News: Immer das Wohl der Mitglieder im Blick

News: Immer das Wohl der Mitglieder im Blick

Nachruf: Die TSG Weinheim trauert um ihren langjährigen Geschäftsführer Dieter Erl, der im Alter von 77 Jahren gestorben ist

Weinheim. Als „Chef der Baustellen“ wurde Dieter Erl bei seinem 25-jährigen Dienstjubiläum als Geschäftsführer der TSG 1862 Weinheim bezeichnet – und das war durchaus auch im übertragenen Sinne gemeint. Denn Erl war kein Mann der großen Worte, sondern einer, der die Projekte seines Vereins zum Wohle der Mitglieder anpackte und umsetzte. Vor wenigen Tagen ist Erl, der von 1976 bis zu seinem Ruhestand 2011 als Geschäftsführer der TSG tätig war, im Alter von 77 Jahren völlig überraschend gestorben. Die Nachricht löste bei vielen Mitgliedern und Weggefährten Trauer und Anteilnahme aus. Denn Erl war bis zuletzt bei der TSG präsent. Er brachte sich ehrenamtlich ein, zum Beispiel bei den Veranstaltungen an Kerwe und zur Fastnacht. Aber er war als Fußballfan auch immer noch nah dran am Geschehen in seinem Verein. „Dieter Erl war und ist mit seinem großen lebenslangen Engagement ein Vorbild für alle ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter in unserem Verein. Wir werden ihn vermissen und ihm ein ehrendes Gedenken bewahren“, erklärte TSG-Vorsitzender Volker Jacob, der viele Jahre lang vertrauensvoll mit ihm zusammengearbeitet hat und seine Leidenschaft für denn Fußball teilt. Im Freiburger Kreis, der Arbeitsgemeinschaft von rund 190 großen deutschen Sportvereinen mit derzeit über einer Million Sporttreibenden, war Erl bei seiner Verabschiedung in den Ruhestand der dienstälteste Vereinsgeschäftsführer. In seinen 35 Dienstjahren hatte sich Weinheims Traditionsverein vom Mehrspartenverein mit 2500 Mitgliedern zum modernen Großverein mit über 6000 Mitgliedern und sozialem Engagement verändert. Vor diesem Hintergrund hatten sich aber auch die Aufgaben der Geschäftsführung wesentlich verändert. Dieter Erl hat diesen Wandel erfolgreich mitgestaltet. Dabei bildete er ab dem Jahr 2000 eine erfolgreiche „Doppelspitze“ in der Geschäftsführung mit Alexander Erg, der sich bis heute gern an die freundschaftliche Zusammenarbeit erinnert: „Dieter Erl hat seine berufliche Tätigkeit nie allein als Job empfunden, sondern für ihn war es eine Berufung, die er gewissenhaft, engagiert und mit viel Herzblut ausgefüllt hat.“ Dass Dieter Erl bei seiner Verabschiedung in den Ruhestand zum Ehrenmitglied ernannt wurde, war daher auch die verdiente Anerkennung für sein Lebenswerk. Unzählige größere und kleinere Bauprojekte wurden unter seiner Regie durchgeführt. Ob Handwerker, Architekt, Verwaltungsmitarbeiter oder Oberbürgermeister – Dieter Erl fand stets den richtigen Ansprechpartner, um das Beste für seine TSG zu erreichen. Der Ausbau des TSG-Centers im Untergeschoss (neben dem Hallenbad) der TSG-Halle und der Bau des Hans-Hohmann-Hauses, der Umbau der ehemaligen Sparkassenfiliale zur Kindersportschule (KiSS) sowie die Sanierung des Waldschwimmbades und schließlich der Bau des Hector Sport-Centrums (HSC) sind nur einige Beispiele, die in seine Amtszeit fallen. „Wenn es galt, irgendein handwerkliches oder organisatorisches Problem für die eine oder andere Abteilung zu lösen, hatte er immer einen Lösungsvorschlag parat“, erinnert sich Alexander Erg an das besondere Talent seines Kollegen, auf den sich die TSG immer verlassen konnte.

Die gesamte Fußballabteilung der TSG ist im Gedanken bei allen Angehörigen und wünscht ihnen viel Kraft in diesen schweren Stunden

Ruhe in Frieden Dieter

Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet am Freitag, dem 21. Juni 2024, um 13.00 Uhr auf dem Friedhof in Weinheim statt.

Von Beileidsbekundungen bitten wir abzusehen. Kondolenzliste liegt auf.

 


WEITERE NEWS


Spielbericht 1. Mannschaft: TSG 62/09 zittert sich zum Vize-Meister

Spielbericht 1. Mannschaft: TSG 1862/09 zittert sich zum Vize-Meister

 

Verbandsliga (30. Spieltag 30.05.2024)

 

Eine 1:3-Niederlage gegen Spielberg reicht den Weinheimern, um Platz zwei zu verteidigen. Abschied von Trainer Abele, Teammanager Altig und sieben Spielern

 

 


TSG 1862/09 Weinheim – SV Spielberg 1:3 (0:2)

