90+1 Rutic), Wirth (57. Gorges), Gören, Yazici (63. Ince), Miftari, Görgülü.
Tore: 1:0 Barth (8.), 2_0 Barth (11.), 2:1 Lebsir (26.), 2:2 Lebsir (29.), 2:3 Arifi (70.), 3:3 Kargbo (90+4)
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Verbandsliga (10. Spieltag 18.10.2026)
Ausgerechnet im Verbandsliga-Derby auf dem Waldhof platzt bei der TSG 1862/09 der Knoten.
SV Waldhof Mannheim II – TSG 1862/09 Weinheim 1:2 (1:1)
Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 19.10.2026
von Theo Straub
WALDHOF. Große Erleichterung für die Weinheimer Fußballer am Sonntagnachmittag im Seppl-Herberger-Stadion am Alsenweg in Mannheim. Die TSG 1862/09 gewann beim 2:1 (1:1) über den SV Waldhof Mannheim II am zehnten Spieltag der Verbandsliga ihr erstes Saisonspiel. Großen Anteil am Sieg hatte dabei Torwart Lukas Kempa, der in seinem ersten Saisonspiel für die erste Herrenmannschaft einen Elfmeter entschärfte und mehrfach den Ausgleich verhinderte. Nachdem er am letzten Wochenende noch für die Weinheimer Zweitvertretung auf dem Feld stand und dort im Stadtderby gegen Lützelsachsen II ebenfalls zum besten Spieler avancierte, sicherte er seinem Team nun die ersten drei Punkte in der Verbandsliga. „Wir sind alle überglücklich, dass es heute endlich mal gereicht hat und wir uns belohnt haben. Dass ich daran noch meinen Anteil habe, ist umso schöner,“ resümierte der 19-jährige Schlussmann strahlend.
„Zuversicht für die Zukunft“
Ähnlich erleichtert und glücklich wirkte auch sein neuer Trainer nach Schlusspfiff: „Es ist unglaublich wichtig für uns, zu merken, dass wir gewinnen können und dass unser Matchplan aufgeht. Das gibt der Mannschaft unheimlich viel Glaube und Zuversicht für die Zukunft,“ hob Ever Kassel die Bedeutung des ersten Saisonsiegs hervor. In seinem zweiten Spiel an der Seitenlinie startete seine Elf defensiv kompakt, mit dem Ziel, durch schnelle Umschaltmomente offensiv gefährlich zu werden. „Das hat gerade auch durch den defensiven Fokus in der Trainingswoche sehr gut funktioniert und wir haben sehr gut kommuniziert“, lobte Kassel sein Team weiter. Trotz dieser Kompaktheit ging der Waldhof II durch Milo Bauer nach 31 Minuten verdient in Führung. Die TSG kam meist nur durch ruhende Bälle vors gegnerische Tor, da man im Umschaltspiel oft noch zu unsauber war. Der dritte TSG-Eckball war dann aber von Erfolg gekrönt, als Finn Jörg Hoffmann nach etwas Durcheinander im Fünfmeterraum am schnellsten reagierte und den Ball zum Ausgleich ins Tor donnerte. Der Innenverteidiger beendete damit eine Durststrecke von über 260 Minuten, in denen die Weinheimer kein Tor erzielten. Kurz vor der Pause wurde es im eigenen Strafraum nochmals brenzlig, als Hoffmann als letzter Mann auf der Linie klärte. Nach dem Seitenwechsel ergab sich ein ähnliches Bild, angeführt von Routinier Adrien Charles Awana im Zentrum der Fünferkette, stand die TSG tief und der Waldhof suchte nach Lösungen. Mit der Zeit wurden die Zweiburgenstädter immer mutiger in der Vorwärtsbewegung. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld brachte Lias Kühne den Ball vom zweiten Pfosten scharf vors Tor von SVW-Keeper David Zimmer. Dort missglückte „Buwe“-Kapitän Silas Hechler der Klärungsversuch so unglücklich, dass der Ball im eigenen Gehäuse landete.
