U17 Spielbericht: Nächstes Team in der Oberliga

U17 Spielbericht: Nächstes Team in der Oberliga

 

U17 Verbandsliga (13.05.2026)

Im Nachwuchs der TSG Weinheim geht es weiter bergauf. Neben der U19 spielt künftig auch die U17 in der Fußball-Oberliga. Weil die Konkurrenz am letzten Spieltag patzt.


FV Mosbach – TSG 1862/09 Weinheim  0:4 (0:2)

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 16.05.2026

Mosbach: Es war ein Krimi mit dem besseren Ende für die TSG 1862/09 Weinheim. Die Verbandsliga-Fußballer aus der Zweiburgenstadt haben am Mittwochabend den Aufstieg in die U17-Oberliga gefeiert. Weil der FC Nöttingen, mit dem sich Weinheim über die gesamte Saison ein Fernduell geliefert hatte, sein letztes Saisonspiel verlor, und die TSG beim FV Mosbach mit 4:0 (2:0) zeitgleich ihre Hausaufgaben gemacht hat, geht es für das Team als
Meister eine Liga höher. Neben der U19 ist die U17 damit in der kommenden Spielzeit die zweite Jugendmannschaft des Vereins, die in der höchsten regionalen Spielklasse antritt. „Das spricht für die positive Gesamtentwicklung des Vereins und unserer Jugendmannschaften“, sagt U17-Trainer Marc Zimmermann, der als Jugendkoordinator gleichzeitig für die Teams von U16 bis U23 verantwortlich ist. Gleich zwei Nachwuchsteams in der Oberliga
„hätten wir uns früher nie erträumen lassen“, so Zimmermann. Auch Abteilungsleiter Tobias Apfel spricht von einem „wahnsinnigen Erfolg“ und fügt an: „Das bestätigt uns auf unserem Weg, die Aktivität mit eigenen Spielern zu gestalten und gibt uns Sicherheit, dass dieser Weg nachhaltig der richtige ist.“

Nöttingen-Spiele als Wegweiser

Nach dem 2:1-Sieg gegen Nöttingen im Oktober sei klar geworden, dass der große Wurf in dieser Saison gelingen könnte, berichtet Zimmermann. „Die beiden Duelle mit Nöttingen waren die Knackpunkte.“ In der Winterpause hatte das Team das Saisonziel daher von „Top Drei“ auf „Meisterschaft“ nach oben korrigiert. In der Rückrunde bewies Weinheim, dass sie das Zeug dazu haben: Das Rückspiel in Nöttingen drehten die Gäste nach einem 2:1 Rückstand zur Pause noch in einen 5:2-Auswärtssieg.
Dabei zeigte sich, was die U17-Jungs in dieser Saison auszeichnet: Sie haben den längeren Atem. „Wir spielen immer mit hoher Intensität und können diese bis zum Ende aufrechterhalten, sodass wir viele Spiele in der Schlussphase für uns entschieden haben“, erklärt Trainer Zimmermann, der auch die „sehr geschlossen und homogen auftretende Truppe“ lobt. Zwei bis drei der U17-Kicker werden kommende Saison in der U19-Oberliga gegen den Ball treten, kündigt der Jugendkoordinator an. Dort steht das Team des scheidenden Trainers Ever Kassel, der im Sommer ins Nachwuchsleistungszentrum des SV Sandhausen wechselt, zwei Spieltage vor Schluss auf Rang vier, drei Punkte hinter Primus Sonnenhof Großaspach. nil


Kader: Marcel Fitzer, Nico Dengler, Marcel Wojciech Ryczkowski, Christian Wölfle, Levin Alganatay, Gabriel Piazza, Can Philipp Fabricius, Timo Szot, Marlon Jacobi, Danis Besic, Alessio Cottone, Selim Kaan Özdemir, Johann Sonnentag, Kacper Jakub Nadolnik, Nil Johann Michel, Joel Schäfer, Alessandro Schepp


Die Mannschaft

zum Team

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Spielbericht U23 Mannschaft: TSG-Reserve kämpft wacker

SPIELBERICHT U23: TSG-Reserve kämpft wacker

Kreisklasse A (28. Spieltag 17.05.2026)

 

TSG Weinheim II verliert ersatzgeschwächt beim Spitzenreiter


SC Käfertal II – TSG 1862/09 Weinheim U23  4:1 (1:0)

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 18.05.2026
Von Kevin Schollmaier

Käfertal: „Besser als das Ergebnis aussagt“ war die Leistung der TSG 1862/09 Weinheim II, wenn es nach Andreas Dörrlamm geht. Trotz einer 1:4  (0:1)-Niederlage beim Spitzenreiter SC Käfertal II war der Trainer „richtig stolz“ auf seine Jungs. „Weil sie sich brutal durchgebissen haben, von der ersten bis zur letzten Minute gekämpft und das Maximale rausgeholt haben“, so Dörrlamm. Nachdem die Zweiburgenstädter in den vergangenen Wochen auch die letzten, leisen Aufstiegshoffnungen nicht zuletzt wegen einer dünnen Personaldecke begraben mussten, ging es auch zum Meisterschaftsfavoriten mit einer Drei-Mann-Ersatzbank und vielen, die trotz Blessuren auf dem Feld standen. Ein Eckball brachte die TSG II früh in Rückstand. „Danach haben wir es ordentlich gemacht und waren fußballerisch nicht schlechter“, fand Dörrlamm. Ein Alleingang kurz vor dem Halbzeitpfiff ließ die Weinheimer Zweitvertretung ungenutzt.
Das rächte sich kurz nach dem Seitenwechsel. Mit mehreren individuellen Fehlern brach sich die TSG II selbst das Genick. Hängen ließen sich die Weinheimer gegen das Spitzenteam aber nicht. Luca Obermann besorgte kurz vor Schluss immerhin den Ehrentreffer (85.).