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 31.05.2024

Weinheim. Das Wetter am frühen Donnerstagabend war in gewisser Weise ein Spiegelbild der gerade zu Ende gegangenen Saison aus Sicht von Fußball-Verbandsligist TSG 1862/09 Weinheim: Bis zur Halbzeitpause der Partie gegen den SV Spielberg schien die Sonne über dem Kunstrasenplatz des Sepp-Herberger-Stadions, ehe dunkle Wolken am Himmel aufzogen, die sich zehn Minuten vor Spielende schließlich in einem massiven Regenguss entleerten. Und als Schiedsrichter Stefan Schaller die Partie dann um kurz vor 19 Uhr zur Freude aller Beteiligten beendete, lachte schon wieder die Sonne über der Zweiburgenstadt. In fußballerischer Hinsicht durchlebten die Weinheimer um ihren scheidenden Trainer Marcel Abele in den vergangenen zehn Monaten indes ein wahres Wechselbad der Gefühle: Sie erwischten einen bärenstarken Saisonstart, überwinterten als Tabellenführer und hielten die Spitzenposition bis kurz vor Rundenende – auch wenn seit Ende März klar war, dass Abele Weinheim zur neuen Saison in Richtung VfR Mannheim verlassen wird. Drei Spieltage vor Schluss folgte in Bammental (0:1) dann jedoch der bittere Sturz auf Platz drei. Die Mannschaft zeigte anschließend gegen Reichenbach (1:0) und Bruchsal (2:0) jedoch noch einmal große Moral, kletterte zumindest wieder auf Platz zwei – obwohl der Verein just zwischen diesen beiden Spielen den Beschluss fasste, auf ein mögliches Aufstiegsrecht für die Oberliga Baden-Württemberg zu verzichten. Mindestens Platz zwei wollten die Mannen um Kapitän Yannick Schneider dennoch über die Ziellinie retten, mit mehr als einem Auge schielten sie am Donnerstag sogar noch einmal auf die Meisterschaft. Hierfür wären jedoch ein Unentschieden oder eine Niederlage des bereits feststehenden Aufsteigers FC Zuzenhausen gegen den FC Victoria Bammental sowie ein eigener Sieg gegen Spielberg vonnöten gewesen. Und die Dramaturgie des Badischen Fußball-Verbandes wollte es, dass Zuzenhausen um 15 Uhr vorlegen musste, während die Abele-Schützlinge um 17 Uhr nachlegen konnten. Gebannt verfolgten vor allem die TSG-Macher Peter Laudenklos (Sportlicher Leiter), David de Vega (Teammanager) und Kai Altig (der Teammanager wechselt am 1. Juli ins NLZ von Zweitligist Karlsruher SC) sowie Thomas Felber (stellvertretender Abteilungsleiter) vor dem eigenen Anstoß den Live-Ticker aus Zuzenhausen – und der gab zwischenzeitlich durchaus Anlass zur Hoffnung: Die frühe FCZ-Führung konterte Bammental in der 32. Minute mit dem 1:1, nach einer Stunde führte der Außenseiter gar mit 2:1. Dann aber durchkreuzten zwei weitere Tore des Aufsteigers die Weinheimer Hoffnungen, mit Beginn der Partie war klar, dass es fortan nur noch um Platz zwei gehen würde. Und hierbei stand nun ein echtes Finale an, schließlich hätte Spielberg mit einem Sieg mit mindestens drei Toren Differenz die Weinheimer auch noch vom Vize-Platz verdrängen können. Für Platz drei und den damit einhergehenden Startplatz in den Aufstiegsspielen für die Oberliga benötigte der SVS zumindest ein Unentschieden. Entsprechend zerfahren startete dann auch das Spiel. Die TSG 1862/09 dominierte das Geschehen, kam gegen die tief stehenden Gäste aber nur selten zu guten Möglichkeiten. Auf der Gegenseite machte Toptor jäger Fabian Geckle seinem Namen alle Ehre und ballerte seine Elf mit zwei Traumtoren (26., 41.) zur 2:0- Pausenführung. Noch hatte sich dadurch an der Tabellensituation nichts geändert, doch blies Abele mit der Einwechslung von Marlon Ludwig in der zweiten Spielhälfte zur Attacke. Nick Huller (52., 56.), der den Verein wohl ebenso wie Pasquale Marsal, Oliver Seitz, Nils Anhölcher, Christian Kuhn, Niklas Becker und Nik Schmid verlassen wird und entsprechend vor der Partie verabschiedet wurde, Ilya Ertanir (60., 63.) sowie Ludwig (64.) hatten den Anschlusstreffer bereits auf dem Fuß, doch erst David Keller sorgte in der 65. Minute im Anschluss an einen Eckball aus dem Gewühl fürs 1:2. „Jetzt sind wir am Drücker“, analysierte Abteilungs-Vize Thomas Felber die folgenden Minuten und auch Abele sprach nach der Partie von einer anhaltenden Drangphase seiner „Jungs“, denen er ohnehin eine „absolut ordentliche Leistung“ bescheinigte. Einziges Problem: Der verdiente Ausgleich wollte schlichtweg nicht gelingen. Stattdessen liefen die Weinheimer im Anschluss an eine eigene Ecke in einen Spielberger Konter. Marvin Gondorf sprintete fast über das gesamte Feld und lupfte den Ball schließlich zum 1:3 über den Chancenlosen TSG-Keeper Oliver Seitz (80.). Danach kam der große Regen, ein Fußballspiel war auf dem Kunstrasen kaum mehr möglich und die Spieler beider Mannschaften wollten nur noch eines: in die Kabine. Sie schoben sich gegenseitig den Ball zu und warteten eigentlich auf den Abpfiff. Nur der eingewechselte Amadou Bah wollte da offenbar nicht mitmachen, spritzte in einen Querpass und lief allein auf Seitz zu, der sich wiederum nur noch mit einem Klammergriff im eigenen Strafraum zu helfen wusste. Elfmeter. Und für Spielberg zugleich die große Chance zur Vize-Meisterschaft. Doch auf diese Weise wollten die Gäste wohl nicht Zweiter werden, weshalb Fabian Gondorf den Strafstoß Seitz in die Arme schob. „Großes Fair Play“, lobte ein völlig durchnässter Marcel Abele nach dem unmittelbar darauf folgenden Schlusspfiff die Aktion seines früheren Mitspielers bei der SpVgg Neckarelz. Am Ende hatten somit beide Teams Grund zur Freude: Die Weinheimer aufgrund der erzitterten Vize-Meisterschaft, die Abele als „sensationelle Leistung dieser tollen Truppe“ bezeichnete. Die Spielberger aufgrund einer herausragenden Rückrunde, die nun in den Relegationsspielen um den Oberliga-Aufstieg möglicherweise ihre Krönung findet. fran


