Spielbericht 1. Mannschaft: Viel Aufwand, aber zu wenig Ertrag
Spielbericht 1. Mannschaft: Viel Aufwand, aber zu wenig Ertrag
Verbandsliga (26. Spieltag 02.05.2026)
TSG 1862/09 Weinheim verliert auch das Derby gegen den FV Fortuna Heddesheim. Im Kampf um den Verbandsligaverbleib wird die Luft immer dünner.
TSG 1862/09 Weinheim – FV Fortuna Heddesheim 0:3 (0:1)
Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 04.05.2026
von Anja Treiber
Weinheim. Es bleibt dabei: Gegen die Spitzenteams der Fußball-Verbandsliga sieht die immer stärker abstiegsgefährdete TSG 1862/09 Weinheim lange Zeit gut aus. Doch am Ende bleibt eben nichts hängen. Beim 0:3 gegen den Tabellenzweiten FV Fortuna Heddesheim sahen die fast 150 Zuschauer lange Zeit ein Spiel auf Augenhöhe, zumindest zwischen den Strafräumen. Was Weinheim aber fehlt, sind die Tore. Das zwar schon in der kompletten Saison, jetzt im Abstiegskampf aber umso mehr.
„Ich weiß langsam nicht mehr, was ich sagen soll“, war der spielende Co-Trainer und Kapitän Georgios Roumeliotis nach umkämpften 90 Minuten ratlos. „Offensiv müssen wir in der ersten Halbzeit vier, fünf Tore machen. In der zweiten Hälfte hatten wir dann viel Ballbesitz, haben aber nichts daraus gemacht. Wir müssen in Bretten wieder alles reinhauen und schauen, dass wir in den letzten vier Spielen so viele Punkte wie möglich holen.“
Im Liga-Endspurt steht Weinheim weiterhin auf dem Relegationsplatz, punktgleich und im Torverhältnis noch um vier Treffer besser als Neckarelz auf dem ersten Abstiegsplatz. Der direkte Vergleich ging verloren. Es wird ein heiß umkämpfter Endspurt, in dem jetzt der VfR Gommersdorf auf dem rettenden zwölften Platz ein Vier-PunktePolster und den Ligaverbleib beim vermeintlich einfacheren Restprogramm in eigener Hand hat. Überhaupt steht Weinheim mit drei Auswärtsspielen ein knüppeldickes Finale ins Haus. Aber eins, um das sich TSG-Trainer Marcel Hofbauer keine Sorgen macht. „Ich weiß schon jetzt, dass ich am Montag in der Kabine wieder eine hoch motivierte Truppe sitzen habe, die alles geben wird und auch in der kommenden Saison Verbandsliga spielen will.“
Bislang 19 Zusagen
Zugesagt haben bislang ligaunabhängig bislang 16 Spieler: Niklas Schneider, Lias Kühne, Davis Bergbauer, Finn Hoffmann, Robert Langer, Jermain Schranz, Donat Gervalla, Maiko Hertel, Lukas Kempa, Isamet Kartal, Finley Mucha, Milad Hussaini, Lennox Schmitt, Marc Berger und Joel Kasango. Aus Eppelheim kommt Torwart Steven Baumann und von den A-Junioren rücken Taha Kilichan, Aulon Hoxha und Janne Aaron Schmitt in den Erstmannschaftskader. Den Weinheimer Weg, den eigenen jungen Spielern die direkte Chance im Aktivenbereich zu geben, gehen Trainer Marcel Hofbauer und Co. auch unbeirrt weiter. „Wir hatten heute wieder keine Mannschaft auf dem Platz, die wesentlich schlechter war als der Gegner. Und wir haben vielleicht ein Fünftel des Heddesheimer Etats. Im Fußball machen es dann manchmal die Nuancen aus. Und Heddesheim kann sich eben auch individuelle Klasse leisten. Die machen dann eben die Tore und wir nicht.“ Was Hoffnung macht, ist, dass sich Weinheim die Chancen erspielte. Bereits in der 2. Minute knallte Donat Gervalla, von Maiko Hertel auf die Reise geschickt, bei einem seiner vielen Sprints den Ball an den Pfosten des Heddesheimer Tors. Mehr oder weniger im direkten Gegenzug lief dann allerdings Marsal Hertel im Laufduell davon und die Flanke landete passgenau auf Leon Idobors Kopf: 0:1 nach vier Minuten. Fast hätte sich Weinheim danach noch ein Slapstick-Tor eingeschenkt, als ein Befreiungsschlag an Cultreras Schienbein ab- und an den Pfosten prallte (5.).
Doch dann hatten sich die Weinheimer gefangen, besannen sich nach 15 Minuten zu spielen, statt die Bälle hoch und weit nach vorne zu schlagen und bekamen ihre Chancen. Doch entweder fehlte Fabian Czaker die gute Ballannahme oder den fleißigen Lias Kühne das Zielwasser. Das galt auf der Gegenseite aber auch für Giuliano Cultrera und Lotfi Graidia, die jeweils an TSG-Keeper Lukas Kempa scheiterten. In Durchgang zwei kam nicht mehr viel Vielsprechendes heraus. Hertel scheiterte aus der Distanz, Czaker gelang im Strafraum statt Abschluss nur ein Stürmerfoul.