Kader TSG 1862/09 Weinheim II: Brill; Bauer (65. Gölz), Bildat, Amegah, Mcharek, Lebsir (73. Arifi), Benbiga, Schmitt, Lentini, Hemmerich, Güler (56. Obermann).

Tore: 1:0 Ounouh (13.), 2:0 Bähr (47.), 3:0 Bertsch (59.), 4:0 Römer (64.), 4:1 Obermann (85.)

 


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Spielbericht 1. Mannschaft: Maximalziel ist jetzt der Relegationsplatz

Spielbericht 1. Mannschaft: Maximalziel ist jetzt der Relegationsplatz

 

 

Verbandsliga (28. Spieltag 16.05.2026)

 

Chancen auf direkten Klassenerhalt sind für TSG 62/09 Weinheim nach 2:6-Niederlage in Bruchsal nur noch rechnerischer Natur.

 

 


1. FC Bruchsal – TSG 1862/09 Weinheim 6:2 (2:0)

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 18.05.2026
Von Nicolai Lehnort

Bruchsal. Kurz fiel das Fazit von Trainer Marcel Hofbauer am Samstagnachmittag aus: „Sie waren einfach besser und haben verdient gewonnen.“ So ehrlich, so ernüchternd. Über 90 Minuten war die TSG 1862/09 Weinheim dem 1. FC Bruchsal zuvor in allen Belangen unterlegen und musste eine 2:6 (0:2)-Auswärtsniederlage hinnehmen. Wer an welchem Ende der Tabelle steht, wurde auf dem Rasen mehr als deutlich. Während Weinheim auf Abstiegsrelegationsplatz 13 steht, darf Bruchsal als Zweiter aktuell mit der Teilnahme an den Aufstiegsspielen planen. Weil der Zwölfte Zuzenhausen zwei Spieltage vor Schluss sechs Punkte und neun Tore entfernt ist, ist der direkte Klassenerhalt für Weinheim kaum noch erreichbar. „Es hat sich wirklich jeder eingebracht und gemacht und getan“, konnte Hofbauer seiner Mannschaft gar keinen Vorwurf machen. „Bruchsal war in allen Phasen griffiger, vom Kopf her schneller, von den Beinen immer einen Schritt schneller. Da sieht man die Qualität“, musste der Gästetrainer sich den Klassenunterschied eingestehen.Der Matchplan der auf drei Positionen veränderten Gäste – unter anderem stand Verteidiger Kevin da Silva Arnold erstmals seit seinem Kreuzbandriss in der Startelf – wurde schon nach zehn Minuten über den Haufen geworfen: Bruchsals Dennis Klemm traf zur frühen Führung. Zu halbherzig verliefen anschließend die Pressingversuche der TSG. Zu kaltschnäuzig präsentierten sich die Hausherren, die kurz vor der Pause demonstrierten, was Weinheim blüht, wenn sie zu weit aufrücken: Kapitän Jonas Malsam vollendete einen Konter zum 2:0 (45.).

Hoffnung im Keim erstickt

„Wir haben dann versucht, uns offensiver auszurichten, um noch irgendwie einen Punkt zu holen“, erklärte Hofbauer den Vierfachwechsel zur Pause. Drei Minuten später erhielten die Hoffnungen durch Kevin Sollorz’ 3:0 nach einer Ecke aber wieder einen herben Dämpfer – von dem sich Weinheim diesmal nicht beeindrucken ließ. Mit einem Doppelschlag von Jermain Schranz (50.) und Milad Hussaini (53.) zeigten sie wiederum, was Bruchsal blüht, wenn sie einen Gang herunterschalten. Beide vollendeten nach einem Konter im Strafraum zum Torerfolg. Bruchsal gelang es allerdings problemlos, die Schlagzahl wieder zu erhöhen, und mit einem Doppelschlag ihrerseits (Malsam/58., Hirth/59.) war die Messe gelesen.

Torverhältnis kann entscheiden

In der letzten halben Stunde war Weinheim darauf bedacht, nicht noch mehr Gegentore zu schlucken – was angesichts des Schlusspunkts von Daniel Neres de Oliveira (90.) nicht ganz aufging. „Wir müssen inzwischen auch auf das Torverhältnis schauen“, gab Coach Hofbauer zu Bedenken. Seine TSG (-20) hat eine um acht Tore bessere Differenz als die SpVgg Neckarelz (-28) auf dem ersten Abstiegsplatz. Die könnte am Ende darüber entscheiden, wer den direkten Weg in die Landesliga antreten muss und wer die letzte Chance in der Relegation erhält. Dass die klare Schlappe bei einem Spitzenteam nach dem überlebenswichtigen Auswärtssieg in Bretten in der Vorwoche seine Jungs im Abstiegskampf nachhaltig knickt, glaubt der Trainer derweil nicht. „Das hat auch jeder so wahrgenommen, dass der Gegner einfach besser war“, beobachtete Hofbauer, der auch angesichts des dünnen Puffers nach unten für die verbleibenden zwei Partien vorgibt: „Der Optimalfall wären sechs Punkte.“

 


TSG Weinheim: Kempa – da Silva Arnold (46. Hertel), Berger (76. Mucha), Imsirovic (46. Schmitt), Roumeliotis, Schneider, Schranz, Hoffmann, Gervalla, Jawadi (46.Langer), Kartal (46. Hussaini).