Kader TSG Weinheim: Seitz; M. Kuhn, C. Kuhn, Ertanir (86. Walter), Huller, Schneider, Keller, Knauer (44. Zimmermann), Marsal (75. Jungmann), Schwöbel, Schmid (46. Ludwig)

Tore: 0:1, 0:2 Geckle (26., 41.), 1:2 Keller (64.), 1:3 M. Gondorf (80.)

Vorkommnis: F. Gondorf verschießt Foulelfmeter (90.).


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News Fußballer der Woche: Jan Turcanu - Nur beim DFB heißt er „Turcany“

Fußballer der Woche: Jan Turcanu - Nur beim DFB heißt er „Turcany“

Jan Turcanu ist auf dem besten Weg, sich bei der TSG 1862/09 Weinheim einen Namen zu machen. Daran kann auch fehlerhafte Spielerpass nichts ändern


Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 29.05.2024

Weinheim. Der Sprung in den Aktivenbereich war nicht einfach. „Das war schon eine Umstellung. Die Gegner haben halt mehr Erfahrung, sind viel robuster. Ich denke aber, dass ich es insgesamt gut hinbekommen habe“, sagt Jan Turcanu zum ersten Halbjahr jenseits des Jugendbereichs. Im Winter wechselte der 18-jährige Mittelfeldspieler von der A-Jugend des hessischen Oberligisten SC Viktoria Griesheim zur TSG 1862/09 Weinheim. Gemeinsam mit seinem Trainer Andreas Dörrlamm, unter dem sich die zweite Mannschaft in der Kreisklasse A in der Rückrunde deutlich stabilisieren konnte – auch, weil Turcanu stark performt: „Er ist ein wichtiger Baustein, weshalb wir frühzeitig den Ligaverbleib geschafft haben“, lobt Dörrlamm den Sohn eines Moldawiers und einer Kasachin, der sich im zentralen Mittelfeld als wichtiges Bindeglied zwischen Abwehr und Angriff herauskristallisiert hat – und nach der nicht ganz einfachen Umstellung inzwischen sagt: „Ich fühle mich sehr wohl bei der TSG.“ Nur in einem Punkt hätte es für unseren Fußballer der Woche im ersten Aktiven-Halbjahr etwas besser laufen können. „Ich habe leider ein paar Chancen zu viel liegen lassen. Mein Abschluss kann definitiv noch besser werden“, sagt Turcanu augenzwinkernd. Im zurückliegenden Spiel am Sonntag lief es dahingehend zunächst nach Wunsch: „Der erste Schuss war direkt drin“, blickt er auf den spektakulären 6:3-Erfolg beim Mannheimer FC Phönix, wo Turcanu sein Team per Distanzschuss zum 2:1 in Hälfte eins auf die Siegerstraße brachte. Durch den neunten Saisonsieg (neun Remis, elf Niederlagen) machte Weinheims Reserve noch einen Platz gut, kletterte an der SG 1983 Viernheim, gegen die es am Donnerstag (Fronleichnam) um 14 Uhr noch im letzten Spiel zuhause geht, vorbei auf den zehnten Platz. Ob das Saisonfinale der Weinheimer Reserve jedoch wie geplant über die Bühne gehen wird, stand am Mittwochnachmittag noch in den Sternen. Es könne sein, dass Viernheim wegen Personalmangels passen müsse, teilte TSG-Trainer Andreas Dörrlamm mit. Ungeachtet dessen zieht sein Schützling eine erste Bilanz. „Es war generell ein ganz gutes Halbjahr, wenngleich wir doch ein paar mehr Punkte hätten holen können“, sagt Turcanu. Zugleich kündigt er an: „Jetzt wollen wir die Runde natürlich mit einem weiteren Sieg beenden, nachdem wir uns durch den Auswärtserfolg bei Phönix Mannheim noch mal Selbstvertrauen geholt haben“, erläutert er mit Blick aufs Saisonfinale. Auch sein Trainer hatte bereits unmittelbar nach dem Phönix-Spiel konstatiert: „Jetzt haben wir Platz zehn, den wir uns als Ziel gesetzt hatten, erreicht. Natürlich wollen wir den im letzten Spiel am Donnerstag nun auch nicht mehr hergeben. In seinem ersten vollen Aktivenjahr möchte der zentrale Mittelfeldspieler, der bald ins zweite Lehrjahr seiner Ausbildung zum chemischtechnischen Assistenten kommt, dann den nächsten Schritt nach vorne, bestenfalls in Richtung Verbandsliga machen – schließlich hält Jan Turcanu fest: „Mein Ziel ist es, perspektivisch auch für die erste Weinheimer Mannschaft infrage zu kommen. Ich fühle mich in der U23 wohl, aber als Sportler hat man ja immer den Ehrgeiz, das Bestmögliche herauszuholen.“