Kilic: Weinheim war bissiger
„Wir waren heute in den Zweikämpfen zu leichtsinnig, machen zu viele Fehler und dazu war Weinheim einfach bissiger,“ beschrieb sein Trainer Akin Kilic die Gründe für die fünfte Saisonniederlage. Nach dem Gegentreffer schnürte die U21 des SV Waldhof ihre Gäste immer wieder um den Strafraum fest und drängte auf den Ausgleich. Und dann wäre es fast wider passiert: Nach einem Lattentreffer in der 75. Minute, brachte Donat Gervalla nur vier Minuten später Sebastian Richardson zu Fall und Schiedsrichter Fabian Menzel zeigte folgerichtig auf den Punkt. Den anschließenden Foulelfmeter fischte Lukas Kempa aus der rechten Ecke. In der Schlussphase hielt Mannheim den Druck weiter hoch, schaffte es aber nicht, das Weinheimer Abwehrbollwerk zu knacken, und es blieb beim hart erkämpften 2:1-Auswärtssieg.
TSG Weinheim: Kempa; Berger, Schmitt (67. Mucha), Kasango (73. Hussaini), Hoffmann, Gervalla (82. Jawadi), Awana, Langer, Kühne, Sihlaroglu (57. Schneider), Kartal (81. Güven).
Tore: 0:1 Bauer (31.), 1:1 Hoffmann (40.), 1:2 Hechler (71. Eigentor).
Zuschauer: 97.
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3:1 im Stadtduell gegen TSG 91/09 Lützelsachsen II
TSG 1862/09 Weinheim U23 – TSG Lützelsachsen II 3:1 (2:1)
Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 12.10.2026
Von Anja Treiber
Weinheim. Auf dem Hauptrasen tollten die Jüngsten beim Spielfest, auf dem Kunstrasen lieferten sich die A-Klassen-Kicker der TSG 1862/09 Weinheim II gegen die TSG 91/09 Lützelsachsen II ein umkämpftes Stadtduell. Es war einiges los gestern im Sepp-Herberger-Stadion. Im Gegensatz zur Verbandsliga-Mannschaft hatte Weinheims Zweite auch wieder dank Verstärkung „von oben“ nach dem Abpfiff aber Grund zum Feiern. 3:1 (1:1) besiegte die blaue TSG die benachbarte rote TSG. Und Lützelsachsens Trainer Miguel Cabrera war nach dem Schlusspfiff gar nicht zufrieden. „Marlon Gärtner nehme ich als Torwart mal aus der Kritik raus, ohne ihn hätten wir uns noch ein, zwei Tore mehr gefangen. Aber insgesamt war mir das zu wenig. Wir haben nicht alles auf dem Platz gelassen“, rügte der Gästecoach sein Team. „Es kann nicht sein, dass wir eine Woche nach einem Superspiel wieder so etwas abliefern.“ Anders sah das auf der Gegenseite aus, wo Trainer Max Müller und der neue Betreuer Michael Zangl zufrieden waren. „Bis auf den Elfmeter kurz vor der Halbzeit hatten wir das Spiel im Griff. Jetzt brauchen wir noch Personal, um die Saison auch durchstehen zu können.“ Die entscheidende Szene spielte sich Mitte der zweiten Hälfte ab, als Furkan Soysal zwar Yumuk den Ball abluchste, dann aber an Weinheims Keeper Lukas Kempa scheiterte. Statt des 2:2 folgte im Gegenzug das 2:1 durch Abdelkarim Lebsir, der einen zuvor abgewehrten Ball von Marlon Gärtner zum 3:1 verwertete.
TSG 1862/09 Weinheim II: Kempa; Kasango, Marin, Lebsir (68. Kasango), Wirth, Mohammadi (82. Henn/84. Ince), Gören, Mucha, Görgülü, Djeumeni Tchuigwa (45+3 Görges), Yazici.
Tore: 1:0 Lebsir (13.), 1:1 Funder (FE,45+4), 2:1 Djeumeni Tchuigwa (43.), 3:1 Lebsir (66.)
Vorkommnis: Gelb-Rot für Kratzer wegen Meckern (80.)