Tore: 1:0 Klemm (10.), 2:0 Malsam (45.), 3:0 Sollorz (48.), 3:1 Schranz (50.), 3:2 Hussaini (53.), 4:2 Malsam (58.), 5:2 Hirth (59.), 6:2 Neres de Oliveira (90.).

 


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Spielbericht 1. Mannschaft: Schranz erlöst die TSG spät

Spielbericht 1. Mannschaft: Schranz erlöst die TSG spät

 

 

Verbandsliga (27. Spieltag 10.05.2026)

 

 

Weinheim münzt Überlegenheit bei Absteiger Bretten erst in der 87. Minute in das Siegtor um.

 


VfB Bretten – TSG 1862/09 Weinheim 0:1 (0:0)

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 11.05.2026
Von Nicolai Lehnort

Bretten. Merklich ausgelaugt war Marcel Hofbauer nach den 90 Minuten. „Die Nerven wurden wirklich bis zum Ende ausgereizt“, sagte der Trainer der TSG 1862/09 Weinheim angesichts der Vielzahl an Chancen, die sein Team ungenutzt ließ und entschwand dann in die nach Wochen endlich wieder mit Partymusik beschallte Umkleidekabine. Die TSG hat am Sonntagnachmittag eminent wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Verbandsliga gesammelt. Der eingewechselte Jermain Schranz erlöste seinen leidenden Trainer beim 1:0 (0:0)-Erfolg beim bereits feststehenden Absteiger VfB Bretten aber erst drei Minuten vor Spielende. Der Stürmer, der die vergangenen beiden Partien mit muskulären Problemen verpasst hatte, blieb nach Steckpass von Niklas Schneider im Eins-gegen-eins gegen Bretten-Keeper Dominik Georgiev eiskalt und schob mit seinem achten Saisontor zum umjubelten Dreier ein. „Er hat offensiv seine Qualitäten und bringt vor allem Mentalität auf den Platz – was in unserer Situation besonders wichtig ist“, lobte Hofbauer den besten Torschützen seines Teams und sprach von einem aus psychologischer Sicht ganz wichtigen Sieg“. Denn Weinheim kassierte zuvor drei Pleiten in Serie und musste mit Blick auf die Tabelle beim Schlusslicht dreifach punkten. Die Spvgg Neckarelz auf dem ersten Abstiegsrang halten die Blau-Weißen damit mit drei Zählern auf Distanz, drei Spieltage vor Rundende ist der VfR Gommersdorf auf dem ersten Nichtabstiegsplatz aber auf vier Punkte enteilt. „Wir müssen noch zwei Spiele gewinnen“, gibt Hofbauer im Endspurt sechs Punkte als Ziel aus. Im Landkreis Karlsruhe hatten sich die Gäste laut dem Trainer vor genommen, zu zeigen, dass sie in diese Liga gehören. Das Vorhaben ist uns gelungen“, sagte Hofbauer, der seinem Team eine überzeugende Mannschaftsleistung“ attestierte. Einzig die Chancenverwertung war wie schon in den Vorwochen das große Manko. Ob Rahman Jawadi, bester Weinheimer auf dem Platz, dessen Freistoß im ersten Durchgang von Georgiev aus dem Winkel gefischt wurde, oder Ismet Kartal, der es aus kurzer Distanz nach Wiederanpfiff genauso wenig schaffte wie Lennox Schmitt alleine vor des Gegners Kasten die Kugel wollte einfach nicht über die Linie. „Wenn du 90 Minuten dran glaubst, klappt es aber irgendwann“, sah Hofbauer sein Team nie aufstecken. Dabei waren die Umstände in Bretten alles andere als einfach. Auf dem holprigen Geläuf waren lange Bälle oft das Mittel der Wahl. Beide lieferten sich den erwarteten Abnutzungskampf. War Bretten im ersten Durchgang noch ebenbürtig, entwickelte sich im zweiten Durchgang aber eine Begegnung auf ein Tor. Einzig ein durch die Gefahrenzone segelnder Ball, der keinen Abnehmer fand, sorgte auf Weinheimer Seite kurz für einen bangen Moment. Ansonsten verlegten sich die Hausherren auf Konter, während die TSG ein ums andere Mal anlief. Und den dritten Sieg in diesem Jahr spät, aber verdient, doch noch feiern durfte.


TSG Weinheim: Kempa – Berger, Roumeliotis, Schneider, Hoffmann (66. Bergbauer), Gervalla (75. Czaker), Hertel (88. da Silva Arnold), Langer (61. Schmitt), Kühne, Kartal (57. Schranz).

Tore: Schranz (87.).

 


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Spielbericht 1. Mannschaft: Viel Aufwand, aber zu wenig Ertrag

Spielbericht 1. Mannschaft: Viel Aufwand, aber zu wenig Ertrag

 

 

Verbandsliga (26. Spieltag 02.05.2026)

 

TSG 1862/09 Weinheim verliert auch das Derby gegen den FV Fortuna Heddesheim. Im Kampf um den Verbandsligaverbleib wird die Luft immer dünner.

 


TSG 1862/09 Weinheim – FV Fortuna Heddesheim  0:3 (0:1)

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 04.05.2026
von Anja Treiber

Weinheim. Es bleibt dabei: Gegen die Spitzenteams der Fußball-Verbandsliga sieht die immer stärker abstiegsgefährdete TSG 1862/09 Weinheim lange Zeit gut aus. Doch am Ende bleibt eben nichts hängen. Beim 0:3 gegen den Tabellenzweiten FV Fortuna Heddesheim sahen die fast 150 Zuschauer lange Zeit ein Spiel auf Augenhöhe, zumindest zwischen den Strafräumen. Was Weinheim aber fehlt, sind die Tore. Das zwar schon in der kompletten Saison, jetzt im Abstiegskampf aber umso mehr.