Erst die Türkei, dann Moldawien

Bevor er seine fußballerischen Ziele weiter vorantreibt, geht es nach einem hoffentlich erfreulichen Saisonabschluss aber erst einmal in den wohlverdienten Urlaub. Mit einigen Freunden steht eine Türkei-Reise auf dem Plan, zudem reist er mit seinem Vater Nicolae in die moldawische Heimat. Turcanu hat unterdessen zwei jüngere Brüder. Während der 15 jährige Maxim in Sachen Fußball bereits auf den Geschmack gekommen ist und ebenfalls beim SC Viktoria Griesheim kickt, sei der fünf Jahre alte Timur „noch nicht so an Fußball interessiert“, wie Jan verrät. Was nicht ist, kann ja aber noch werden. „Er bekommt von seinen älteren Brüdern einiges mit – und an Fußball fast nicht vorbei“, sagt Jan Turcanu mit einem Lächeln. Lächelnd registriert er auch die falsche Schreibweise seines Namens, der überall in den Statistiken als Turcany mit „y“ geschrieben auftaucht: „Mein erster Club hat da leider mal falsche Daten übermittelt. Mal sehen, vielleicht kriegen wir es ja zeitnah hin, das zu ändern“, sagt Turcanu. An seiner starken fußballerischen Entwicklung möchte er hingegen nichts ändern, stattdessen bei der TSG 1862/09 auch nächste Saison für Furore sorgen. Gerne auch in der dann neu formierten Elf des Erstmannschaftstrainers Lukas Cambeis. dbe


Zur Person:

  • Das Champions-League-Finale zwischen Borussia Dortmund und Real Madrid am Samstag um 21 Uhr lässt sich Jan Turcanu natürlich nicht entgehen: „Ich würde mir wünschen, dass der BVB gewinnt, halte Madrid insgesamt aber doch für etwas stärker.“
  •  „Ich habe ein gutes Passspiel und eine gute Übersicht“, nennt der 18-jährige Winter-Neuzugang der Weinheimer U23 seine fußballerischen Stärken. Der Abschluss sei derweil verbesserungswürdig, nächste Saison dürfen es gerne mehr als wie jetzt zwei Tore werden.
  • Sein Lieblingsverein ist der FC Barcelona. „Von Kindheit an, ich finde Lionel Messi einfach herausragend“, sagt Turcanu, der hofft dass Barca unter dem designierten Xavi-Nachfolger Hansi Flick wieder besser performt als zuletzt. Die Meisterschaft beendete Barca mit zehn Punkten Rückstand auf Real als Vize-Meister.



Kolumne Abseits: Große Freude, Große Enttäuschung. Trotzdem Danke!

Kolumne Abseits: Große Freude, Große Enttäuschung. Trotzdem Danke!

Liebe Freunde der TSG, liebe Fußballfreunde!

Herzlich Willkommen zum letzten Heimspiel unserer TSG 1862/09 Weinheim am zudem letzten Spieltag in der Saison 2023/2024 gegen den SV Spielberg. Herzlich Willkommen auch an die Spieler, Trainer, Betreuer und Fans aus Spielberg.

Die Überschrift dieses letzten Berichtes dieser Saison klingt vielleicht zunächst einmal irritierend aber am Ende wird es Klarheit geben warum ich diese Überschrift so gewählt habe. Es folgte wie immer beim letzten Heimspiel der Saison ein Rückblick auf die vergangene Saison unserer Jungs. Kleine Warnung an dieser Stelle: Es wird ein relativ langer Bericht.

Am Anfang der Saison hatte man als Fan unserer TSG nur einen Wunsch: eine entspannte Saison, in der man nicht das Wort „Abstiegskampf“ in den Mund nehmen muss. Doch zunächst ging es nicht um Punkte, sondern um das erreichen der nächsten Runde des Verbandspokals. In Zuzenhausen gelang uns ein knapper 2:1 Sieg. In der nächsten Runde ging es gegen den nächsten Gegner mit dem Anfangsbuchstaben Z, nämlich Ziegelhausen. Dort gewannen wir mit 4:2. In Karlsdorf wurde es ein kleines Stück deutlicher mit dem 9:0 für uns. Erst dann mussten sich die Jungs gegen den späteren Vize-Verbandspokalsieger (0:8 gegen den SV Sandhausen) 1.FC Mühlhausen knapp mit 2:3 geschlagen geben.

Dann ging es endlich um Punkte und man konnte nicht glauben was geschah: Wir gewannen die ersten Sieben Spiele der Saison. Erst am 8.Spieltag ließen wir hier zu Hause gegen den VFB Eppingen beim 2:2 Punkte liegen. Trotzdem blieben wir bis zum 11.Spieltag ungeschlagen. Dort trafen wir erneut in Mühlhausen auf Mühlhausen und auch bei dieser Begegnung hieß es 3:2 für Mühlhausen. Doch die Köpfe blieben oben und es folgten Vier weitere Siege und ein Unentschieden im letzten Spiel des Jahres 2023 beim FC Astoria Walldorf II. Das erste Spiel des Jahres 2024 gewannen wir, doch beim SV Waldhof Mannheim II gingen wir als Verlierer vom Platz. Aber auch danach musste man sich wenig Gedanken um unsere Mannschaft machen, denn in den nächsten Acht Spielen gab es keine Niederlage. Der FC Bammental setzte dieser Serie ein Ende und gewann gegen uns 1:0. Das vergangene Heimspiel gegen Reichenbach konnten wir mit 1:0 gewinnen. Doch dann vor dem letzten Auswärtsspiel der Saison letztes Wochenende in Bruchsal (2:0 TSG) der große Schock und eine richtig große Enttäuschung:

Die Verantwortlichen unserer Fußballabteilung entschieden sich trotz einer tollen Saison gegen den Aufstieg oder eine ebenfalls mögliche Relegation. Versteht mich nicht falsch, mir geht es nicht darum dass wir in der Oberliga gegen den VFR Aalen und eventuell gegen Großaspach gespielt hätten (das wären DIE Highlights der Saison geworden), ich kann auch einige Punkte verstehen aber trotzdem hat es diese Mannschaft nicht verdient – wie gesagt in den letzten beiden Spielzeiten ging es gegen den Abstieg – nicht aufzusteigen! Mir tut es für die Mannschaft leid. Trotzdem bedanke ich mich im Namen des Vereins bei unseren Jungs für die tolle Saison. Ein großer Dank geht an Oliver Seitz, Christian Kuhn, Pasquale Marsal, Nik Schmid, Nick Huller, Nils Anhölcher, Niklas Becker, Kai Altig und Marcel Abele, denn diese Jungs werden heute  verabschiedet. Danke an euch für euren Einsatz in den letzten Jahren und viel Erfolg für die Zukunft. Auch ihr hättet einen möglichen Aufstieg verdient gehabt.