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Die Suche ist beendet. Ever Kassel wird neuer Trainer der Verbandsliga-Mannschaft der TSG 1862/09 Weinheim. Er übernimmt das Amt des in der vergangenen Woche zurückgetretenden Marcel Hofbauer. Der in Cali,Kolumbien, geborene Kassel wohnt in Laudenbach, sieht seine Sportliche Heimat aber bei der TSG 1862/09 Weinheim. „Es ist definitiv schön wieder nach Hause zu kommen. Es fühlt sich richtig an“ so der 36 Jährige.
Vor ihm steht aber eine schwere Aufgabe. Am kommenden Samstag trifft die TSG 1862/09 Weinheim, welche in der Tabelle auf dem letzten Platz steht, auf den Tabellennachbarn die SpVgg Durlach-Aue. Während Weinheim noch auf den ersten Sieg der Saison wartet, gelang den Gästen am vergangenen Wochenende gegen Gommersdorf der erste Sieg in der Saison. Weinheim verlor unter Interimstrainer Özcan Sahin am vergangenen Freitag in Walldorf mit 0:1. Nun kommt es am Samstag um 14:00 Uhr im Sepp-Herberger-Stadion zum direkten Duell und zu Kassel’s Premiere an der Seitenlinie.
Kassel bringt Erfahrung mit denn zuletzt arbeitete er im NLZ des SV Sandhausen. Für Ever Kassel geht aber nun ein Traum in Erfüllung. Er trainierte in Weinheim schon alle Mannschaften von der C-Jugend und höher und jetzt wird er Trainer der 1.Mannschaft. „Das ist für mich eine riesen Plattform und dass der Verein mir sein Vertrauen ausspricht, bedeutet mir mehr als alles andere. Es gibt nichts schöneres als eine 1.Herrenmannschaft zu trainieren“. Besonders wichtig ist Ever Kassel dass er seine erste Station als Trainer einer ersten Herrenmannschaft hier in Weinheim hat, nachdem er in Hockenheim bereits die 2.Mannschaft trainiert hatte und er möchte es, trotz der aktuellen Situation, genießen. Er sieht seine Aufgabe als Chance für ihn, aber auch für den Verein. „Dass ein Trainer aus der Jugend, Trainer einer 1.Mannschaft wird das gab es bei der TSG glaube ich auch noch nie, das ist schon ein Statement“ sagt er. Ever Kassel ist Entwicklung wichtig. Er möchte jungen Spielern eine Plattform bieten in der sie sich Taktisch und Menschlich weiterentwickeln können. Sportlich möchte er am Samstag am liebsten mit einem Dreier starten und bis zur Winterpause sollten, trotz des noch schweren Programms, noch weitere Punkte hinzu kommen. „Wir wollen Widerständen entgegen gehen. Kämpfen, beißen, Verteidigen. Ich möchte eine Einheit formen.“. Langfristig möchte Ever Kassel mit seiner Mannschaft so viele Punkte wie möglich sammeln und am Ende der Saison, den Klassenerhalt schaffen. Er möchte Spielern aus der U17 und U19 Plätze in der 1.Mannschaft anbieten, denn nur so würden diese Spieler auch in Weinheim bleiben. Spielerisch legt er zunächst sehr viel Wert auf die Verteidigung, aber natürlich möchte er auch den Gegner beherrschen und dominieren. Ever Kassel möchte „Ballbesitz-Fußball mit Offensiv-Spektakel“ bieten. Aktuell wird man das wahrscheinlich noch nicht sehen, doch in der Rückrunde sollte man seine Handschrift erkennen können.
Am Ende ist Ever Kassel einfach nur froh wieder „nach Hause zu kommen. Es macht mich unfassbar Stolz dass der Verein den Weg eingegangen ist, einem Jugendtrainer das Vertrauen zu geben. Wir können damit auch ein Aushängeschild für andere Vereine werden. Zum Beispiel damit wie man mit einem Jugendtrainer umgeht. Ich bin stolz dass der Verein an mich gedacht hat. Das weiß ich sehr zu schätzen.“ Am Ende war es Ever Kassel noch wichtig frei nach Otto Rehhagel zu betonen „Die Wahrheit liegt auf dem Platz“ und wie das aussieht, wird man ab Samstag sehen.
Mit sportlichen Grüßen
Die Fußballabteilung der TSG 1862/09 Weinheim
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