„Ich weiß langsam nicht mehr, was ich sagen soll“, war der spielende Co-Trainer und Kapitän Georgios Roumeliotis nach umkämpften 90 Minuten ratlos. „Offensiv müssen wir in der ersten Halbzeit vier, fünf Tore machen. In der zweiten Hälfte hatten wir dann viel Ballbesitz, haben aber nichts daraus gemacht. Wir müssen in Bretten wieder alles reinhauen und schauen, dass wir in den letzten vier Spielen so viele Punkte wie möglich holen.“

Im Liga-Endspurt steht Weinheim weiterhin auf dem Relegationsplatz, punktgleich und im Torverhältnis noch um vier Treffer besser als Neckarelz auf dem ersten Abstiegsplatz. Der direkte Vergleich ging verloren. Es wird ein heiß umkämpfter Endspurt, in dem jetzt der VfR Gommersdorf auf dem rettenden zwölften Platz ein Vier-PunktePolster und den Ligaverbleib beim vermeintlich einfacheren Restprogramm in eigener Hand hat. Überhaupt steht Weinheim mit drei Auswärtsspielen ein knüppeldickes Finale ins Haus. Aber eins, um das sich TSG-Trainer Marcel Hofbauer keine Sorgen macht. „Ich weiß schon jetzt, dass ich am Montag in der Kabine wieder eine hoch motivierte Truppe sitzen habe, die alles geben wird und auch in der kommenden Saison Verbandsliga spielen will.“

Bislang 19 Zusagen

Zugesagt haben bislang ligaunabhängig bislang 16 Spieler: Niklas Schneider, Lias Kühne, Davis Bergbauer, Finn Hoffmann, Robert Langer, Jermain Schranz, Donat Gervalla, Maiko Hertel, Lukas Kempa, Isamet Kartal, Finley Mucha, Milad Hussaini, Lennox Schmitt, Marc Berger und Joel Kasango. Aus Eppelheim kommt Torwart Steven Baumann und von den A-Junioren rücken Taha Kilichan, Aulon Hoxha und Janne Aaron Schmitt in den Erstmannschaftskader. Den Weinheimer Weg, den eigenen jungen Spielern die direkte Chance im Aktivenbereich zu geben, gehen Trainer Marcel Hofbauer und Co. auch unbeirrt weiter. „Wir hatten heute wieder keine Mannschaft auf dem Platz, die wesentlich schlechter war als der Gegner. Und wir haben vielleicht ein Fünftel des Heddesheimer Etats. Im Fußball machen es dann manchmal die Nuancen aus. Und Heddesheim kann sich eben auch individuelle Klasse leisten. Die machen dann eben die Tore und wir nicht.“ Was Hoffnung macht, ist, dass sich Weinheim die Chancen erspielte. Bereits in der 2. Minute knallte Donat Gervalla, von Maiko Hertel auf die Reise geschickt, bei einem seiner vielen Sprints den Ball an den Pfosten des Heddesheimer Tors. Mehr oder weniger im direkten Gegenzug lief dann allerdings Marsal Hertel im Laufduell davon und die Flanke landete passgenau auf Leon Idobors Kopf: 0:1 nach vier Minuten. Fast hätte sich Weinheim danach noch ein Slapstick-Tor eingeschenkt, als ein Befreiungsschlag an Cultreras Schienbein ab- und an den Pfosten prallte (5.).

Doch dann hatten sich die Weinheimer gefangen, besannen sich nach 15 Minuten zu spielen, statt die Bälle hoch und weit nach vorne zu schlagen und bekamen ihre Chancen. Doch entweder fehlte Fabian Czaker die gute Ballannahme oder den fleißigen Lias Kühne das Zielwasser. Das galt auf der Gegenseite aber auch für Giuliano Cultrera und Lotfi Graidia, die jeweils an TSG-Keeper Lukas Kempa scheiterten. In Durchgang zwei kam nicht mehr viel Vielsprechendes heraus. Hertel scheiterte aus der Distanz, Czaker gelang im Strafraum statt Abschluss nur ein Stürmerfoul.

Besser machten es wieder die Gäste, als Milad Hussaini bei eigenem Angriff über den Ball trat und Graidia per Konter eiskalt zum 0:2 vollstreckte (84.). Das 0:3 resultierte aus einem Foulelfmeter, verursacht von Etienne Imsirovic nach Foul an Marcel Gessel (89.). Die TSG steckte nicht auf, lief und lief, traf aber einfach nicht. Das sah auch Heddesheims Flügelflitzer Pasquale Marsal, im vergangenen Jahr noch im Weinheimer Trikot: „Es würde mich freuen, wenn Weinheim drinbleiben würde. Das Derby hat heute Spaß gemacht, auch wenn es für uns bei der TSG-Spielweise, der Hitze und dem großen Platz sehr anstrengend war. Wir hatten heute eine andere Qualität in der Effizienz, das hat den Unterschied gemacht.“

 

 


TSG Weinheim: Kempa; Berger (75. Schneider), Imsirovic, Romeliotis, Gervalla, Hussaini, Hertel (67. Jawadi), Bergbauer, Langer, Kühne, Czaker (71. Kartal).

Tore: 0:1 Edobor (3.), 0:2 Graidia (84.), 0:3 Müller (FE, 89.).