Ich persönlich möchte mich an dieser Stelle bei Marcel Abele und Kai Altig bedanken. Die Interviews mit euch für die Weinheimer Nachrichten haben immer Spaß gemacht. Danke auch an Volker Köhler, er war dafür verantwortlich dass diese Berichte in die „Laola“ kamen.

Danke auch an Kerim Cevke, der 18 Jahre lang bei uns in der Jugend Trainer war und somit Dienstältester Trainer in der Fußballabteilung. Auch dir viel Erfolg in der Zukunft bei deinem neuen Verein.

In diesem Sinne euch allen eine schöne Sommerpause und letztes Mal in dieser Saison: AUF GEHT’S WOINEM!!!

 

 

 

Mit sportlichen Grüßen,Ihr/euerSascha Lohrer

Unser Kolumnist


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Spielbericht U23 Mannschaft: Vorne hui, hinten pfui beim 6:3-Sieg

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Kreisklasse A (29. Spieltag 29.05.2024)

 

TSG 1862/09 Weinheim II klettert auf den zehnten Platz

 

 


Phönix Mannheim – TSG 1862/09 Weinheim 3:6 (2:3)

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 27.05.2024

Mannheim. „Jetzt haben wir Platz zehn, den wir uns als Ziel gesetzt hatten, erreicht. Natürlich wollen wir den im letzten Spiel am Donnerstag nun auch nicht mehr hergeben“, sagte Andreas Dörrlamm, Trainer von Fußball-A-Klassist TSG 1862/09 Weinheim II, nach dem 6:3 (3:2) Auswärtssieg bei Phönix Mannheim am Sonntagnachmittag. Vorangegangen war jedoch ein Spiel, das nur bedingt den Vorstellungen des ehrgeizigen Übungsleiters entsprach. „Für neutrale Besucher und Freunde des Spektakels war das heute bestimmt ein Leckerbissen, mir als Trainer ist ein 2:0 mit einer souverän geordneten Defensive aber deutlich lieber als so ein 6:3“, so Dörrlamm. Wenig verwunderlich waren es neben Torhüter Inaki Rohrbach, der noch zwei, drei brenzlige hochkarätige Chancen der Gastgeber entschärfte, dann auch eher die Offensivspieler, die vom Trainer ein Sonderlob für ihre Leistungen bekamen. „Joshua Herrmann und Rafael Ferreira Lopes haben über die Flügel ordentlich Betrieb gemacht“, freute sich Dörrlamm. Auch die Mittelfeld Zentrale mit Niklas Becker und Jan Turcany hatte es dem Trainer angetan. Lobende Worte fand der TSG Coach überdies für den Gegner, der maßgeblichen Anteil am sonntäglichen Spektakel gehabt habe. „Auch Phönix hatte echt starke Momente, der Sieg ist meines Erachtens deshalb um mindestens ein Tor zu hoch ausgefallen – obwohl er natürlich völlig verdient war“, so Dörrlamm abschließend. fran

 


Kader TSG 1862/09 Weinheim: Rohrbach; Rathai (67. Ragni), Becker, Amegah, Ferreira Lopes, Ghali, Newman-Kwame (76. Benbougdi), Turcany (73. Manniello), Herrmann, Röller, Kilichan.

Tore: 1:0 Saai (3.), 1:1 Ferreira Lopes (9.), 1:2 Turcany (35.), 1:3 Herrmann (44.), 2:3 Fazlic (45.+1), 2:4 Newman-Kwame (69.), 2:5 Becker (77.), 3:5 Gülmez (81.), 3:6 Ragni (89.).


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Spielbericht 1. Mannschaft: TSG 1862/09 hofft aufs große Finale

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Verbandsliga (29. Spieltag 26.05.2024)

 

2:0-Auswärtssieg in Bruchsal eröffnet der Elf von Trainer Marcel Abele noch einmal die Chance auf die Meisterschaft

 

 