Besser machten es wieder die Gäste, als Milad Hussaini bei eigenem Angriff über den Ball trat und Graidia per Konter eiskalt zum 0:2 vollstreckte (84.). Das 0:3 resultierte aus einem Foulelfmeter, verursacht von Etienne Imsirovic nach Foul an Marcel Gessel (89.). Die TSG steckte nicht auf, lief und lief, traf aber einfach nicht. Das sah auch Heddesheims Flügelflitzer Pasquale Marsal, im vergangenen Jahr noch im Weinheimer Trikot: „Es würde mich freuen, wenn Weinheim drinbleiben würde. Das Derby hat heute Spaß gemacht, auch wenn es für uns bei der TSG-Spielweise, der Hitze und dem großen Platz sehr anstrengend war. Wir hatten heute eine andere Qualität in der Effizienz, das hat den Unterschied gemacht.“
TSG Weinheim: Kempa; Berger (75. Schneider), Imsirovic, Romeliotis, Gervalla, Hussaini, Hertel (67. Jawadi), Bergbauer, Langer, Kühne, Czaker (71. Kartal).
Tore: 0:1 Edobor (3.), 0:2 Graidia (84.), 0:3 Müller (FE, 89.).
Zuschauer: 150
BILDEER ZUM SPIEL
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Kreisklasse A (26. Spieltag 03.05.2026)
TSG 1862/09 Weinheim II kassiert mit einem Rumpfkader eine unglückliche Derbyniederlage gegen Schriesheim.
TSG 1862/09 Weinheim U23 – SV Schriesheim 3:4 (2:0)
Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 04.05.2026
Von Anja Treiber
Weinheim. Der TSV Sulzbach hatte dem Stadtrivalen TSG 1862/09 Weinheim II mit dem 1:1 bei Phönix Mannheim Schützenhilfe geleistet und die Mannschaft von Trainer Andreas Dörrlamm hätte „nur“ nachlegen müssen. Aber im Heimspiel gegen den SV Schriesheim kassierten die stark dezimierten Weinheimer in letzter Sekunde noch eine 3:4-Niederlage. „Gefühlt ist gerade die Arbeit einer ganzen Saison kaputt. Die Jungs tun mir einfach nur leid“, sagte der mehr als bediente Trainer.
Die Weinheimer hatten das Spiel verlegen wollen, weil sich durch die längerwierigen Verletzungen zweier Spieler, einem konfirmationsbedingten Fehlen und dem freudigen Umstand, dass Alikan Aliev zur Geburt seines Kindes ins Krankenhaus musste, nur zwei Spieler auf der Auswechselbank saßen. Torhüter Luis Alejandro Delgado Brill war eigentlich sogar als Feldspieler eingeplant gewesen. Nachdem Fatlum Beciri aber nach 69 Minuten wegen einer Notbremse mit „Rot“ vom Feld musste, hatte sich auch diese Wechseloption erledigt.
„Die Jungs haben alles reingehauen, haben 60 Minuten überragend gespielt und 3:1 geführt. Die 30 Minuten in Unterzahl und ein Gegner, der dann am Ende aus dem Vollen schöpfen konnte haben letztlich zur Niederlage geführt“, sagte ein enttäuschter Trainer Andreas Dörrlamm, der sich selbst auf die Bank setzen musste und die fehlende Unterstützung anprangerte.
„Aus der U19 kam ein Spieler, sonst leider nichts“, ging sein Blick eher in Richtung des Verbandsligateams, das gestern keine Spieler „nach unten“ abstellte. Der Traum von einer noch möglichen Aufstiegsrelegation scheint also geplatzt. „Die Jungs, die da waren, haben alles gegeben. Und die Mannschaft wird auch versuchen, die restlichen vier Spiele noch vernünftig zu Ende zu bringen.“
Schriesheims Trainer Enrique Cazorla freute sich über den Dreier gegen ein Spitzenteam. „Wir hätten nicht verlegen können, haben nur einen Torwart und der arbeitet unter der Woche Schicht“, begründete der SVS-Coach die Abwehrhaltung der Gäste. Er sah trotz der Weinheimer Personalsorgen ein junges, laufstarkes Team auf dem Platz, gegen das sein Team im ersten Durchgang kein Land gesehen habe. Aber eben auch seine eigene Mannschaft, die sich nicht zu verstecken brauchte. „Zur Pause haben wir umgestellt, da zeigen meine Jungs Charakterstärke. Sie gehen seit Wochen über die Grenze. Und: Die Wechsel haben alle gegriffen“, sprach Cazorla unter anderem Simon Plewa an, der alle drei Treffer vorbereitet hatte.
Kader TSG 1862/09 Weinheim II: Beciri, Bauer (72. Arifi), Bildat, Amegah, Obermann (70. Delgado Brill), Mcharek, Lebsir, Schmitt, Pister, Güler, Gölz.
Tore: 1:0 Bauer (21.), 2:0 Mcharek (30.), 2:1 Schwertner (58.), 3:1 Lebsir (62.), 3:2 Abbas (71.), 3:3 Braun (86.), 3:4 Richter (90+4).
Vorkommnis: Rote Karte für Beciri (69.).
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Verbandsliga (25. Spieltag 25.04.2026)
TSG 1862/09 Weinheim verliert auch in Heidelberg-Kirchheim und verharrt auf dem Relegationsplatz. Jetzt kommt das Derby.
SG Heidelberg-Kirchheim – TSG 1862/09 Weinheim 2:0 (1:0)
Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 27.04.2026
von Anja Treiber
Heidelberg. Lennox Schmitt und Ismet Kartal saßen ausgepowert auf der Bank, schauten geknickt auf die Jubeltraube, die die Spieler der SG Heidelberg-Kirchheim bildeten. Der Rest der Mannschaft versammelte sich schon ums Trainerteam und auch die beiden Youngster schlossen sich nach einem Schluck aus der Wasserflasche schnell der Besprechung an. Marcel Hofbauer, Trainer der auf dem Relegationsplatz der Fußball-Verbandsliga stehenden TSG 1862/09 Weinheim, fasste das Geschehen im Sportzentrum Süd kurz zusammen: „Wir haben 20 Minuten geschlagen, waren dann vorne offensiv zu harmlos. Jetzt haben wir noch fünf Spiele, in denen wir es besser machen können. Wir müssen klarer in den Aktionen werden.“ Da mit entließ er sein Team ins Wo-
chenende.