Zuschauer: 150

 

 


BILDEER ZUM SPIEL

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Spielbericht U23 Mannschaft: Enttäuscht vom eigenen Verein

SPIELBERICHT U23: Enttäuscht vom eigenen Verein

Kreisklasse A (26. Spieltag 03.05.2026)

 

TSG 1862/09 Weinheim II kassiert mit einem Rumpfkader eine unglückliche Derbyniederlage gegen Schriesheim.

 

 


TSG 1862/09 Weinheim U23 – SV Schriesheim 3:4 (2:0)

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 04.05.2026
Von Anja Treiber

Weinheim. Der TSV Sulzbach hatte dem Stadtrivalen TSG 1862/09 Weinheim II mit dem 1:1 bei Phönix Mannheim Schützenhilfe geleistet und die Mannschaft von Trainer Andreas Dörrlamm hätte „nur“ nachlegen müssen. Aber im Heimspiel gegen den SV Schriesheim kassierten die stark dezimierten Weinheimer in letzter Sekunde noch eine 3:4-Niederlage. „Gefühlt ist gerade die Arbeit einer ganzen Saison kaputt. Die Jungs tun mir einfach nur leid“, sagte der mehr als bediente Trainer.
Die Weinheimer hatten das Spiel verlegen wollen, weil sich durch die längerwierigen Verletzungen zweier Spieler, einem konfirmationsbedingten Fehlen und dem freudigen Umstand, dass Alikan Aliev zur Geburt seines Kindes ins Krankenhaus musste, nur zwei Spieler auf der Auswechselbank saßen. Torhüter Luis Alejandro Delgado Brill war eigentlich sogar als Feldspieler eingeplant gewesen. Nachdem Fatlum Beciri aber nach 69 Minuten wegen einer Notbremse mit „Rot“ vom Feld musste, hatte sich auch diese Wechseloption erledigt.
„Die Jungs haben alles reingehauen, haben 60 Minuten überragend gespielt und 3:1 geführt. Die 30 Minuten in Unterzahl und ein Gegner, der dann am Ende aus dem Vollen schöpfen konnte haben letztlich zur Niederlage geführt“, sagte ein enttäuschter Trainer Andreas Dörrlamm, der sich selbst auf die Bank setzen musste und die fehlende Unterstützung anprangerte.
„Aus der U19 kam ein Spieler, sonst leider nichts“, ging sein Blick eher in Richtung des Verbandsligateams, das gestern keine Spieler „nach unten“ abstellte. Der Traum von einer noch möglichen Aufstiegsrelegation scheint also geplatzt. „Die Jungs, die da waren, haben alles gegeben. Und die Mannschaft wird auch versuchen, die restlichen vier Spiele noch vernünftig zu Ende zu bringen.“
Schriesheims Trainer Enrique Cazorla freute sich über den Dreier gegen ein Spitzenteam. „Wir hätten nicht verlegen können, haben nur einen Torwart und der arbeitet unter der Woche Schicht“, begründete der SVS-Coach die Abwehrhaltung der Gäste. Er sah trotz der Weinheimer Personalsorgen ein junges, laufstarkes Team auf dem Platz, gegen das sein Team im ersten Durchgang kein Land gesehen habe. Aber eben auch seine eigene Mannschaft, die sich nicht zu verstecken brauchte. „Zur Pause haben wir umgestellt, da zeigen meine Jungs Charakterstärke. Sie gehen seit Wochen über die Grenze. Und: Die Wechsel haben alle gegriffen“, sprach Cazorla unter anderem Simon Plewa an, der alle drei Treffer vorbereitet hatte.

 


Kader TSG 1862/09 Weinheim II: Beciri, Bauer (72. Arifi), Bildat, Amegah, Obermann (70. Delgado Brill), Mcharek, Lebsir, Schmitt, Pister, Güler, Gölz.

Tore: 1:0 Bauer (21.), 2:0 Mcharek (30.), 2:1 Schwertner (58.), 3:1 Lebsir (62.), 3:2 Abbas (71.), 3:3 Braun (86.), 3:4 Richter (90+4).

Vorkommnis: Rote Karte für Beciri (69.).


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Spielbericht 1. Mannschaft: TSG 62/09 steckt ganz unten fest

Spielbericht 1. Mannschaft: TSG 62/09 steckt ganz unten fest

 

 

Verbandsliga (09. Spieltag 10.10.2026)

 

Weinheim fehlt auch im Abstiegsspiel gegen Durlach-Aue die Durchschlagskraft. Talent und Wille allein reichen nicht.

 


TSG 1862/09 Weinheim – Spvgg Durlach-Aue 0:3 (0:1)

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom12.10.2026
von Anja Treiber