1. FC Bruchsal – TSG 1862/09 Weinheim 0:2 (0:0)

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 27.05.2024

Bruchsal. „Mir war klar, dass die Jungs sich nach dem Verzicht auf den Aufstieg nicht hängen lassen und weiter Vollgas geben“, sagte Marcel Abele, scheidender Trainer von Fußball-Verbandsligist TSG 1862/09 Weinheim, nach dem 2:0 Auswärtssieg beim 1. FC Bruchsal am frühen Sonntagabend. Schon im Vorfeld der Partie hatte er seinen Schützlingen einen „top Charakter“ attestiert – und den stellten sie nun auch eindrucksvoll unter Beweis. Vollauf zufrieden war Abele mit der Leistung allerdings trotzdem nicht. Einmal mehr ließen die Zweiburgenstädter etliche Chancen ungenutzt und verpassten dadurch einen möglichen Kantersieg. „Normalerweise müssen hier 5:0, 6:0 oder gar 7:0 gewinnen“, brachte es Abele auf den Punkt. So blieb es jedoch beim überschaubaren 2:0, das Nick Huller per Foulelfmeter (52.) und Angreifer Marlon Ludwig in der Schlussminute besiegelten. Ludwig krönte damit seinen ersten Startelfeinsatz seit seinem Winterwechsel von Wormatia Worms gleich mit einem Tor. Dieses Tor könnte nun tatsächlich noch einmal enorm wichtig werden: Zwar liegen die Weinheimer vor dem letzten Spieltag am Donnerstag immer noch zwei Zähler hinter dem bereits als Aufsteiger feststehenden FC Zuzenhausen, das letzte Wort in Sachen Meisterschaft ist aber noch lange nicht gesprochen. Auch, weil beide Kontrahenten durch Ludwigs Tor in Bruchsal nun die exakt gleiche Tordifferenz haben. „Wenn wir unser letztes Spiel gegen Spielberg gewinnen und Zuzenhausen gegen Bammental nur unentschieden spielt, hätten wir das bessere Torverhältnis – und wären Meister“, rechnete Abele am Sonntagabend vor. Die Chancen darauf seien freilich eher „theoretischer Natur“, fuhr Abele fort, doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Zudem gilt: Während alle anderen Mannschaften am Fronleichnams-Feiertag erst um 17 Uhr antreten, muss Zuzenhausen bereits um 15 Uhr gegen Bammental vorlegen. „Sie haben also den Druck, weil wir genau wissen, was sie machen und entsprechend darauf reagieren können“, sagte der TSG-Coach. Und selbst für das Minimalziel, Platz zwei, war Ludwigs Treffer am Sonntag alles andere als unwichtig. Gegen Spielberg, das mit einem Erfolg in Weinheim zumindest Platz drei und damit auch die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation sicher hätte, erwartet die Weinheimer nämlich ein echtes „Finale“. Sie liegen aktuell drei Punkte und sechs Tore vor dem SVS, könnten sich also sogar eine knappe Niederlage erlauben, um zumindest die Vize-Meisterschaft einzufahren. Doch wer Abeles Worte am Sonntag gehört hat, der weiß: Trainer und Mannschaft wollen mehr. Dass es hierfür nun jedoch einer erheblichen Menge Glück bedarf, ist auch Marcel Abele bewusst. Nicht umsonst trauerte er am Sonntag den vergebenen Chancen hinterher. „Eine bessere Ausgangsposition haben wir verspielt, weil wir im gesamten Saisonverlauf viele blöde Gegentore kassiert haben, aber auch, weil wir einfach viel zu viele Chancen nicht genutzt haben“, haderte der Übungsleiter. fran


Kader TSG Weinheim: Seitz; M. Kuhn (57. Keller), C. Kuhn, Ertanir (57. Schneider), Giordano (11. Anhölcher), Huller, Zimmermann (82. Jungmann), Knauer, Marsal, Ludwig, Schwöbel.

Tor: 0:1 Huller (52. Foulelfmeter), 0:2 Ludwig (90.).


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Spielbericht U23 Mannschaft: Fortuna gewinnt Reserve-Duell

SPIELBERICHT U23: Fortuna gewinnt Reserve-Duell

 

Kreisklasse A (28. Spieltag 20.05.2024)

Heddesheim II mit knappem 1:0-Sieg bei Weinheim II

 

 


TSG 1862/09 Weinheim U23 – Fortuna Heddesheim II 0:1 (0:1)

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 21.05.2024

Weinheim. Revanche für die Verbandsliga: Im Duell der beiden Bergsträßer Reservemannschaften der Fußball-A-Klasse hat die Fortuna Heddesheim II gegen die TSG Weinheim II knapp die Oberhand behalten. Die Fortunen siegten im Sepp-Herberger-Stadion 1:0. Matchwinner mit dem einzigen Treffer des Tages war Arbenit Hoti (29.). Den Ausschlag gab vor allem im ersten Durchgang die höhere Effektivität. „Für uns schon ärgerlich“, fasste TSG-II-Coach Andreas Dörrlamm zusammen, „weil wir super ins Spiel gekommen sind und einige Chancen hatten. Da haben wir zu viel liegen lassen“. Während die Hausherren den Einschuss verpassten, machte es die Fortuna besser. Arbenit Hoti schob nach einer halben Stunde nach Querpass von Luca König aus sechs Metern ein. Die Zweiburgenstädter blieben in der Folge zwar engagiert, im Spiel nach vorne aber auch zu unsauber. Mit zunehmender Spielzeit zeigten die Gäste aus Heddesheim, weshalb sie in der Rückrundentabelle auf Platz vier stehen. Während die TSG II viel versuchte, dabei aber immer hektischer wurde, waren die Fortuna-Angriffe brandgefährlich. Hoti scheiterte am Querbalken (77.), auch der eingewechselte Pedram Dehka verpasste die Vorentscheidung. ksm


Kader TSG 1862/09 Weinheim: Rohrbach; Becker, Gärtner, Hilgert (90. Benbougdi), Ferreira Lopes, Ghali,
Obermann (78. Newman-Kwame), Turcany (78. Kuzu), Herrmann, Röller, Kilichan (46. Tewdros).

Tor: 0:1 Hoti (29.)