Lange aufhalten können sich die Weinheimer in der Tat nicht mit Vergangenem, am Samstag wartet bereits das Derby im eigenen Stadion gegen den FV Fortuna Heddesheim. Der hatte jüngst bekannt gegeben, dass man die Aufstiegsspiele nicht bestreiten könne, weil durch den Rückzug von Manfred Jordan als
Vereinsvorsitzendem die Voraussetzungen für die Oberliga nicht gegeben seien. Probleme, die Weinheim in den vergangenen Jahren auch hatte.
Doch jetzt steht die TSG 62/09 voranderen Herausforderungen, will mit ihrem jungen Team versuchen, in der Verbandsliga zu bleiben. Und da gilt es in den nächsten fünf Spielen dringend Punkte zu sammeln, um den Relegationsplatz vielleicht doch noch verlassen zu können. „Und dazu müssen wir versuchen, die Jungs so schnell wie möglich wieder mit Mut auszustatten, damit sie am Wochenende wieder da sind“, sagt der neue Co-Trainer Dennis Sommer.
Da waren die Weinheimer in Kirchheim zu Beginn der Samstagspartie nicht, als sie die Gastgeber nach 16 Minuten bei einem Angriff mehr begleiteten, als körperlich in die Aktionen zu gehen. Einen daraus entstehenden Pass nutzte Fabian Heller in der 16. Minute zum 1:0. Viel Aussichtsreiches ergab sich bis zum
Pausenpfiff dann nicht mehr, Robert Langers Schuss nach Vorarbeit von Hussaini und Berger in der 42. Minute zwang SG-Schlussmann Nicholas Gaber zumindest einmal zu einer Parade. „Die Außen haben sich eigentlich immer wieder schön freigespielt, doch dann fehlte es meist am letzten klaren Pass und vielleicht auch dem Glück des Tüchtigen“, sagte Sommer.
Kurz nach Wiederanpfiff setzte Lennox Schmitt den Ball von der Strafraumgrenze knapp neben das Heidelberger Tor. Ansonsten versuchte sich Weinheim zu oft mit langen Bällen. Immer wenn Weinheim spielerische Lösungen suchte, wurde es durch die Schnelligkeit und Quirligkeit der Youngster zwar strukturierter, aber entweder rückte das Mittelfeld nicht nach oder der Abschluss war schlicht zu harmlos. Heidelberg hingegen zeigte sich effizient: Etienne Imsirovic verlor den Ball nach einem unsauberen Zuspiel an der Mittellinie im eigenen Spielaufbau und den Konter verwertete Sinisa Sprecakovic mit einem Distanzschuss nach 87 Minuten zum nicht ganz unhaltbar scheinenden 2:0. „Da war heute mehr drin. Aber wir werden auch in den restlichen fünf Spielen unsere Chance noch bekommen.“
TSG Weinheim: Kempa; Berger (77. Da Silva Arnold), Imsiroic, Roumeliotis, Gervalla, Hussaini, Hertel, Schmitt, Bergbauer, Langer, Czaker (46. Kartal).
Tore: 1:0 Heller (16.), 2:0 Sprecakovic (87.)
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Kreisklasse A (25. Spieltag 26.04.2026)
Weinheim II punktet als erstes Team in Sandhofen
SKV Sandhofen – TSG 1862/09 Weinheim U23 0:0 (0:0)
Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 27.04.2026
Sandhofen. Die TSG 1862/09 Weinheim II hat mit einer überragenden Mannschaftsleistung einen Punkt beim SKV Sandhofen entführt. Beim 0:0 im A-Klassen Spiel zeigten die Zweiburgenstädter vor allem gegen den Ball eine taktisch und kämpferisch blitzsaubere Leistung. Das Team von Coach Andreas Dörrlamm ist damit die erste Mannschaft überhaupt, die in der laufenden Runde beim SKV punktet. Die Mannheimer waren zuvor mit einer blütenreinen Weste von zwölf Siegen aus zwölf Spielen unterwegs. „Extrem stolz“ war Dörrlamm deshalb auf seine Jungs, die sogar leicht ersatzgeschwächt in die Partie gingen. Um selbst noch ins Aufstiegsgeschehen einzugreifen, hätte den Weinheimern zwar ein Sieg gut getan – für Dörrlamm geriet das aber zur Nebensache. Denn für beide
Übungsleiter war das Spitzenspiel ein Spiel zum Genießen, das taktisch mindestens ein Regal über durchschnittlichen A-Klassen Spielen lag. „Die Mannschaft lebt. Die Jungs waren diszipliniert, haben alles rein geworfen und ihr Herz auf dem Platz gelassen. Von beiden Seiten ein starkes Spiel mit leistungsgerechtem Ergebnis“, schwärmte Dörrlamm. Nun gelte es, aus den restlichen Partien das Maximum raus zu holen. „Dann schauen wir, wofür das gut ist.“ ksm
Kader TSG 1862/09 Weinheim II: Beciri; Benbiga, Bildat, Amegah, Mcharek, Schmitt (62. Bauer), Arifi (53. Lebsir), Lentini (75. Obermann), Gölz (78. Aliev), Mucha, Reichert.