WEINHEIM. Kurz nach dem Schlusspfiff saßen Rahman Jawadi, Adrien Awana und Co. vor dem Ben Harder-Pavillon bei einer Bratwurst in der herbstlichen Sonne des Sepp-Herberger-Stadions und resümierten den fußballerischen Nachmittag. Gerade hatte die TSG 1862/09 Weinheim auch das Kellerduell in der Verbandsliga gegen den vorletzten Spvgg Durlach-Aue mit 0:3 (0:1) verloren. „Immerhin hatten wir heute einen Spielaufbau, aber vorne war halt trotzdem Schluss.“ Die Blicke des Sextetts gingen ins Leere, während aus der Kabine schon wieder dröhnende Bässe zu hören waren. Es muss ja weitergehen. Irgendwie. Während die Gäste nach ihrem zweiten Verbandsliga-Sieg den Sprung auf den drittletzten und damit den Relegationsplatz schafften, bleibt dei TSG 1862/09 Weinheim auch im neunten Saisonspiel ohne Sieg. Ein Punkt steht zu Buche, das Torverhältnis von 9:29 Gegentreffern unterstreicht die aktuelle Verbandsligauntauglichkeit. Zum rettenden Ufer sind es an diesem Samstagnachmittag schon acht Zähler, doch es ist müßig, sich mit tabellarischen Rechenspielen zu beschäftigen, wenn das Runde einfach nicht ins Eckige will. „Wir arbeiten weiter daran“, sagt auch René Uhrig, seit 2021 „Last Man Standing“ im heftig durchgeschüttelten Trainerteam. „Es wäre schlimmer, wenn wir sehen würden, dass die Jungs nicht wollen. Aber sie zeigen ja Wille und Biss. Und irgendwann werden sie dafür auch wieder belohnt.“ Dieses irgendwann sollte sich nur möglichst bald einstellen. Nicht so sehr in Bezug auf die Mission Verbandsligaverbleib, die schon bevor die Saison angefangen hatte, ein ambitioniertes Ziel war. Die Mannschaft besteht aus wenigen Spielern mit Erfahrung und einem Gros an jungen Talenten, das die ganze Härte des Erwachsenenfußballs jetzt zu spüren bekommt. „Es ist halt was anderes, ob du versuchst gegen einen gleichaltrigen Innenverteidiger durchzukommen, oder gegen einen Kasten“, sagt Uhrig. Einen dieser Kästen konnte Weinheim in die eigenen Reihen lotsen. Adrien Awana verpasst der TSG-Defensive in seinem zweiten Spiel deutlich mehr Körperlichkeit, rückte in der zweiten Hälfte dann auch weiter vor auf die Doppelsechs und setzte Akzente im Spiel nach vorne. Aber vorne, da geht aktuell nichts. Ismet Kartal zeigt noch die besten Ansätze, ist brutal bemüht, Lias Kühne wirkt zu unentschlossen, Milad Hussainis Abschlüsse wirken nicht und auch Rahman Jawadi trifft den Ball nicht richtig. Die Durlacher machen es besser, freuen sich schon nach acht Minuten über das 0:1, als Janne Schmitt im Zweikampf gegen Noah Walenta wegrutscht und die TSG-Defensive den Ball dann nicht mehr aus dem Strafraum bekommt. Erst geht der Ball an den Pfosten, dann staubt Daniel Koch ab. „Die Gegentore fallen zu einfach, gerade weil wir schon spielbestimmend waren. Wir haben es heute mal versucht mit einer ersten Idee. Und das war eigentlich ganz gut, dafür dass wir erst zwei Trainingseinheiten hatten“, sagt der neue Cheftrainer Ever Kassel.

Immer falsche Entscheidungen

Am Mittwoch wurde der ehemalige TSG-A-Jugend-Coach aus dem Nachwuchsleistungszentrum des SV Sandhausen zurück an die Bergstraße geholt. „Das ist jetzt erst mal einen Kennenlernen, nach ein paar mehr Trainingseinheiten weiß ich auch mehr. Bis zur Box sah es schon gut aus, aber im letzten Drittel treffen wir dann eigentlich durchgehend die falschen Entscheidungen. “Es ist die alte Leier, die schon sein Vorgänger Marcel Hofbauer anstimmen musste. Der Einsatz stimmt, aber um in der Herren-Verbandsliga zu punkten, braucht es mehr als Talent. Da muss jeder Akteur über seine Grenzen gehen. Dass die Durlacher dann nach der Pause bei den immer höher aufrückenden Weinheimern mit zwei Kontern nach verlorenem Laufduell und Ballverlust im Aufbauspiel dann noch das 0:2 und 0:3 jeweils durch Leon Kupferer in der 74. und 84. Minute erzielen, lässt das Ergebnis trotz überlegenen Durlacher Anfangsminuten deutlicher aussehen, als es sich vor den 60 Zuschauern auf dem Kunstrasen tatsächlich zeigte. Unterm Strich steht die achte Niederlage in einer Partie, die im Klassenkampf gewonnen werden muss. Aber womöglich muss das Ziel ein anderes werden: Resilienz aufbauen und aus dieser schwere Saison unbeschadet herauszukommen. Jetzt geht es im nächsten Spiel zur U21 des SV Waldhof, einer Mannschaft, die von der Altersstruktur ähnlich aufgestellt sein wird wie Weinheim. „Es geht immer weiter. Auch wenn wir heute ein Spiel verloren haben, das zu den Muss-Kategorien gehört“, sagt René Uhrig aus dem Weinheimer Trainerteam. „Die letzten Jahre waren wir immer vorne dabei. Solche Situationen wie jetzt gehören eben auch zum Fußball.“ Schließlich war der Verjüngungsprozess für den Verein alternativlos. Jetzt die Ruhe zu bewahren und weiter Geduld zu zeigen, das ist das Credo der Stunde und das immerwährende Mantra einer Hinrunde, die noch sehr lang werden kann.


TSG Weinheim: Baumann: Berger, Schmitt, Schneider (46. Hoffmann), Hussaini, Hertel (59. Marchitto), Jawadi (54. Shala), Awana, Langer (74. Miftari), Kühne (46. Gervalla), Kartal.

Tore: 0:1 Koch (8.), 0:2 Kupferer (74.), 0:3 Walenta (85.)