 


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Spielbericht 1. Mannschaft: Dreckiger Sieg“ für die TSG

Spielbericht 1. Mannschaft: Dreckiger Sieg“ für die TSG

 

Verbandsliga (28. Spieltag 17.05.2024)

 

Weinheim schlägt Reichenbach nach zähem Spiel mit 1:0

 

 


TSG 1862/09 Weinheim – SV 05 Reichenbach 1:0 (0:0)

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 18.05.2024

Weinheim. „Ich werde die Jungs weiter vorantreiben und pushen, damit sie in den letzten Spielen noch ein mal alles raushauen und den Druck auf Spitzenreiter Zuzenhausen aufrechterhalten“, sagte Marcel Abele, Trainer von Fußball-Verbandsligist TSG 1862/09 Weinheim vor der Partie gegen den Drittletzten TSV 05
Reichenbach am Freitagabend. Gelungen ist ihm dies in erster Linie mit Blick auf das Ergebnis: Die TSG siegte mit 1:0 (0:0) und sprang dadurch zumindest wieder auf Relegationsplatz zwei. Bei strömendem Regen im Weinheimer Sepp-Herberger-Stadion tat sich die Abele-Elf aber lange Zeit schwer gegen den Abstiegskandidaten, der nach zuvor fünf Spielen ohne Niederlage durchaus selbstbewusst an die Bergstraße reiste. „Das Spiel hat sich dem Wetter angepasst“, brachte TSG-Teammanager Kai Altig die ereignisarmen ersten 45 Minuten auf den Punkt. Und schon die Spielvorbereitung war – aus Sicht beider Mannschaften – alles andere als optimal: Da die Reichenbacher auf der Autobahn im Stau festsaßen, verspätete sich ihre Ankunft und damit auch der ursprünglich für 19.30 Uhr geplante Angriff um knapp 20 Minuten.

Auch im zweiten Abschnitt änderte sich zunächst nichts am zähen Spielverlauf. Nach zuvor drei Spielen ohne Sieg fanden die Weinheimer nur bedingt zu ihrem Spiel – und hatten dann am Ende doch das Glück des Tüchtigen. Acht Minuten vor Schluss brachte Nick Huller die Platzherren mit 1:0 in Führung – zugleich die Entscheidung. Doch auch die Entstehung des Siegtores passte irgendwie zum Spielverlauf an diesem ungemütlichen Abend. Vorangegangen war ein Angriff über die rechte Angriffsseite der TSG 62/09, den Huller mit der Unterstützung eines Gegenspielers vollendete. „Man muss auch mal dreckig gewinnen“, befand Altig nach den insgesamt 95 Minuten. Die Weinheimer können nun am langen Pfingstwochenende beobachten, wie die beiden Konkurrenten im Kampf um die Meisterschaft, Spitzenreiter FC Zuzenhausen und der bisherige Zweite 1. FC Mühlhausen, auf die Vorlage der Abele-Elf reagieren. fran


Kader TSG Weinheim: Seitz; M. Kuhn, C. Kuhn, Ertanir(71.Jungmann), Giordano(89. Hilgert), Huller(90+1 Gaertner), Schneider, Zimmermann(71. Keller), Knauer, Schwöbel, Schmid(56. Ludwig).

Tore: 1:0 Huller (82.).

Zuschauer: 60


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Spielbericht 1. Mannschaft: Vom Gejagten zum Jäger

Spielbericht 1. Mannschaft: Vom Gejagten zum Jäger

 

 

Verbandsliga (27. Spieltag 11.05.2024)

 

TSG 1862/09 Weinheim unterliegt beim FC Victoria Bammental mit 0:1 und rutscht auf Platz drei der Verbandsliga-Tabelle ab

 

 


FC Victoria Bammental – TSG 1862/09 Weinheim 1:0 (0:0)

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 13.05.2024

Bammental. Marcel Abele, scheidender Trainer von Fußball-Verbandsligist TSG 1862/09 Weinheim ist bekannt für seine klaren Worte – und selten sprachlos. Nach der 0:1 (0:0) Niederlage des bisherigen Tabellenführers bei Aufsteiger FC Victoria Bammental am Samstagnachmittag fiel die Analyse des 36 Jährigen jedoch äußerst knapp aus: „Grausam“ sei das Spiel seiner Mannschaft gewesen, die aktuelle Tabellensituation nannte er „maximal bitter“. Tatsächlich gelang es seiner Elf nicht, auf die Siege der beiden Konkurrenten FC Zuzenhausen (4:2 gegen Mosbach am Mittwochabend) und 1. FC Mühlhausen (3:2 gegen Eppingen am Freitag) mit einem eigenen Dreier zu reagieren – und den Platz an der Sonne zu verteidigen. Und selbst ein torloses Remis, das den Weinheimern zumindest Platz zwei gesichert hätte, war an diesem Nachmittag nicht drin. Philipp Kampp sorgte mit seinem Treffer in der 72. Minute dafür, dass die Zweiburgenstädter am Ende mit leeren Händen dastanden und auf den dritten Platz abrutschten. „Das war, wie schon beim 2:2 gegen Eppingen ein Tor der Marke ,Tor des Monats’. Er wolle eigentlich flanken, doch die verunglückte Flanke wurde immer länger und flog letztlich ins lange Eck rein“, sagte der TSG-Coach über das alles entscheidende Gegentor. Folge: Der einstige Gejagte befindet sich nun in der Rolle des Jägers, muss die drei verbleibenden Spiele gegen Reichenbach, Bruchsal und Spielberg gewinnen und auf Patzer der Konkurrenten hoffen, wenngleich Abele nach dem Bammental Spiel eingestand: „Das Momentum ist derzeit einfach nicht auf unserer Seite.“