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29. April 2026
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Verbandsliga (24. Spieltag 18.04.2026)
Lange bietet die TSG 1862/09 Weinheim dem Tabellenführer die Stirn, nach einem Handelfmeter für den 1. FC Mühlhausen ist die Gegenwehr aber gebrochen.
TSG 1862/09 Weinheim – 1.FC Mühlhausen 0:3 (0:0)
Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 20.04.2026
von Nicolai Lehnort
Weinheim. Am Ende mussten Marcel Hofbauer und sein neuer Co-Trainer Dennis Sommer, der Jan Herle ablöst, beim Wiedersehen am Samstag ihren alten Bekannten gratulieren. Gemeinsam mit Gästetrainer Steffen Kretz und Mittelfeldmann Jonas Kiermeier – das Quartett kennt sich aus gemeinsamen Zeiten bei Astoria Walldorf – „haben wir darüber gesprochen, wie das Spiel läuft, wenn wir unsere Tore machen“, gibt Weinheims Trainer Hofbauer Einblicke in das Gespräch nach Abpfiff. Und da waren sich Verantwortliche wie auch die 187 Zuschauer im Sepp-Herberger-Stadion einig: Das Heimspiel der TSG 1862/09 gegen den 1. FC Mühlhausen hätte auch eine andere Wendung nehmen können. Weil die Heimelf ihre Chancen aber fahrlässig liegen ließ, nahm der Tabellenführer der Fußball-Verbandsliga beim 3:0 (0:0)-Auswärtssieg alle Punkte mit. „Wir hatten 60 Minuten Zeit, das Spiel auf unsere Seite zu ziehen, haben es aber verpasst“, bilanzierte TSG-Coach Hofbauer, denn über eine Stunde bot sein Team, das weiter auf dem Abstiegsrelegationsplatz steht, dem Spitzenreiter ein hochklassiges und temporeiches Spiel auf Augenhöhe. Auch Gästecoach Kretz sprach im Nachgang von „einem harten Stück Arbeit“.
Schranz vergibt zwei Hochkaräter
Dass der Sieg in Spielberg die Blau-Weißen beflügelte, zeigte sich von Beginn an. Gegen den Ball abwartend im 5-4-1-System schalteten die aggressiven Hausherren nach Ballgewinn schnell um – und hätten schon nach elf Minuten 2:0 führen müssen. Zweimal war es Jermain Schranz. Nach sechs Minuten schob der Stürmer, nachdem der herauseilende Gästekeeper Kai Mutschall am Ball vorbei gesprungen war, die Kugel bedrängt von zwei FCM-Verteidigern aus 16 Metern aber am leeren Tor vorbei. Fünf Minuten später wurde die Aufgabe für den mit sieben Treffern besten TSG-Torschützen gar noch leichter: Den von Mutschall abgewehrten Distanzschuss bugsierte der 22-Jährige aus wenigen Metern freistehend aber über den Querbalken. „Mehr als hundertprozentig gibt es bei Torchancen ja nicht – und das waren diese beiden“, trauerte sein Trainer der vergebenen Führung nach. Die Kraichgauer fanden erst nach einer halben Stunde ins Spiel, hätten sich die Pausenführung aber ebenfalls verdient gehabt. So zielte zunächst Ex-Weinheimer Nick Huller zu ungenau, dann strich Nik Schmids Versuch knapp am Gehäuse vorbei (34.). Noch enger wurde es kurz vor dem Kabinengang. Jörn Wetzels Abschluss von halblinks im Strafraum titschte aber nur auf dem Querbalken auf (45.). Torchancen hüben wie drüben – der zweite Durchgang knüpfte nahtlos daran an. In höchster Not musste Roumeliotis eine der vielen scharfen Huller-Flanken klären (51.), auf der der Gegenseite zögerte Lennox Schmitt nach einer Flanke zu lange (53.). „Teilweise waren wir zu verspielt und nicht klar genug“, bemängelte Hofbauer. Nach 62 Minuten war das Tor auf der anderen Seite eigentlich fällig, doch mit Christopher Wild im Einsgegen-Eins vor dem Heimtor ließ auch Mühlhausen seinen Hochkaräter liegen.
Entscheidung in acht Minuten
Aus dem Spiel sollte es an diesem Samstag nicht sein, also musste ein Strafstoß her. Roumeliotis’ abgespreizter Arm wurde aus kurzer Distanz bei einer verlängerten Hereingabe getroffen, Philipp Neuberger stellte vom Punkt auf 0:1 (64.). Es war der Auftakt in eine achtminütige Phase, in der der Spitzenreiter zeigte, warum er ganz oben steht. Die aufgerückte TSG präsentierte sich nach dem Rückstand defensiv zu unsortiert. Die Gäste ließen sich nicht zweimal bitten. Einen Vorwurf wollte der Trainer seiner Elf deshalb aber nicht machen: „Um die Jungs emotional mitzunehmen, wollten wir höher anlaufen, um noch mal neue Kräfte zu mobilisieren“, erklärte Hofbauer die für den Zeitpunkt zu offen wirkende Ausrichtung. Wieder war es der starke Huller, der mit seiner Flanke am zweiten Pfosten Wetzel fand. Der legte auf Wild ab, der aus kurzer Distanz erhöhte (70.). Dasselbe Trio sorgte zwei Minuten später nach demselben chema für die Entscheidung, Vollstrecker war diesmal Rechtsaußen Wetzel. „Bitter, dass wir die Chancen nicht genutzt haben“, sagte auch TSG-Sportchef Paul Weis. „Es war auf jeden Fall mehr drin.“ Und das gegen den souveränen Ersten. Das darf Weinheim Mut machen für die kommenden Aufgaben.