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Spielbericht U23 Mannschaft: TSG II knackt SKV-Festung

SPIELBERICHT U23: TSG II knackt SKV-Festung

Kreisklasse A (25. Spieltag 26.04.2026)

 

Weinheim II punktet als erstes Team in Sandhofen


SKV Sandhofen – TSG 1862/09 Weinheim U23 0:0 (0:0)

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 27.04.2026

Sandhofen. Die TSG 1862/09 Weinheim II hat mit einer überragenden Mannschaftsleistung einen Punkt beim SKV Sandhofen entführt. Beim 0:0 im A-Klassen Spiel zeigten die Zweiburgenstädter vor allem gegen den Ball eine taktisch und kämpferisch blitzsaubere Leistung. Das Team von Coach Andreas Dörrlamm ist damit die erste Mannschaft überhaupt, die in der laufenden Runde beim SKV punktet. Die Mannheimer waren zuvor mit einer blütenreinen Weste von zwölf Siegen aus zwölf Spielen unterwegs. „Extrem stolz“ war Dörrlamm deshalb auf seine Jungs, die sogar leicht ersatzgeschwächt in die Partie gingen. Um selbst noch ins Aufstiegsgeschehen einzugreifen, hätte den Weinheimern zwar ein Sieg gut getan – für Dörrlamm geriet das aber zur Nebensache. Denn für beide
Übungsleiter war das Spitzenspiel ein Spiel zum Genießen, das taktisch mindestens ein Regal über durchschnittlichen A-Klassen Spielen lag. „Die Mannschaft lebt. Die Jungs waren diszipliniert, haben alles rein geworfen und ihr Herz auf dem Platz gelassen. Von beiden Seiten ein starkes Spiel mit leistungsgerechtem Ergebnis“, schwärmte Dörrlamm. Nun gelte es, aus den restlichen Partien das Maximum raus zu holen. „Dann schauen wir, wofür das gut ist.“ ksm


Kader TSG 1862/09 Weinheim II: Beciri; Benbiga, Bildat, Amegah, Mcharek, Schmitt (62. Bauer), Arifi (53. Lebsir), Lentini (75. Obermann), Gölz (78. Aliev), Mucha, Reichert.


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Spielbericht 1. Mannschaft: Eine Stunde lang auf Augenhöhe

Spielbericht 1. Mannschaft: Eine Stunde lang auf Augenhöhe

 

 

Verbandsliga (24. Spieltag 18.04.2026)

 

Lange bietet die TSG 1862/09 Weinheim dem Tabellenführer die Stirn, nach einem Handelfmeter für den 1. FC Mühlhausen ist die Gegenwehr aber gebrochen.

 


TSG 1862/09 Weinheim – 1.FC Mühlhausen 0:3 (0:0)

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 20.04.2026
von Nicolai Lehnort

Weinheim. Am Ende mussten Marcel Hofbauer und sein neuer Co-Trainer Dennis Sommer, der Jan Herle ablöst, beim Wiedersehen am Samstag ihren alten Bekannten gratulieren. Gemeinsam mit Gästetrainer Steffen Kretz und Mittelfeldmann Jonas Kiermeier – das Quartett kennt sich aus gemeinsamen Zeiten bei Astoria Walldorf – „haben wir darüber gesprochen, wie das Spiel läuft, wenn wir unsere Tore machen“, gibt Weinheims Trainer Hofbauer Einblicke in das Gespräch nach Abpfiff. Und da waren sich Verantwortliche wie auch die 187 Zuschauer im Sepp-Herberger-Stadion einig: Das Heimspiel der TSG 1862/09 gegen den 1. FC Mühlhausen hätte auch eine andere Wendung nehmen können. Weil die Heimelf ihre Chancen aber fahrlässig liegen ließ, nahm der Tabellenführer der Fußball-Verbandsliga beim 3:0 (0:0)-Auswärtssieg alle Punkte mit. „Wir hatten 60 Minuten Zeit, das Spiel auf unsere Seite zu ziehen, haben es aber verpasst“, bilanzierte TSG-Coach Hofbauer, denn über eine Stunde bot sein Team, das weiter auf dem Abstiegsrelegationsplatz steht, dem Spitzenreiter ein hochklassiges und temporeiches Spiel auf Augenhöhe. Auch Gästecoach Kretz sprach im Nachgang von „einem harten Stück Arbeit“.

Schranz vergibt zwei Hochkaräter

Dass der Sieg in Spielberg die Blau-Weißen beflügelte, zeigte sich von Beginn an. Gegen den Ball abwartend im 5-4-1-System schalteten die aggressiven Hausherren nach Ballgewinn schnell um – und hätten schon nach elf Minuten 2:0 führen müssen. Zweimal war es Jermain Schranz. Nach sechs Minuten schob der Stürmer, nachdem der herauseilende Gästekeeper Kai Mutschall am Ball vorbei gesprungen war, die Kugel bedrängt von zwei FCM-Verteidigern aus 16 Metern aber am leeren Tor vorbei. Fünf Minuten später wurde die Aufgabe für den mit sieben Treffern besten TSG-Torschützen gar noch leichter: Den von Mutschall abgewehrten Distanzschuss bugsierte der 22-Jährige aus wenigen Metern freistehend aber über den Querbalken. „Mehr als hundertprozentig gibt es bei Torchancen ja nicht – und das waren diese beiden“, trauerte sein Trainer der vergebenen Führung nach. Die Kraichgauer fanden erst nach einer halben Stunde ins Spiel, hätten sich die Pausenführung aber ebenfalls verdient gehabt. So zielte zunächst Ex-Weinheimer Nick Huller zu ungenau, dann strich Nik Schmids Versuch knapp am Gehäuse vorbei (34.). Noch enger wurde es kurz vor dem Kabinengang. Jörn Wetzels Abschluss von halblinks im Strafraum titschte aber nur auf dem Querbalken auf (45.). Torchancen hüben wie drüben – der zweite Durchgang knüpfte nahtlos daran an. In höchster Not musste Roumeliotis eine der vielen scharfen Huller-Flanken klären (51.), auf der der Gegenseite zögerte Lennox Schmitt nach einer Flanke zu lange (53.). „Teilweise waren wir zu verspielt und nicht klar genug“, bemängelte Hofbauer. Nach 62 Minuten war das Tor auf der anderen Seite eigentlich fällig, doch mit Christopher Wild im Einsgegen-Eins vor dem Heimtor ließ auch Mühlhausen seinen Hochkaräter liegen.