Die Blicke von Abele und Co. richten sich deshalb auf den kommenden Mittwoch, wenn Zuzenhausen in Mühlhausen antreten muss. „Wir müssen auf ein Unentschieden hoffen. Dann hätten wir die Chance, am Freitag mit einem Sieg gegen Reichenbach wieder an beiden vorbeizuziehen. Und das ist dann wohl auch unsere letzte Chance, um unser großes Ziel doch noch zu erreichen“, weiß Abele. Die Niederlage am Samstag hatten sich seine Schützlinge derweil selbst zuzuschreiben. Von der ersten Minute an dominierten die Weinheimer das Geschehen, verlagerten das Spiel in die Hälfte des Gegners, hatten laut Abele „gefühlt 80 Prozent Ballbesitz“. Einziges Manko: Sie münzten die Überlegenheit nicht in Tore um. Ilya Ertanir (20.) und Kapitän Yannick Schneider (25.) liefen allein auf Victoria-Keeper Nikolas Dawid zu, doch der Torwart parierte zweimal glänzend. Fünf Minuten vor dem Seitenwechsel verfehlte Gaetano Giordano das  Bammentaler Gehäuse um Haaresbreite – so ging es torlos in die Pause. „Schon da waren die Jungs total geknickt. Ich habe versucht, sie noch einmal aufzurichten, an sie appelliert, geduldig weiterzuspielen und nicht hektisch zu werden“, so Abele. Doch das Gegenteil war der Fall. Die beste Weinheimer Chance des zweiten Durchgangs bot sich – schon in Rückstand liegend – erneut Schneider in der 80. Minute, der Kapitän traf aber nur den Pfosten. Und so haderte der Übungsleiter nach dem Spiel: „Es rächt sich eben immer wieder, wenn man vier, fünf Hochkaräter nicht reinmacht.“ Unter dem Strich stand somit die dritte Saisonniederlage, die irgendwie ins Bild passte. Vor dem Spiel hatte Abele bereits die Trainingsbedingungen im Sepp-Herberger-Stadion kritisiert, auf dem „wohl besten Platz der Verbandsliga“ (Abele) fanden seine Schützlinge kein probates Mittel gegen einen tief stehenden Gegner, der trotz des Sieges weiter um den Klassenerhalt bangen muss. fran


Kader TSG Weinheim: Halbig; M. Kuhn (87. Schmid), C. Kuhn, Ertanir (58. Anhölcher), Giordano, Huller,
Schneider, Zimmermann (65. Ludwig), Knauer, Marsal (90. Jungmann), Schwöbel.

Tor: 1:0 Kampp (72.).


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Spielbericht U23 Mannschaft: Kein Sieger im Derby

SPIELBERICHT U23: Kein Sieger im Derby

 

Kreisklasse A (27. Spieltag 12.05.2024)

 

Hohensachsen und TSG Weinheim II trennen sich im umkämpften Spiel mit späten Toren 2:2

 


SG Hohensachsen – TSG 1862/09 Weinheim 2:2 (0:0)

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 13.05.2024

Hohensachsen. Achterbahnfahrt der Gefühle am Langewiesenweg in Hohensachsen, Spannung bis zur letzten Sekunde, zwei Elfmeter und späte Tore auf beiden Seiten: Die SG Hohensachsen und die TSG 1862/09 Weinheim II schenkten sich im A-Klassen-Duell nichts und trennten sich leistungsgerecht 2:2 (0:0). Die Weinheimer Reserve hat sich damit rechnerisch den Klassenerhalt gesichert. Für Hohensachsen geht es dagegen weiter um alles. Freud und Leid liegen im Fußball manchmal eng beieinander. Sieben Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit hofften die Hohensachsener Fans noch auf einen ganz wichtigen Dreier im Abstiegskampf, zwei Minuten später sah alles nach einer Niederlage aus – am Ende stand eine Punkteteilung, die weder große Freude, noch große Betrübtheit in Hohensachsen auslöste. „Ein bisschen von beidem“, sagte SGH Abteilungsleiter Steffen Janke, „die Leistung hat gestimmt. Es bleibt bis zum letzten Spieltag heiß, in der A-Klasse kann alles passieren“. So auch im Derby der Nachbarn, das erst im zweiten Durchgang richtig Fahrt und Stimmung aufnahm. Nach ungestümen Zweikampfverhalten der TSG-Defensive zeigte der Unparteiische auf den Punkt. Spielertrainer Rafal Ziemlicki behielt die Nerven und brachte seine Elf in Führung. Die Gäste aus der Kernstadt schalteten noch einmal einen Gang hoch, trafen aber nur die Latte. Erst ein zweiter, ebenfalls berechtigter Elfmeterpfiff in der Schlussphase bescherte der jungen Weinheimer Reserve den Ausgleich: Rafael Ferreira Lopes verwandelte (83.). Nur zwei Minuten später kam es noch dicker für die Hausherren: Ferreira Lopes versuchte es aus der Distanz, das Leder flog unhaltbar abgefälscht in die Maschen. Doch Hohensachsen kam noch mal zurück, Rafael Ziemlicki bewies ein goldenes Händchen der anderen Art: Der Spielertrainer wechselte sich selbst aus und brachte mit Heiko Bachhuber den Mann, der in letzter Minute aus dem Getümmel zum 2:2 traf. Weinheims Coach Andreas Dörrlamm, der die zweite Mannschaft in akuter Abstiegsnot übernommen hatte, war dennoch zufrieden: „Das war heute ein Charaktertest, den meine Jungs bestanden haben“, fand er. ksm

 


Kader TSG 1862/09 Weinheim: Zirnsak; Bauer, Amegah (65. Newman-Kwame), Fink (58. Kuzu), Ferreira Lopes, Ghali, Obermann, Turcany, Röller, Kilichan, Köhler (77. Rathai).

Tore: 1:0 R. Ziemlicki (65., Foulelfmeter), 1.1 Ferreira Lopes (83., Foulelfmeter), 1:2 Ferreira Lopes (85.), 2:2 Bachhuber (90.).


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