TSG Weinheim: Kempa – Imsirovic (80. Berger), Roumeliotis, Schranz (66. Hussaini), Gervalla, Hertel, Schmitt, Bergbauer (87. da Silva Arnold), Langer, Kühne (73.Jawadi), Czaker (57. Kartal)
Tore: 0:1 Neuberger (64., HE), 0:2 Wild (70.), 0:3 Wetzel (72.).
Zuschauer: 187.
Beste Spieler: Schmitt, Schranz – Schuster, Huller, Wild.
BILDEER ZUM SPIEL
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26. November 2025
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Spielbericht U23 Mannschaft: Lützelsachsens Bollwerk trotzt TSG II
SPIELBERICHT U23: Lützelsachsens Bollwerk trotzt TSG II
Kreisklasse A (24. Spieltag 19.04.2026)
Weinheim II lässt im Stadtderby Punkte liegen.
TSG 1862/09 Weinheim U23 – TSG Lützelsachsen II 0:0
Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 20.04.2026
Von Kevin Schollmaier
Weinheim. Weinheim. Defensiv tadellos, offensiv zahnlos: Die TSG Weinheim II hat sich beim 0:0 im Fußball-A-Klassen Derby am Sonntag an der TSG Lützelsachsen II die Zähne ausgebissen. Damit lässt die TSG 62/09 im Derby wichtige Punkte im Kampf um den dritten Platz liegen. Lützelsachsen kann sich dagegen mit großen Kampfgeist nach zuletzt zwei Niederlagen wieder stabilisieren. Nach 90 Minuten intensivem Derby-Fußball ist das Manko bei Weinheims Reserve schnell ausgemacht: Es fehlt an Kaltschnäuzigkeit. „Wir müssen den Ball gefühlt bis an die Torlinie kombinieren. ‘Dreckige’ Tore kriegen wir einfach nicht hin“, fasste Coach Andreas Dörrlamm zusammen. Das spiegelt sich in den Zahlen und im Spiel wider: Die Weinheimer stellen die mit Abstand beste Defensive (25 Gegentore), schießen im Vergleich zum Spitzentrio aber viel zu wenig Tore. Auch im Derby hatte Abdelkarim Lebsir frühzeitig zwei Mal die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber freistehend an Gäste-Schlussmann Patrick Reiboldt. Ohne den Dosenöffner verzweifelten die Hausherren mehr und mehr am roten Bollwerk. Die Gäste konzentrierten sich aufs Verteidigen – und machten ihre Sache gut. Die Blau-Weißen zogen zwar ihr gewohnt dominantes Spiel auf, kamen aber nach den zwei großen Gelegenheiten kaum noch zu zwingenden Torchancen. Lützelsachsen warf sich dagegen in jeden Ball und verdiente sich damit einen Punkt. Für die Gäste war das Derby guter Anschauungsunterricht – denn auch kommende Woche wird es gegen Spitzenreiter Käfertal II auf gute Defensivarbeit ankommen. Die TSG Weinheim II hat bereits am Dienstag (21. April, 19.45 Uhr) im Nachholspiel die Chance, wieder mit dem Dritten gleichzuziehen. Die Zweiburgenstädter empfangen im nächsten Derby die SG Hemsbach.
Kader TSG 1862/09 Weinheim II: Delgado Brill; Bildat (80. Schmitt), Amegah, Herrmann, Mucha, Mcharek, Lebsir (66. Bauer), Benbiga, Biazid, Gölz
(66. Obermann), Güler (66. Lentini).
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29. April 2026
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Spielbericht 1. Mannschaft: TSG meldet sich im Abstiegskampf zurück
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Verbandsliga (23. Spieltag 11.04.2026)
Souveräner 5:0-Sieg beim SV Spielberg ist auch ein Signal an die Konkurrenz – die aber weiter fleißig punktet.
SV Spielberg – TSG 1862/09 Weinheim 0:5 (0:4)
Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 13.04.2026
von Nicolai Lehnort
Karlsbad. Die TSG 1862/09 Weinheim hat sich mit einem dicken Ausrufezeichen im Abstiegskampf der Fußball-Verbandsliga zurückgemeldet. Nach zuletzt drei Niederlagen hat das Team von Trainer Marcel Hofbauer am Samstagnachmittag dem vorherigen Tabellensiebten SV Spielberg in dessen Stadion mit 5:0 (4:0) eine Lehrstunde erteilt. Nach dem zweiten Sieg im siebten Spiel in diesem Jahr steckt die TSG aber weiter auf dem Abstiegsrelegationsplatz fest, weil die Konkurrenz ebenfalls dreifach gepunktet hat. Dass die Gäste sich vor 150 Zuschauern im Karlsbader Stadtteil Spielberg etwas vorgenommen hatten, war von Anfang an ersichtlich. Von Jugendlicher Unbekümmertheit seiner jungen Mannschaft als möglicher Vorteil im Abstiegskampf hatte Trainer Hofbauer im Vorfeld
noch gesprochen, davon war am Samstag nichts zu sehen. Fokus, Anspannung und volle Konzentration stand der auf zwei Positionen veränderten Startelf ins Gesicht geschrieben. „Es war jedem bewusst, um was es geht – nicht nur in diesem Spiel“, hat laut Hofbauer jeder den Ernst der Lage begriffen.