Entscheidung in acht Minuten

Aus dem Spiel sollte es an diesem Samstag nicht sein, also musste ein Strafstoß her. Roumeliotis’ abgespreizter Arm wurde aus kurzer Distanz bei einer verlängerten Hereingabe getroffen, Philipp Neuberger stellte vom Punkt auf 0:1 (64.). Es war der Auftakt in eine achtminütige Phase, in der der Spitzenreiter zeigte, warum er ganz oben steht. Die aufgerückte TSG präsentierte sich nach dem Rückstand defensiv zu unsortiert. Die Gäste ließen sich nicht zweimal bitten. Einen Vorwurf wollte der Trainer seiner Elf deshalb aber nicht machen: „Um die Jungs emotional mitzunehmen, wollten wir höher anlaufen, um noch mal neue Kräfte zu mobilisieren“, erklärte Hofbauer die für den Zeitpunkt zu offen wirkende Ausrichtung. Wieder war es der starke Huller, der mit seiner Flanke am zweiten Pfosten Wetzel fand. Der legte auf Wild ab, der aus kurzer Distanz erhöhte (70.). Dasselbe Trio sorgte zwei Minuten später nach demselben  chema für die Entscheidung, Vollstrecker war diesmal Rechtsaußen Wetzel. „Bitter, dass wir die Chancen nicht genutzt haben“, sagte auch TSG-Sportchef Paul Weis. „Es war auf jeden Fall mehr drin.“ Und das gegen den souveränen Ersten. Das darf Weinheim Mut machen für die kommenden Aufgaben.


TSG Weinheim: Kempa – Imsirovic (80. Berger), Roumeliotis, Schranz (66. Hussaini), Gervalla, Hertel, Schmitt, Bergbauer (87. da Silva Arnold), Langer, Kühne (73.Jawadi), Czaker (57. Kartal)

Tore: 0:1 Neuberger (64., HE), 0:2 Wild (70.), 0:3 Wetzel (72.).

Zuschauer: 187.

Beste Spieler: Schmitt, Schranz – Schuster, Huller, Wild.

 


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Spielbericht U23 Mannschaft: Lützelsachsens Bollwerk trotzt TSG II

SPIELBERICHT U23: Lützelsachsens Bollwerk trotzt TSG II

Kreisklasse A (24. Spieltag 19.04.2026)

 

Weinheim II lässt im Stadtderby Punkte liegen.


TSG 1862/09 Weinheim U23 – TSG Lützelsachsen II  0:0 

Originaltext aus den Weinheimer Nachrichten vom 20.04.2026
Von Kevin Schollmaier

Weinheim. Weinheim. Defensiv tadellos, offensiv zahnlos: Die TSG Weinheim II hat sich beim 0:0 im Fußball-A-Klassen Derby am Sonntag an der TSG Lützelsachsen II die Zähne ausgebissen. Damit lässt die TSG 62/09 im Derby wichtige Punkte im Kampf um den dritten Platz liegen. Lützelsachsen kann sich dagegen mit großen Kampfgeist nach zuletzt zwei Niederlagen wieder stabilisieren. Nach 90 Minuten intensivem Derby-Fußball ist das Manko bei Weinheims Reserve schnell ausgemacht: Es fehlt an Kaltschnäuzigkeit. „Wir müssen den Ball gefühlt bis an die Torlinie kombinieren. ‘Dreckige’ Tore kriegen wir einfach nicht hin“, fasste Coach Andreas Dörrlamm zusammen. Das spiegelt sich in den Zahlen und im Spiel wider: Die Weinheimer stellen die mit Abstand beste Defensive (25 Gegentore), schießen im Vergleich zum Spitzentrio aber viel zu wenig Tore. Auch im Derby hatte Abdelkarim Lebsir frühzeitig zwei Mal die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber freistehend an Gäste-Schlussmann Patrick Reiboldt. Ohne den Dosenöffner verzweifelten die Hausherren mehr und mehr am roten Bollwerk. Die Gäste konzentrierten sich aufs Verteidigen – und machten ihre Sache gut. Die Blau-Weißen zogen zwar ihr gewohnt dominantes Spiel auf, kamen aber nach den zwei großen Gelegenheiten kaum noch zu zwingenden Torchancen. Lützelsachsen warf sich dagegen in jeden Ball und verdiente sich damit einen Punkt. Für die Gäste war das Derby guter Anschauungsunterricht – denn auch kommende Woche wird es gegen Spitzenreiter Käfertal II auf gute Defensivarbeit ankommen. Die TSG Weinheim II hat bereits am Dienstag (21. April, 19.45 Uhr) im Nachholspiel die Chance, wieder mit dem Dritten gleichzuziehen. Die Zweiburgenstädter empfangen im nächsten Derby die SG Hemsbach.


Kader TSG 1862/09 Weinheim II: Delgado Brill; Bildat (80. Schmitt), Amegah, Herrmann, Mucha, Mcharek, Lebsir (66. Bauer), Benbiga, Biazid, Gölz
(66. Obermann), Güler (66. Lentini).


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