19-Jähriger sorgt für Sahnestart
Dass es mit Donat Gervalla ausgerechnet ein erst im Winter aus der U19 zum Team gestoßener Spieler war, der die Gäste früh auf die Siegerstraße brachte, steht dennoch sinnbildlich für den Weinheimer Weg. Schon nach zwei Minuten stand der 19-Jährige am langen Pfosten goldrichtig und verwertete eine Flanke von Lias Kühne von der rechten Außenbahn zur frühen Führung. 20 Minuten perfektionierte er dem Sahnestart der Weinheimer mit seinem dritten Treffer im sechsten Einsatz in einer deckungsgleichen Situation. „Er hat einen super Riecher und weiß, wo er zu stehen hat“, hatte Hofbauer ein Sonderlob für den linken Schienenspieler im 3-5-2-System der TSG übrig. Am liebsten hätte der Trainer aber all seine Schützlinge lobend hervorgehoben, denn nach der frühen Weichenstellung präsentierte sich die Hofbauer-Elf in einer bislang unbekannten Souveränität. „So eine starke Leistung im Kollektiv habe ich diese Runde noch nicht gesehen“, freute sich Hofbauer auch über die defensive Kompaktheit, die Torhüter Lukas Kempa, der für Marcus Retter ins Team rückte, die erst zweite Weiße Weste der Weinheimer in dieser Saison bescherte. Eigentlich hatten sich die Gäste auf ein Geduldsspiel eingestellt, doch mit der Führung im Rücken ließ die Dreierkette im Aufbau das hohe Spielberger Pressing im Spielverlauf ein ums andere Mal ins Leere laufen – mal mit mutigem Kombinationsspiel, mal mit gezielten langen Bällen.
Souverän und fehlerfrei
Mit Ballgewinnen, die schnell über Außen ausgespielt und im Zentrum verwertet wurden, sorgten Lennox Schmitt (37.) und Jermain Schranz (45.+2) noch vor der Pause für die Vorentscheidung. „Die Fehler, die sie gemacht haben, haben wir eiskalt ausgenutzt“, analysierte Hofbauer, der sich besonders erfreut zeigte, dass sein Team „nach langer Zeit endlich mal ein Spiel weitgehend ohne individuelle Schnitzer“ durchgezogen habe. So blieb Schlussmann Kempa nahezu beschäftigungslos, währen der neuerdings im offensiven Mittelfeld agierende Robert Langer mit dem 5:0 nach 72 Minuten die Krone auf das Signal an die Konkurrenz setzte. „Es ist ein Zeichen, dass wir noch da sind und uns nicht in der großen Negativspirale befinden“, meinte Coach Hofbauer, der mit Blick auf das Duell mit Tabellenführer Mühlhausen am Samstag (18. April, 15 Uhr) schon mal vorausschickte: „Wenn wir diese Leistung auch gegen Topteams abrufen, können wir sogar da was holen.“
TSG Weinheim: Kempa – Imsirovic (66. Mucha), Roumeliotis, Schranz (64. Hussaini), Gervalla, Hertel (81. Hoffmann), Schmitt (64.Berger), Bergbauer, Langer (75. Kartal), Kühne, Czaker.
Tor: 0:1, 0:2 Gervalla (2., 22.), 0:3 Schmitt (37.), 0:4 Schranz (45.+1), 0:5 Langer (72.).
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26. November 2025
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Spielbericht U23 Mannschaft: Weinheim fährt Pflichtsieg ein
SPIELBERICHT U23: Weinheim fährt Pflichtsieg ein
Kreisklasse A (23. Spieltag 12.04.2026)
Erst United, dann Blumenau, nun Schönau
TSV Schönau – TSG 1862/09 Weinheim U23 0:4 (0:3)
Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 13.04.2026
Schönau. Die Reserve der TSG 1862/09 Weinheim macht weiter ihre Hausaufgaben und hat gegen das nächste Kellerkind einen Pflichtsieg eingefahren. Das souveräne 4:0 (3:0) beim Drittletzten TSV Schönau am Sonntag war für TSG-Trainer Andreas Dörrlamm aber „auch in der Höhe keinesfalls selbstverständlich“,
knöpfte Schönau letztens doch etwa dem Zweiten Sandhofen einen Zähler ab. Während Winterneuzugang Habib Arifi per schöner Direktabnahme den Dreierschlag in zwölf Minuten einleitete (20.), beeindruckten die Gäste erneut vor allem mit ihrer Defensivstärke. „Das machen wir momentan richtig gut“,
lobte Dörrlamm die mit 25 Gegentreffern beste Abwehrreihe der Liga. Mit einem Punkt Rückstand auf Phönix Mannheim schielt die TSG-Reserve nun auf Rang drei, der in der aktuellen Konstellation zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation berechtigt. nil
Kader TSG 1862/09 Weinheim II: Beciri –Bildat, Amegah, Herrmann, Mcharek, Schmitt, Arifi, Lentini, Biazid, Güler, Gölz.
Tore: 0:1 Arifi (20.), 0:2 Biazid (27.), 0:3 Mcharek (30., FE), 0:4 Bildat (47.)
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29. April 2026
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News: Gemeinsamer Weg in der Nachwuchsförderung
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SV Sandhausen und TSG 1862/09 Weinheim kooperieren
Weinheim/Sandhausen: Der SV Sandhausen und die TSG 1862/09 Weinheim haben eine langfristig angelegte Kooperation vereinbart. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Entwicklung von Spielern und Trainern an beiden Standorten gezielt zu fördern und auf sportlicher wie fachlicher Ebene voneinander zu profitieren. Ein erstes sichtbares Zeichen der neuen Partnerschaft setzte ein gemeinsames Freundschaftsspiel der U15-Mannschaften Ende März, das von einem offenen Austausch zwischen Trainern und Spielern begleitet wurde.
Kevin Stotz, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums des SV Sandhausen, sieht in der Kooperation eine belastbare Grundlage für die Zukunft: „Von Beginn an gab es einen sehr angenehmen Austausch auf Augenhöhe. Uns ist wichtig, dass beide Vereine sportlich von dieser Zusammenarbeit profitieren. Der Start ist gelungen und wir schauen mit Überzeugung auf die gemeinsame Zukunft.“
Auch Paul Weis, Sportlicher Leiter der Fußballabteilung der TSG 1862/09 Weinheim, betont den verbindlichen Charakter der Vereinbarung: „Die Kooperation ist klar geregelt, langfristig ausgelegt und verfolgt ein gemeinsames Ziel: die bestmögliche Entwicklung der Spieler in beiden Vereinen.“
Verzahnung mit Perspektive
Inhaltlich umfasst die Zusammenarbeit mehrere Ebenen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Verzahnung zwischen der U19 des SV Sandhausen und dem Herrenbereich der TSG Weinheim. Da der SVS aktuell keine U23-Mannschaft stellt, eröffnet die Kooperation zusätzliche Perspektiven für Nachwuchsspieler, die den direkten Sprung in den Profibereich nicht schaffen, aber auf hohem Niveau den Übergang in den Seniorenfußball gehen sollen.
Gleichzeitig ist klar definiert, dass die TSG Weinheim ihren eigenen Weg konsequent fortsetzt. Paul Weis sagt dazu: „Wir wollen unsere Spieler der ersten Mannschaft weiterhin selbst ausbilden, so wie wir es in den vergangenen Jahren erfolgreich getan haben. Das ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Profils. Die Kooperation soll uns sinnvoll ergänzen, nicht unsere Ausrichtung verändern.“
Um den Übergang bestmöglich zu gestalten, sind regelmäßige gemeinsame Trainingseinheiten vorgesehen, in denen Nachwuchsspieler des SV Sandhausen und Akteure aus dem Herrenbereich der TSG Weinheim miteinander arbeiten und sich kennenlernen. Die ersten Erfahrungen daraus fallen positiv aus. „Die Premiere kam sehr gut an. Die Intensität war hoch und gleichzeitig war zu spüren, dass alle Beteiligten mit Freude bei der Sache waren“, berichten Stotz und Weis.
Kooperation über alle Altersklassen
Darüber hinaus soll die Kooperation sämtliche Altersklassen einbeziehen. So sind regelmäßige Testspiele zwischen Jugendmannschaften beider Vereine ebenso geplant wie zusätzliche Fördermöglichkeiten für talentierte Spieler aus Weinheim. Kevin Stotz erklärt: „Die TSG Weinheim verfügt seit vielen Jahren über eine Jugendabteilung auf gutem Niveau. Daraus ergeben sich für beide Seiten sinnvolle Möglichkeiten, etwa durch Testspiele in verschiedenen Altersklassen. Zugleich möchten wir talentierten Spielern aus Weinheim die Chance geben, durch zusätzliche Trainingseinheiten auf NLZ-Niveau wichtige Entwicklungsschritte zu machen.“
Verzahnung über den Platz hinaus
Neben dem sportlichen Bereich soll auch der fachliche Austausch zwischen beiden Vereinen intensiviert werden. Denkbar sind gemeinsame Workshops, Hospitationen von Nachwuchstrainern sowie ein regelmäßiger Dialog zu Trainingsinhalten und Ausbildungsstrukturen. Auch in organisatorischen und unterstützenden Bereichen bietet die Kooperation neue Einblicke und Impulse.
Nicht zuletzt eröffnet die Zusammenarbeit auch für die jüngsten Spieler besondere Erlebnisse. So können Kinder aus dem Jugendbereich der TSG Weinheim künftig die Gelegenheit erhalten, bei Spielen des SV Sandhausen in einem großen Stadion mit den Profis einzulaufen.
Mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags haben beide Vereine den Grundstein für eine enge und nachhaltige Zusammenarbeit gelegt. Nun gilt es, diese Partnerschaft im Alltag mit Leben zu füllen und den gemeinsamen Mehrwert auf dem Platz und darüber hinaus sichtbar zu machen.
Team Öffentlichkeitsarbeit TSG 1862/09 Weinheim
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Verbandsliga (20. Spieltag 28.03.2026)
Weinheim schießt gegen Eppingen zwar drei Tore, beim 3:4 aber auch zu viele Böcke. TSG-Trainer Hofbauer ist trotzdem nicht sauer.
TSG 1862/09 Weinheim – VfB Eppingen 3:4 (2:3)
Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 30.03.2026
von Anja Treiber
Weinheim. So kalt wie Marcel Hofbauer und den 50 Zuschauern im Sepp Herberger-Stadion war es den Fußballern der TSG 1862/09 Weinheim nicht. Sie kämpften und rannten, versuchten dranzubleiben an Gegner VfB Eppingen. Doch individuelle Fehler und die schlicht stärkeren Gäste nahmen beim 3:4 (2:3) die Verbandsliga-Punkte verdient mit in den Kraichgau. Die Niederlage in diesem „Kann-Spiel“ lässt Weinheim punktgleich mit dem auf dem Relegationsrang platzierten VfR Gommersdorf verharren. Vor dem am Dienstag bei der SpVgg Neckarelz startenden letzten Saisondrittel hat die TSG 62/09 aber alles selbst in der Hand. „Ich kann meinen Jungs keinen Vorwurf machen. Sie gehen an die Grenzen, aber der Gegner hatte schlicht mehr Qualität, das müssen wir realistisch sehen. Darum steht Eppingen auch auf Rang fünf und hofft noch auf den Aufstieg und wir sind eben Zwölfter“, bibberte TSG Trainer Hofbauer dann auch aufgrund der ungemütlichen Temperaturen bei Dauerregen im Stadion und nicht wegen der Tabellenlage. „Eppingen ist definitiv nicht unsere Kragenweite, die Gegner, die wir schlagen müssen, kommen jetzt.“ In Neckarelz, am Karsamstag zuhause gegen den FC Zuzenhausen und beim SV Spielberg sollen Zähler her, bevor am 18. April Spitzenreiter Mühlhausen sein Gastspiel an der Bergstraße gibt. Ohne Einlaufmusik und nach einer Schweigeminute für den langjährigen Trikotsponsor Werner Gutperle, der in der vergangenen Woche verstorben war, startete die zweite Heimpartie in diesem Jahr denkbar schlecht für die Gastgeber. Lias Kühne trat dem aus dem Strafraum laufenden Philipp Zentler nach zehn Minuten in die Hacken und beim Elfmeter schickte Eppingens Dejan Tomic TSG-Torhüter Marcus Retter ins andere Eck.
Auf TSG-Pfostenschuss folgt 0:2
Eppingen lief das TSG-Team hoch an, die Weinheimer, die auf ihren Gelb-Rot gesperrten Kapitän Georgios Roumeliotis verzichten mussten, kamen kaum kontrolliert aus der eigenen Hälfte. Nach einem Eppinger Ballverlust auf dem rutschigen Rasen bot sich der TSG dennoch eine Konterchance, doch den von Jermain Schranz und Kühne bestens vorbereiteten Gegenstoß setzte Milad Hussaini in der 21. Minute an den Pfosten. Im fast direkten Gegenzug wäre Etienne Imsirovic, der am Samstag neben dem Trauerflor auch die Kapitänsbinde trug, fast für das 0:2 verantwortlich gewesen. Doch seinen Ballverlust an der Strafraum grenze setzte Tolga Ulusoy neben das Weinheimer Tor. Die Eppinger ließen Weinheim trotzdem kaum Raum und eroberten die Bälle oft schon in der gegnerischen Hälfte. Das 0:2 resultierte aber aus einem Konter, den erneut Tomic nach starker Vorarbeit über rechts in der 28. Minute verwandelte. Im direkten Anschluss holte Hofbauer seine Mannschaft zusammen, rüttelte noch einmal auf und stellte das System so um, dass auch Weinheim früher Druck erzeugen konnte. Doch nach einer Ecke griff zunächst noch TSG-Keeper Retter daneben, das vermeintliche 0:3 gab der Schiedsrichter aber wegen Eppinger Ellenbogeneinsatzes nicht. Wie es gehen kann, wenn das Umschaltspiel mal klappt, zeigte sich dann aber nur eine Minute später, als Jermain Schranz einen Pass nach Ballgewinn an der Mittellinie zum 1:2 im Eppinger Kasten unterbrachte. Eppingen blieb cool. Der starke Tomic gewann das Laufduell gegen Argirios Goulas und Noah Santiago Lorch verwertete die Hereingabe nach 37 Minuten zum 1:3.
„Kommt Jungs, wir haben noch alles vor uns“, appellierte Milad Hussaini an seine Mannschaft und war nur Sekunden später zusammen mit Robert Langer erneut an der Vorbereitung für das 2:3 beteiligt, als erneut Schranz per Konter auf 2:3 zur Halbzeit stellte.
Statt 3:3 fällt 2:4
Langer selbst hatte nach der Pause noch eine gute Chance auf 3:3 zu stellen, wartete aber in der 60. Minute zu lange und wurde geblockt. Zuvor hatte Retter gegen Santiago Lorch pariert und wenig später landete sein Schuss in der 71. Minute an der Latte des Weinheimer Tors. In der Folgeaktion spielte Marcus Retter den Ball direkt in die Füße des Eppinger Angreifers, der erneut Vollstrecker Tomic zum 2:4 bediente. Die Zeit reichte noch für das 3:4 durch den eingewechselten Ismet Kartal, dessen abgefälschter Schuss sich über Gianluca Mack ins Tor senkte. Zuvor hatte der gegen Kartal schon einmal pariert und auch Bergbauers Schuss nach schönem Doppelpass mit Schranz wurde sichere Eppinger Beute. „Vom Einsatz her hätten wir uns einen Punkt verdient gehabt. Aber wenn du hinten so kapitale Böcke schießt, darfst du nicht nach einem Punkt fragen“, hatte Hofbauer die Partie schnell abgehakt. „Die Gegner unserer Kragenweite kommen jetzt.“
TSG Weinheim: Retter; Imsirovic (79. Mucha), Schneider, Schranz, Hoffmann, Gervalla (81.Kasango), Hussaini (72. Hussaini), Goulas (65. Czaker), Bergbauer, Langer, Kühne (72. Kartal)
Tore: 0:1 Tomic (10., Foulelfmeter), 0:2 Tomic (28.), 1:2 Schranz (30.), 1:3 Santiago Lorch (37.), 2:3 Schranz (42.), 2:4 Tomic (72.), 3:4 Kartal (81.).
Zuschauer: 50.
BILDEER ZUM SPIEL
TEAMNEWS
26. November 2025

























































































